Gelesen: „Kyria & Reb: Bis ans Ende der Welt“ von Andrea Schacht

Gebundene Ausgabe: 381 Seiten
Verlag: Ink (9. Februar 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3863960165
ISBN-13: 978-3863960162

Das Vereinigte Europa im Jahr 2125 ist eine Welt der kompletten Überwachung. Das geschieht nur zum Besten der Bürger, sagt Kyrias Mutter, eine hochrangige Politikerin des perfekt gesteuerten Systems New Europe. Doch die 17-jährige Kyria möchte endlich erfahren, wie es ist, sich frei zu fühlen. Als sie in Reb, einem jungen Rebell aus dem Untergrund, einen Verbündeten findet, fliehen die beiden auf abenteuerliche Weise aus New Europe und gelangen in ein fernes Reservat. Dort haben sich die Menschen ein bäuerliches Leben wie in längst vergangenen Zeiten bewahrt. Doch schon bald sind die Verfolger Kyria und Reb auf der Spur. Und das ist nicht die einzige Gefahr, denn alle, die sich der Macht von New Europe entziehen, werden von künstlich ausgelösten Seuchen bedroht. Auch Kyria gerät in den Verdacht, die friedliebenden Menschen des Reservats mit einer Masernepidemie zu vernichten. Zum Glück hat Kyria Freunde an ihrer Seite und einen jungen Rebellen, der ihr Herz berührt…
(Quelle: amazon)

Durch den Titel des Buches keimt bei manchem Leser der Verdacht auf, es könnte sich um eine klassische Liebesgeschichte vor der Kulisse einer Zukunftswelt handeln. Doch dem ist nicht so. Die Liebe spielt in „Kyria & Reb: Bis ans Ende der Welt“ nur eine hintergründige Rolle. Viel mehr vereint die Autorin hier viele verschiedene Themen, da ist garantiert für jeden etwas dabei. Es geht um Politik, Lügen, Intrigen und eben auch Liebe und dies ist alles so miteinander verknüpft, da ist es manchmal schwierig die Zusammenhänge richtig zu deuten.

Der Schreibstil von Andrea Schacht ist einfach und geradlinig. Sie treibt die Geschichte stetig voran. Dabei konzentriert sie sich auf das Wesentliche. Hierdurch verliert die Handlung ihre Spannung recht selten.
Die Romanze zwischen Reb und Kyria ist dabei so herrlich normal und wirkt überhaupt nicht kitschig.
Überhaupt ist Kyria, aus deren Sicht das Buch geschrieben ist, eine starke Persönlichkeit, die mir schnell ans Herz gewachsen ist.

Reb ist ein Rebell (daher auch der Name Reb), ungehobelt und manchmal wirkt er ein wenig gefühllos. Am Ende des Buches allerdings blitzt dann sein wahres Ich kurz auf und man lernt ihn besser zu verstehen.
Die anderen Nebenfiguren, wie Cam oder Hazel, werden auch nicht in der Dunkelheit belassen, nein jede einzelne beschreibt Andrea Schacht liebevoll. Jeder hat seinen Platz und darf in der Geschichte nicht fehlen.
Leider endet das Buch mit einem ziemlichen Cliffhanger, der die Wartezeit bis zu Band 2 nicht gerade leicht macht.

Zum Schluss möchte ich noch ein paar Worte zu Cover sagen. Es ist wirklich grandios, typisch INK eben und auch unter dem Schutzumschlag eine wahre Augenweide. Es wirkt schlicht, passt aber trotzdem super zur Geschichte.

„Kyria & Reb: Bis ans Ende der Welt“ ist ein toller Auftakt einer Triologie. Zwar gibt es manchmal ein paar leichte Verständnisschwierigkeiten aber das wird durch die interessante Handlung und die sympathischen Figuren wieder wett gemacht.
Für Dystopie Fans ist dieses Buch sehr zu empfehlen.

 

3 Kommentare zu „Gelesen: „Kyria & Reb: Bis ans Ende der Welt“ von Andrea Schacht“

  1. Dieses Buch will ich auch lesen, es klingt einfach so gut. Der Cliffhanger jedoch überhaupt nicht, da muss es vielleicht noch bis zum zweiten Teil warten 😉

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