Gelesen: “Im Land der weiten Fjorde” von Christine Kabus

Taschenbuch: 592 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe (Bastei Verlag) (14. März 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3404167589
ISBN-13: 978-3404167586

Nach dem Tod ihrer Mutter erfährt Lisa, dass diese als kleines Kind adoptiert wurde. Ein Medaillon mit einem vergilbten Foto ist die einzige Spur zu ihren Vorfahren. Sie führt Lisa nach Norwegen, in den beschaulichen Ort Nordfjordeid. Die Menschen dort reagieren sehr unterschiedlich auf die Ankunft der jungen Deutschen. Während sie in der warmherzigen Nora sogleich eine Vertraute findet, begegnet der alte Finn ihr mit kaum verborgener Ablehnung. Auch der wortkarge Reitlehrer Amund scheint Vorbehalte gegen Lisa zu haben. Je länger sie in das Leben am Fjord eintaucht, desto sicherer ist sie, dass sie auf der richtigen Fährte ist und dass in der Familiengeschichte ihrer Mutter dunkle Geheimnisse schlummern, deren Schatten bis in die Gegenwart reichen…
(Quelle: Bastei Lübbe)


Nach dem Tod ihrer Mutter erfährt Lisa durch einen Brief von einem Anwalt, dass diese als Kind adoptiert wurde. Somit ist Lisas Verwandtschaft gar nicht wirklich mit ihr verwandt. Alles was sie nun hat ist ein Medaillon mit zwei kleinen Fotos.
Durch ihren Onkel und das Internet bekommt Lisa schließlich heraus, dass ihre wahren Wurzeln in Norwegen liegen und es eine Verbindung zu einem Pferdegestüt gibt.
Lisa macht sich kurzerhand auf ins norwegische Nordfjordeid wo sie mit gemischten Reaktionen empfangen wird. Die einen sind ihr gegenüber offen und freundlich, andere wiederum abweisend. Doch Lisa gibt nicht auf und schon bald offenbart sich ihr das Geheimnis ihrer Familie.
Kann Lisa auch ihre Großmutter finden?

Der Roman „Im Land der weiten Fjorde“ stammt von der Autorin Christine Kabus. Es handelt sich hierbei um das Debütwerk der Autorin.
In ihrem Roman entführt Frau Kabus den Leser ins ferne Norwegen.

Die Protagonistin Lisa ist eine sehr sympathische junge Frau. Gerade erst hat sie ihre Mutter verloren und erfährt nun durch einen Brief von einem Anwalt, dass ihre Verwandtschaft gar nicht mit ihr verwandt ist. Ihre Mutter wurde als Kind adoptiert und die wahren Wurzeln liegen in Norwegen. Lisa beginnt Nachforschungen anzustellen und schließlich reist sie nach Norwegen, wo sie letztlich Land und Leute kennen und lieben lernt. Ihr Freund Marco versteht es nicht wirklich, er hat eher andere Dinge vor. Die Beziehung der beiden hält demnach nicht lange der Entfernung stand.
Mari ist Lisas Großmutter. Sie hat den 2. Weltkrieg miterlebt, die Belagerung Norwegens durch die Deutschen. Ausgerechnet während dieser Zeit hat sie sich in den deutschen Soldaten Joachim verliebt, was allerlei Schwierigkeiten mit sich gebracht hat. Auch Mari war mir sehr sympathisch.

Auch die anderen auftretenden Charaktere sind alle samt glaubhaft und authentisch gestaltet. Jeder hat seinen ganz eigenen Platz in der Geschichte.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und sehr gut lesbar. Mit detaillierten, bildhaften Beschreibungen bringt sie dem Leser Norwegen näher. Man verliert sich regelrecht im Buch, Kopfkino ist garantiert.
Es gibt hier zwei Erzählstränge. Einmal den der Gegenwart von 2010, der aus der Sicht von Lisa geschildert wird. Und dann den aus dem Jahr 1940, geschildert aus der Sichtweise von Mari.
Beide Erzählstränge laufen lange Zeit nebenher, man erfährt so sehr viel über die Kriegszeit aber durch Lisa auch über Land und Leute. Die Stränge passen perfekt zueinander, ergänzen sich und am Ende werden sie miteinander verwoben.
Die Handlung ist voll mit Familiengeheimnissen, Irrungen, Wirrungen und Intrigen. Man begleitet Lisa auf ihrem Weg zu sich selbst und ihren Wurzeln.

Das Ende des Romans ist gelungen. Nach dem letzten Wort schlägt man als Leser das Buch befriedigt zu.

„Im Land der weiten Fjorde“ von Christine Kabus ist ein mehr als gelungenes Debüt.
Die sympathischen Charaktere, die wundervolle Kulisse und eine Handlung voller Geheimnisse, Wirrungen und Intrigen runden das Buch ab und bescheren wundervolle Lesestunden.

 

1 Kommentar zu „Gelesen: “Im Land der weiten Fjorde” von Christine Kabus“

  1. Schöne Rezi und auch wirklich eine schöne Geschichte, genau das richtige für Regenwetter.
    Zum Herz erwärmen..

    LG..Karin…

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