Gelesen: “Fünf” von Ursula Poznanski


Gebundene Ausgabe: 384 Seiten

Verlag: Wunderlich
(16. Februar 2012)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3805250312

ISBN-13:
978-3805250313Dieses Buch kaufen?

Inhalt:
Eine Frau liegt tot auf einer Kuhweide. Ermordet. Auf
ihren Fußsohlen: eintätowierte Koordinaten. An der bezeichneten Stelle wartet
ein grausiger Fund: eine Hand, in Plastikfolie eingeschweißt, und ein Rätsel,
dessen Lösung zu einer Box mit einem weiteren abgetrennten Körperteil führt. In
einer besonders perfiden Form des Geocachings, der modernen Schnitzeljagd per
GPS, jagt ein Mörder das Salzburger Ermittlerduo Beatrice Kaspary und Florin
Wenninger von einem Leichenteil zum nächsten. Jeder Zeuge, den sie vernehmen,
wird kurz darauf getötet, und die Morde geschehen immer schneller. Den
Ermittlern läuft die Zeit davon, sie ahnen, dass erst die letzte Station ihrer
Rätselreise das entscheidende Puzzleteil zutage fördern wird …
Meine Meinung:
Mitten im Salzburger Land, auf einer Kuhweide, wird eine
Frauenleiche gefunden. Offenbar ist die Tote von einem Felsen gestürzt.
Beatrice Kaspary, Mutter zweier Kinder, und Florin
Wenninger, beide LKA-Beamte, werden zu diesem Fall gerufen. Was auffällig ist,
auf den Fußsohlen der Toten sind Zahlen eintätowiert, anscheinend Koordinaten.
Es beginnt ein perfides Spiel, wo ein Serienmörder das
Ermittlerduo anhand von Rätseln in Form von Koordinaten dirigiert. An jedem
neuen Ort finden die beiden immer wieder amputierte Körperteile von Opfern und
jedes Mal gibt es neue Hinweise.
Als die Ermittlungen ins Stocken geraten nimmt der Täter
sogar per SMS Kontakt zur Kommissarin auf und schickt ihr verschlüsselte
Botschaften, welche auf ein traumatisches Ereignis in ihrer Vergangenheit
anspielen.
Ist die Beamtin nun selber das Ziel und welche Verbindung
gibt es zwischen den Toten?
Es scheint aussichtslos, denn egal wie schnell das Duo
die Rätsel löst, der Täter scheint immer einen Schritt voraus…
Mit „Fünf“ hat Ursula Poznanski ihren ersten Roman im
Erwachsenenbereich veröffentlicht.
Und es ist wirklich ein Thriller, der Spannung
verspricht. Angesiedelt ist die Handlung in der Geocacher-Szene. Wer damit
nicht anfangen kann, so wie ich vor diesem Buch, der braucht sich jedoch keine
Sorgen machen. Frau Poznanski hat auch an uns unwissende Leser gedacht und
führt immer wieder Erläuterungen zum Thema Geocaching an.
Das Buch selber startet recht rasant, man wird regelrecht
ins Geschehen hineingezogen. Leider gibt es des Öfteren einen Spannungsabfall,
was ich ein wenig schade finde.
Die Charaktere Beatrice und Florin sind beide sehr
sympathisch und kommen glaubhaft rüber. Vor allem aber ist es Beatrice, die
selber mit in den Fall gezogen wird, zu der man als Leser, vor allem als
weiblicher, eine Bindung aufbaut. Bei ihr kommen zur Ermittlerarbeit noch
private Probleme hinzu.
Sowohl sie als auch Florin werden durch eben diese
Einblicke ins Privatleben menschlicher.
Im Laufe des Buches versucht Frau Poznanski den Leser
immer wieder auf die falsche Fährte zu führen. Man tappt ähnlich wie die
Ermittler relativ lange im Dunkeln.
Die Lösung des Rätsels am Ende ist durchaus gelungen, für
mich kam sie unerwartet. Es bleiben dennoch keine Fragen offen.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig. Es gibt so gut
wie keine Perspektivenwechsel. Nur ab und an werden Einblicke auf die Taten des
Mörders eingeschoben.
Fazit:
„Fünf“ ist alles in allem ein gelungener Thriller, bei
dem durchaus auch Krimifans auf ihre Kosten kommen.
Das Geschehen ist nicht zu abartig und wird nicht zu
detailliert beschrieben.
Auf jeden Fall lesenswert.
Vielen Dank an den Rowohlt Verlag für dieses
Rezensionsexemplar.
Diese Rezension wurde auch hier, hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) veröffentlicht.
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