Im Gespräch mit …

Hallo meine Lieben,
heute am letzten Tag im Juni ist es mal wieder Zeit 
für ein Autoreninterview.
Dieses Mal bin/war ich 
Im Gespräch mit …
Gundel Limberg
auch bekannt als
B. C. Bolt
der Autorin vom Buch

Hallo Gundel,
willkommen auf Manjas Buchregal!
Es freut mich, dass ich dich hier auf meinem Blog
begrüßen darf und du mir ein paar Fragen beantwortest.

(Copyright: B. C. Bolt / bookshouse)

  Für alle, die dich noch nicht kennen,
würdest du dich bitte ganz kurz vorstellen?

Ich bin eine
multiple Autorenpersönlichkeit: als Gundel Limberg schreibe ich eher
anspruchsvolle Phantastik, habe aber gleich zwei andere Wesensteile, die sich
als Autoren selbstständig gemacht haben: Beatrice Cecily Bolt, die Science
Fiction und ein wenig Fantasy schreibt – vom klassischen Zuschnitt, aber auch
eher witzige. Und dann Ann-Merit Blum, die für romantische Fantasy zuständig
ist. Sie bevorzugt das 19. Jahrhundert.

Wie bist du zum Schreiben gekommen? Was war
das erste was du geschrieben hast?
Mit vierzehn
Jahren habe ich einen Science Fiction begonnen, der mit Göttern auf der Erde zu
tun hatte – frei nach Däniken. Ich habe die Kladde heute noch. Damals brach ich
mittendrin ab, weil ich nicht weiter wusste. Dann wurde Dorothy Sayers mein
Star und ich habe Dutzende von Krimis geschrieben, die nie ein Verleger zu
Gesicht bekam, was vielleicht auch gut so war. 


„Intrigenküche:
Agenten der Galaxis“ ist ein humorvoller Krimi im Science-Fiction
Bereich. Wie bist du auf die Idee zu diesem Buch gekommen?
Wie viele andere
habe ich immer gerne die Kochshow mit Paprika gegen Tomate auf Vox geguckt und
daran muss ich wohl ein wenig gedacht haben, als ich „Intrigenküche“ begonnen
habe. Allerdings kommt gar keine Kochshow vor, aber ein Koch aus Leidenschaft,
der sich gegen ausgebildete Starköche durchsetzen muss, während er gleichzeitig
mit Intrigen und Mord konfrontiert ist. Da ich gerne fremde Welten und andere
Gesellschaftsordnungen entwerfe, habe ich das Ganze an einem Kaiserhof in einem
anderen Sonnensystem angesiedelt, so dass ich einen wunderbar intriganten Hof
als Setting hatte.

Wie kam es zu deinem Pseudonym B. C. Bolt?
Das war der
erste Name, der mir in den Sinn kam, als ich nach einem Pseudonym für witzige
SF gesucht habe. Ich habe mich da erst einmal am Klang orientiert. Bolt
erinnert an den Disney-Film mit dem Hund Bolt, der eigentlich auch Thunderbolt
heißen müsste: Blitzschlag. J Bolt ist aber kürzer.
Gibt es ein Genre, in dem du gerne mal ein
Buch veröffentlichen würdest?
Oh, in vielen.
Und das werde ich auch. Im nächsten Jahr kommt ein Thriller von mir heraus. Was
ich noch gar nicht gemacht habe, sind Kinder- oder Jugendbücher. Das würde mich
reizen.
Hast du besondere Rituale beim Schreiben
(z.B. Musik hören oder ähnliches)?
Musik hören auf
jeden Fall – Klassik, Trailermusik, Filmmusik. Jedes Buch hat seine Musik. Und
wenn ich beispielsweise einen zweiten Band schreibe, höre ich wieder die Musik,
die ich zum ersten Band gehört habe, um in die Atmosphäre wieder ganz
einzutauchen.
Was glaubst du fasziniert die Leser an deinen
Büchern?
Oh, ich hoffe,
dass sie es mögen, dass meine Bücher immer ein wenig anders sind als das, was
man aus dem Genre kennt. Sie behandeln Themen oder Settings, die nicht
alltäglich sind. Meist schlage ich ein recht flottes Tempo vor, sodass mir
nicht wenige Leser genau das zurückmelden – dass sie erstaunt sind, wie schnell
sie das lesen, weil es sie voran treibt.
Wenn du unterwegs bist und dir fällt etwas
ein, das du unbedingt mit in dein Buch nehmen musst, was tust du? Hast du immer
etwas dabei für solche Notfälle?
Stift und Kladde
trage ich eigentlich immer mit mir herum. Ich schreibe auch viel auf, aber nur
in Stichworten, die mir später oft selbst rätselhaft sind.
Wie wichtig ist für dich der Erfolg? Hast
große Erwartungen an deine Bücher?
Erfolg ist
zuerst einmal, dass Leser Freude am Buch haben. Wie sicher alle anderen Autoren
liebe ich es, wenn ich Mails bekomme, in denen mir Leser mitteilen, dass mein
Roman für sie spannend und schwer aus der Hand zu legen war. Natürlich wünsche
ich mir, ein richtig „großes“ Buch zu schreiben und so viele Leser zu haben wie
Frau Rowling. Das gehört zum Autor-Sein. Kaum jemand schreibt für das stille
Kämmerlein – Bücher sind für Leser da.
Fließen in deine Figuren auch persönliche
Sachen mit ein, wie z.B. eigene Erfahrungen, Eigenschaften ect. oder von
Bekannten/Verwandten?
Ganz gewiss
fließt viel von dem ein, was mir im Leben begegnet. Aber nie findet sich in
meinen Büchern eine Person aus meinem Leben. Das würde mich in der Entwicklung
der Figur nur einengen. Aber meine Helden und Antihelden haben manchmal ein
klein wenig von mir – ich könnte keine Hauptfigur durch mein Buch wandern
lassen, die vollkommen konträr zu meinen Überzeugungen steht.
Wie sehr bleiben deine Charaktere an dem von dir
ursprünglich erdachten Ablauf der Geschichte? Entwickeln alle ein Eigenleben,
oder lassen sich manche auch genau so steuern, wie du es dir ursprünglich
dachtest?
Ich bin ja eher vom Typ
„Non-Plotter“. Meine Figuren treten oft vollkommen entwickelt auf der ersten
Seite in Erscheinung. Dann habe ich eine Vorstellung, wozu sie fähig sind, was
sie antreibt und wohin das führen muss. Mit jeder Seite lernen wir einander
besser kennen. Und sie tun, was sie tun müssen – das ergibt sich aus der
Figurenlogik. Beispielsweise würden Adrian und Minkas in „Intrigenküche“
einander nie im Stich lassen. Trotzdem überraschen mich meine Figuren immer
wieder – glücklicherweise.
Hattest du schon mal eine Schreibblockade?  Wenn ja, wie bist du aus dieser
herausgekommen? Was hat dir dabei geholfen?
Eine? Viele.
Immer wieder. Dann bekomme ich Ermunterung von befreundeten Autoren. Und von Freunden,
die gerne meine Bücher lesen. Das hilft meist recht schnell. Wenn gar nichts
geht, kaufe ich neue Musik und fange ein neues Buch an.
Wie sieht ein typischer Tag in deinem Leben
aus?
Ich stehe auf, versorge Familie und Katzen und gehe zur Arbeit – ich
habe einen vielseitigen Job im pädagogischen Bereich, der mich mit vielen
Menschen zusammenbringt, wo ich aber auch viel schreiben und Texte lesen muss.
– Wenn ich dann so gegen 17 Uhr nach Hause komme, verschwende ich Zeit auf
sozialen Netzwerken, chatte und fange gegen 20:00 Uhr mit dem Schreiben an, was
bis Mitternacht gehen kann. Oder ich bin unterwegs in meiner Stadt, wo an jeder
Ecke Kulturangebote und Gastronomien warten.
Was machst du neben dem Schreiben? Wie
entspannst du dich?
Zurzeit entspanne
ich mich zu wenig, fürchte ich, aber wenn, dann mit Qi Gong oder in Gesprächen
mit Freunden.
Was liest du selber am liebsten?
Sachbücher. Dann
Klassiker von Jules Verne und Dickens bis Grass, von Asimov bis Tolkien. Dann
erst aktuelle Lektüre. Krimis, Science Fiction, gute Fantasy. Im Augenblick
lese ich nach und nach Bücher für ein Projekt, das ich gestartet habe und das es
sich zum Ziel gesetzt hat, herausragende Ebooks von unabhängigen Autoren
vorzustellen. Dazu sind bisher einige Dutzend Ebooks eingereicht worden, die
ich jetzt lese – darunter einiges, das ich sonst niemals kennen gelernt hätte.
Das ist enorm spannend.
Wenn du die Wahl zwischen einem gedruckten
Buch und einem eBook hast, was wählst du und warum?
Unterwegs
bevorzuge ich im Augenblick den Reader. Zuhause lese ich nur Papier.
Kannst du schon etwas über neue
Projekte/Bücher sagen? Was können deine Leser in naher Zukunft von dir
erwarten?
Ah, da wäre Band
II der „Intrigenküche“, dann der zweite Band von „Meleons magischen Schokoladen“
und der Thriller im nächsten Jahr. Zusätzlich kommt ein Buch heraus, zu dem ich
noch nichts sagen kann.
Wenn du 3 Wünsche frei hättet an deine Leser,
welche wären das?
Oh, lass mich
nachdenken – das ist tricky. Bei drei Wünschen kann man ja bekanntlich so viel falsch
machen. Also, ich wünsche mir natürlich, dass sie meine Bücher erwerben und
lesen J Dass sie mir Feedback
geben, sei es in Rezensionen oder Mails oder auf Facebook. Und dann … nein, das
ist falsch herum – die Leser sollen ihre Wünsche erfüllt bekommen – von
mir. Wünsche, in andere Welten zu reisen, die Menschen dort kennen zu lernen,
Erfahrungen dort zu machen … der Wunsch, noch schneller umblättern zu können,
um zu sehen, wie es weitergeht. Das muss ich aber hinkriegen – das kann
mir keine Wunschfee wirklich abnehmen. Sonst hätte ich ja keinen Spaß beim
Schreiben.
Vielen lieben Dank Gundel, 
besonders auch im Namen meiner Leser,
dass du dich meinen Fragen gestellt und uns soviel von dir verraten hast.

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