Gelesen: „Der beste Freund, den man sich denken kann“ von Matthew Dicks

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Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
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Verlag: Bloomsbury
Berlin
(26. Februar 2013)
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 382701140X
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ISBN-13: 978-3827011404
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Originaltitel: Memoirs
of a Imaginary Friend
Kurzbeschreibung:
Budo ist der beste
Freund, den sich der achtjährige Max vorstellen kann. Eben weil er sich ihn nur
vorstellt. Doch eines Tages wird Max nicht länger an ihn glauben und Budo wird
aufhören zu existieren. So weit ist es jedoch noch nicht. Denn Max ist anders
als die anderen Jungen: Er mag es nicht, wenn man ihn berührt, er liebt es,
Dinge zu ordnen, er schaut Menschen ungern in die Augen. Kein Wunder, dass die
Schule ein einziger Spießrutenlauf für ihn ist. Als die Lehrerin Mrs. Patterson
ein verdächtiges Interesse an Max bekundet, spitzt sich die Situation jedoch
zu, so dass Budo eine dramatische Entscheidung treffen muss.
Klug, schräg,
spannend und oft umwerfend komisch erzählt Matthew Dicks davon, dass man
beileibe nicht echt sein muss, um ein wahrer Freund zu sein.
(Quelle: Bloomsbury Berlin)

Meine Meinung:
Seit nun schon 6 Jahren ist Budo der imaginäre Freund von
Max Delaney. Die beiden verstehen einander aber außer für Max ist Budo für
niemanden sichtbar. Außer Max kann ihn keiner verstehen oder mit ihm reden. Max
versteht das alles nicht wirklich, für ihn ist Budo real wie beispielsweise seine
Lehrerin Mrs. Gosk. Budo aber weiß was es heißt imaginär zu sein. Er lebt nur
durch die Fantasie seines Erschaffers.
Dann aber geschieht etwas und Max braucht ganz dringend
einen richtigen echten Freund, der ihm beisteht.
Nun muss sich Budo etwas einfallen lassen um Max zu
helfen …
Der Roman „Der beste Freund, den man sich denken kann“
stammt vom Autor Matthew Dicks. Es ist bereits das 3. Buch das von ihm auf
Deutsch erscheint. Mir allerdings war der Autor bisher komplett unbekannt.
Max ist ein intelligenter 8-jähriger Junge. Doch er ist
nicht normal wie andere in seinem Alter, Max ist Autist. Daher hat er auch so
seine Probleme im ganz alltäglichen Leben. Und auch wenn Max nicht gerade viel
Selbstbewusstsein besitzt, so ist er dennoch ein total liebenswürdiger, aber
auch sensibler Junge, den man als Leser vollkommen ins Herz schließt.
Budo existiert nun schon 6 Jahre. Er ist der imaginäre
Freund von Max. Budo liebt Max wirklich über alles und er denkt an ihn und will
ihm beistehen aber er hat auch eine andere Seite an sich, die nicht ganz so
toll ist. Budo ist nämlich auch ziemlich egoistisch. Er will richtig leben,
nicht nur imaginär sein. Denn das bedeutet er hört irgendwann auf zu existieren.
Und genau das möchte Budo halt nicht.
Die Freundschaft zwischen den beiden Jungen ist ganz
wunderbar und innig erzählt.
Der Schreibstil des Autors ist etwas gewöhnungsbedürftig.
Er ist zwar kindgerecht und einfach aber eben dieses kindliche in der Erzählung
hat es mir zu Beginn etwas schwierig gemacht ins Buch hineinzukommen. Nach etwas
Einlesezeit ging es jedoch gut voran.
Geschildert wird die Geschichte hier nicht aus Sicht von
Max, nein Budo, der imaginäre Freund übernimmt diesen Part. Dies ist zwar auch
ungewöhnlich aber ich fand es hier sehr passend.
Die Handlung ist nach einem recht zähen und langatmigen
Einstieg spannend gehalten. Ab etwa der Stelle wo eine Wendung passiert fiel es
mir wirklich schwer das Buch aus der Hand zu legen. Ich war regelrecht
gefesselt und musste wissen wie es weitergeht.
Das Ende des Buches ist traurig und schön zugleich.
Sowohl Max als auch Budo wachsen regelrecht über sich hinaus und ich war zu
Tränen gerührt. Es ist wirklich sehr gelungen.
Fazit:
„Der beste Freund, den man sich denken kann“ von Matthew
Dicks ist ein ganz tolles Buch über wahre Freundschaft.
Die Idee des Autors ist außergewöhnlich, allerdings ließ
der Einstieg etwas zu wünschen übrig.
Ein Buch wo man durchhalten muss um belohnt zu werden!
Mein Dank geht an den Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.
Diese Rezension ist ebenso hier, hier, hier (unter Manja T.), hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) zu lesen.
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