Gelesen: „Das Geschenk der Wölfe“ von Anne Rice

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Broschiert: 656 Seiten
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Verlag: rororo
(1. Juli 2013)
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3499238608
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ISBN-13: 978-3499238604
Kurzbeschreibung:
Interview mit einem
Werwolf.

Der junge Journalist Reuben soll einen Artikel über ein altes Herrenhaus
schreiben, das abgelegen auf den Klippen der nordkalifornischen Küste thront.
Doch die Besichtigung endet blutig: Reuben wird von einem großen Raubtier
attackiert. Seine Wunden heilen indes ungewöhnlich schnell. Bald verändert
Reuben sich. Er wird zum Wolfsmann.
Bei Tag der attraktive Jungreporter, der über die furchterregende fremde Kreatur
berichtet, bei Nacht eine Bestie: Reuben wird gefürchtet und gejagt. Doch das
wahre Böse lauert woanders.
(Quelle: Rowohlt Verlag)

Meine Meinung:
Reuben Golding ist Journalist. Für seine Zeitung soll er
einen Artikel über ein altes Herrenhaus schreiben, das Anwesen Kap Nideck.
Dieses liegt an der nordkalifornischen Küste und steht derzeit zum Verkauf. Merchant,
die Enkelin des verschwundenen Besitzers möchte das nun schon länger leer
stehende Haus in gute Hände abgeben. Daher zeigt sie Reuben das Haus und den
angrenzenden Wald.
Reuben ist selbst sehr angetan vom Haus und überlegt
sogar es selbst zu kaufen. Es wäre perfekt durch die Ruhe und Abgeschiedenheit
und hier könnte er seiner Liebe zur Literatur ungestört nachkommen.
Doch am Abend der Besichtigung ändert sich plötzlich alles.
Es sind Einbrecher im Haus. Merchant wird getötet und Reuben schwer verletzt.
Doch das waren nicht die Einbrecher, denn die wurden selbst bestialisch
ermordet. Nein, etwas anderes hat gewütet.
Doch wo kamen diese Bestien her? Und was passiert nun mit
Reuben?

Der Fantasy-Roman „Das Geschenk der Wölfe“ stammt von der
Autorin Anne Rice. Es stellt den Auftakt einer ganzen Reihe über Werwölfe dar.
Die Autorin ist besonders durch ihr Buch „Interview mit
einem Vampir“ bekannt geworden. Für mich war es der erste Roman von ihr.
Der Journalist Reuben ist 23 Jahre alt und sieht sehr gut
aus. Er ist ziemlich sensibel und hat eine nachdenkliche und fürsorgliche Art
an sich. Privat ist er voll und ganz der Lyrik und Poesie verfallen. Wenn es
nach Reuben ginge wäre er schon längst kein Journalist mehr sondern
Schriftsteller. In Liebesdingen stellt er sich nicht gerade geschickt an. Nur
als Wolfsmensch kann er seine Leidenschaft komplett rauslassen und sich gehen
lassen. Reuben entwickelt sich im Laufe der Handlung von einem naiven und
unsicheren Journalisten zu einem selbstbewussten Mann. Seine erste Verwandlung
nimmt er ziemlich gelassen hin, er findet ja sogar Gefallen daran.
Zwischen Reuben und Merchant entwickelt sich eine kurze
Affäre. Die beiden fühlen sich magisch voneinander angezogen. Doch diese endet
jäh.
Es gibt noch weitere Charaktere im Buch, wie
beispielsweise Reubens Freund Jim, der sehr gläubig ist und ihn immer wieder
zur Seite steht oder auch Reubens Gefährtin Laura. Alle sind sie gut
dargestellt und zeigen vielseitige Eigenheiten.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und locker. Trotz
der Dicke des Buches kommt man zügig voran. Sie beschreibt Dinge sehr
detailliert. So hat mir beispielsweise die Verwandlung von Reuben sehr gut
gefallen. Sie ist mit Gefühl und facettenreich dargestellt und man kann es sich
gut vorstellen.
Anne Rice entführt ihre Leser in eine rätselhafte und
spannende Handlung. Man wird mitgerissen und möchte wissen wie es weitergeht. Allerdings
geht es stellenweise doch recht brutal zu, so dass das Buch nicht unbedingt
etwas für zarte Nerven ist.
Das Ende des Buches hat mir weniger gefallen. Es wirkt
lang und zäh, da fast nur noch auf religiöse und theologische Sichtweisen
eingegangen wird. Ein wenig mehr Spannung und Action hätten hier gut getan.
Fazit:
„Das Geschenk der Wölfe“ von Anne Rice ist ein wirklich
guter Fantasy-Roman über Werwölfe.
Die spannende Handlung, die sympathischen Charaktere und
der gut lesbare Stil haben mich, abgesehen vom Ende, doch sehr gut unterhalten.
Durchaus ein lesenswertes Buch!
Vielen Dank an den Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.
Meine Rezension ist ebenso hier, hier, hier (unter Manjas Buchregal), hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) zu lesen.
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