Gelesen: “Die Wanifen” von René Anour

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Broschiert: 440 Seiten
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Verlag: At Bookshouse Ltd. (22. Juni 2013)
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 9963724787
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ISBN-13: 978-9963724789
Kurzbeschreibung:
Die Alpen in grauer Vorzeit
Als Ainwa erfährt, dass sie eine Wanife ist, gleicht dies ihrem Todesurteil.
Wanifen sind Menschen, denen eine Kreatur der Anderwelt ihre Macht schenkt.
Doch seit Generationen verschwinden die jungen Wanifen ihres Volks spurlos in
den Wäldern, bevor sie ihre Kräfte zu nutzen lernen. Der Kelpi, ein
blutrünstiger Waldgeist, jagt und tötet sie. Gemeinsam mit ihrem Ziehbruder
Gorman, den Ainwa heimlich liebt, versucht sie, dem Kelpi zu entkommen. Doch
der Waldgeist spürt sie auf. Gorman stellt sich dem Kampf – und bezahlt. Wenn
Ainwa Gorman retten will, muss sie sich in Duellen um Leben und Tod gegen
andere Wanifen behaupten. Ausgerechnet der erste Feind, auf den sie trifft,
scheint ihr helfen zu wollen. Doch darf sie Rainelf trauen?
(Quelle: Bookshouse)

Meine Meinung:
Ainwa lebt in Ataheim in den Alpen in grauer Vorzeit. Da
ihre Eltern tot sind wurde sie vom Heiler Alfanger großgezogen.
Eines Tages eröffnet Alfanger Ainwa sie sei eine Wanife.
Ainwas Leben ändert sich von Grund auf. Sie flieht in die Wälder um Ataheim, um
das Volk nicht zu gefährden. Denn seit ewigen Zeiten ist es so das Wanifen
ihres Volkes vom Kelpi, dem Waldgeist, gejagt und dann getötet werden. Gorman,
der Sohn des Häuptlings, der für Ainwa wie ein Bruder ist, folgt ihr und steht
ihr dann bei. Ainwas Ziel ist es die Urukus, die Schutzgeister der Ata zu
finden noch bevor der Kelpi sie in der Nacht des Blutmondes ausfindig macht.
Nur die Urukus können Ainwa helfen ihre Wanifenkräfte zu beherrschen und den
Kelpi zu besiegen.
Doch es kommt ganz anders. Der Kelpi findet Ainwa und
Gorman eher als gedacht und nimmt Gorman. Er verwandelt ihn in ein Wesen, den „Erlkönig“.
Ainwa ist entsetzt, war Gorman doch ihr wichtigster Freund und Verbündeter.
Schafft es Ainwa die Urukus zu finden? Und kann sie
Gorman noch retten?
Der Fantasyroman „Die Wanifen“ stammt aus der Feder des
Autors René Anour. Es ist zudem das Debüt des Autors.
Die Charaktere des Buches hat René Anour wirklich mit
Liebe ausgearbeitet. Sie wirken alle glaubhaft und man schließt sie als Leser ins
Herz.
Ainwa ist eine Waise, die von Alfanger aufgezogen wurde.
An ihrem 18. Geburtstag erfährt sie von ihm, dass sie eine Wanife ist. Dies
ändert ihr Leben komplett. Ainwa macht sich auf die Urukus zu finden, damit sie
ihre neuen Kräfte beherrschen lernt. Gleichzeitig ist dies auch eine Flucht vor
dem Kelpi, der Wanifen der Ata seit ewigen Zeiten jagt und dann tötet. Zu
Gorman hat Ainwa eine besondere Beziehung. Er ist der Sohn des Häuptlings und
Ainwa fühlt sich sehr zu ihm hingezogen. Während der Handlung macht Ainwa eine
enorme Entwicklung durch von einem zu Beginn eher recht starrköpfigen Mädchen
zu einer starken Wanife. Diese Entwicklung ist sehr schön zu lesen.
Auch die anderen Charaktere sind wunderbar dargestellt
und alle samt sehr vielseitig und authentisch. Besonders angetan haben es mir
der Wanife Rainelf und das Geschwisterpaar Kauket und Nephtys. Die drei nehmen
im Buch jeweils eine sehr wichtige Stellung ein.
Der Schreibstil des Autors ist lebendig und recht einfach
gehalten. Detailliert beschreibt er Handlungsorte und Personen und trotzdem
wird dem Leser Raum gegeben für eigene Vorstellungen.
Geschildert wird das Geschehen aus Sicht von Ainwa in der
Ich-Persepktive. Zwischendrin gibt es immer wieder kursiv dargestellte
Rückblenden. Diese sind sehr wichtig für das Verständnis der Handlung.
Die Handlung selber ist spannend und fesselt den Leser ans
Buch. Immer wieder sind Wendungen eingebaut, so dass nichts vorhersehbar ist.
Die Spannungskurve bleibt von Beginn an konstant auf sehr hohem Level.

Das Ende ist ein wahrer Showdown. Es ist spannend und nicht vorhersehbar und
rundet das Buch wunderbar ab. Zudem gibt es Raum für eine mögliche Fortsetzung.
Fazit:
„Die Wanifen“ von René Anour ist ein packender Fantasyroman
eines Debütautors.
Eine tolle Protagonistin und die eingebrachten neuartigen
Ideen wissen zu überzeugen.
Uneingeschränkt zu empfehlen!
Vielen Dank an den Verlag und den Autor für dieses Rezensionsexemplar. Außerdem ein großes Dankeschön für die tolle Leserunde auf lovelybooks.
Meine Rezension ist ebenso hier, hier, hier (unter Manjas Buchregal), hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) zu lesen. 
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