Gelesen: “Der Mondscheingarten” von Corina Bomann

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Taschenbuch: 528 Seiten
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Verlag: Ullstein Taschenbuch
(12. April 2013)
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3548285260
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ISBN-13: 978-3548285269
Kurzbeschreibung:
Antiquitätenhändlerin Lilly bekommt eine ungewöhnliche
alte Geige angeboten: Auf ihrer Unterseite ist eine Rose ins Holz gebrannt.
Lilly ist fasziniert von dem alten Instrument und will das Rätsel der Rose
unbedingt entschlüsseln. Sie sucht Hilfe bei dem charmanten Musikexperten
Gabriel. Gemeinsam finden die beiden heraus, dass die Geige vor über hundert
Jahren einer berühmten Violinistin gehörte, die damals plötzlich verschwand.
Gebannt vom geheimnisvollen Schicksal der schönen Frau begibt Lilly sich auf
deren Spuren, die sie nach Italien und schließlich nach Sumatra führen. Dort
findet sie des Rätsels Lösung – das auch ihr eigenes Leben in seinen
Grundfesten erschüttert…
(Quelle: Ullstein)

Meine Meinung:
Lilly Kaiser ist eine Antiquitätenhändlerin aus Berlin.
An einem ruhigen Januartag betritt ein älterer Herr ihren Laden und übergibt
ihr eine Geige. Zudem behauptet er felsenfest diese würde ihr gehören. Im
Geigenkasten ist neben der Violine noch ein Musikstück enthalten, „Moonshine
Garden“ heißt es. Allerdings hat es keinen Komponisten. Ehe Lilly den Mann noch
weitere Fragen stellen kann ist er bereits wieder verschwunden und Lilly bleibt
verwirrt zurück.
Obwohl Lilly keinerlei Ahnung von Musik hat ist sie
direkt fasziniert von der Geige mit der schönen Rose im Boden. Kurzerhand reist
sie zu ihrer Freundin Ellen, einer Restauratorin für Musikinstrumente nach
London. Die beiden finden recht schnell heraus, dass die Violine einer
Starviolinistin gehört hat.
Doch das reicht Lilly nicht und sie beginnt tiefer zu
forschen …
Der Roman „Der Mondscheingarten“ stammt aus der Feder der
Autorin Corina Bomann. Für mich persönlich war es das erste Buch der Autorin
aber es wird nicht mein letztes gewesen sein.
Die Charaktere des Buches hat Corina Bomann insgesamt
sehr gut beschrieben. Sie kommen alle authentisch rüber und wirken gut
durchdacht.
Lilly ist eine junge Frau, die mir richtig sympathisch
wurde während des Lesens. Sie bekommt diese wundervolle Geige und beginnt über
deren Herkunft nachzuforschen. Zu Beginn ist Lilly eher verschlossen und
schüchtern. Doch im Handlungsverlauf öffnet sie sich immer mehr und wird zu
einer lebensfrohen Frau.
Rose ist eine begnadete Musikerin. Allerdings verliert
sie ihr Talent durch einen folgenschweren Schicksalsschlag. Aus der einst
ehrgeizigen Frau wird eine verzweifelte und angeschlagene Person.
Helen ist ein unbeschwertes, glückliches Kind. Auch sie
entwickelt sich und wird zu einer reifen und starken jungen Frau.
 
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, locker und
leicht. Der Roman lässt sich sehr gut lesen.
Corina Bomann versteht es gekonnt Gefühle an den Leser zu
bringen. Außerdem schafft sie es Szenenwechsel an genau den richtigen Stellen
einzubauen.
Es gibt in diesem Buch zwei Handlungsstränge die parallel
laufen. Einmal wäre da der Strang im hier und jetzt und dann ist das der
Erzählstrang Anfang des 20. Jahrhunderts. Beide laufen geraume Zeit
nebeneinander und werden letztlich geschickt miteinander verknüpft.
Die Handlung an sich ist spannend gehalten. Allerdings
gibt es im Buch doch ein paar Zufälle zu viel. So wird die Geschichte leider
recht vorhersehbar.
Mit dem Ende konnte ich sehr gut leben. Es ist
abgeschlossen und liefert auf wirklich alle offenen Fragen eine Antwort.
Fazit:
„Der Mondscheingarten“ von Corina Bomann ist ein sehr gut
durchdachter und spannend gehaltener Roman.
Allerdings sind zu viele Zufälle im Geschehen enthalten
und es ist doch recht vorhersehbar.
Dennoch hatte ich recht schöne Lesestunden.
Wer Familiengeschichten und die damit verbundenen
Geheimnisse mag, der kann hier ruhig genauer hinschauen.
Vielen Dank an vorablesen und den Ullstein Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.
Meine Rezension ist ebenso hier, hier, hier (unter Manja T.), hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) zu lesen.
Und bei vorablesen ist sie auch zu finden.
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