Im Gespräch mit …

Meine lieben Leser,
heute zum Sonntag ist es mal wieder Zeit für
ein Interview.
Dieses Mal heißt es 
“Im Gespräch mit …”
René Anour,
dem Autor des Fantasyromans
“Die Wanifen”.

Hallo René,
willkommen auf
Manjas Buchregal!
 Es freut mich,
dass ich dich hier auf meinem Blog begrüßen darf und du mir ein paar Fragen
beantwortest.
© Rene Anour @bookshouse
Für
alle, die dich noch nicht kennen, würdest du dich bitte ganz kurz vorstellen?
 Hi, ich bin René
Anour, Philantrop, Multimillionär* – Fantasy Autor.
Früher habe ich
aktiv als Forscher die Wirkung eines Jungbrunnengens erforscht, mit dem
Ergebnis, dass es kein Jungbrunnengen ist. Heute stehe ich neben dem Schreiben
auch auf der Bühne, mit der Kabarettgruppe „Vetophil“.
(*ev. in Simbabwe Dollars)
Wie
bist du zum Schreiben gekommen? Was war das erste was du geschrieben hast?
 Das erste, das ich
geschrieben habe, waren Geschichten über ein ausgestorbenes, gottähnliches Volk.
Damals dachte ich, sie wären brilliant, jetzt würde ich sie niemandem mehr zum
Lesen geben und denke mir, wann immer sie mir unterkommen nur: „Oh Gott!“

 Dein
Fantasyroman „Die Wanifen“ ist im Mai bei bookshouse erschienen. Um was geht es und wie bist du auf die Idee zum
Buch gekommen?
 Es geht um
Menschen, die als Kind von einem Wesen der Anderwelt ausgesucht werden, das
ihnen im Inneren ähnelt. Als Erwachsene sind, diese Menschen, die sog. Wanifen,
fähig, die Fähigkeiten dieses Wesens, ihres Seelengeists für sich zu nutzen.
Manche können sie sogar leibhaftig erscheinen lassen. Jemand hat’s mal als „Pokemon
für Erwachsene“ zusammengefasst. 
Ich hatte zuerst lange die Idee für den Namen,
das war noch während meiner Zeit als Student. Ich hatte eine Freundin zum
Schifahren besucht, die an einem Berg namens „Hoher Ifen“ im Kleinwalsertal
wohnt. Irgendwann poppte der Name „Die Wanifen“ in meinem Kopf auf und ich
wusste, ich wollte eine Geschichte über Menschen schreiben, die in den Bergen
leben und über besondere Fähigkeiten verfügen.
Hast du einen Lieblingscharakter in deinem
Buch?
 Es gibt zwei, bei denen ich mich meistens
nicht entscheiden kann. Da gibt es einen jungen Wanifen, der Rainelf heißt. Er
ist so menschenscheu, dass er oft für einen Schneegeist gehalten wird, wenn er
gesehen wird. Er trägt ein großes Geheimnis und ist ein sehr gespaltener
Charakter.
Die Wanifen haben ja ein Geistzeichen.
Verrätst du uns dein Geistzeichen und was es für eine Bedeutung hat?
 Ich habe den Test
selbst nie gemacht, aber vielleicht sollte ich. Ich glaube mein Geistzeichen
und damit mein Seelengeist wäre ein Quellwicht. Quellwichte können unterschiedliche
Gestalten annehmen und treiben oft ihren Schabernack mit unbedarften Menschen,
die ihr Revier durchqueren.  Das Zeichen
sieht aus, wie ein grinsendes Gesicht hinter Wasserwellen. Ich nehme an, sie
würden sich als Wanifen vermutlich vielseitige Charaktere aussuchen, die auch
mal für einen Spaß zu haben sind.
Ich habe gelesen dass du auch Kabarett
spielst. Wie bist du dazu gekommen? Und was erfüllt dich mehr, das Schreiben
oder doch eher das Kabarett spielen?
 Das kann man nur schwer vergleichen. Beim
Schreiben geht es darum, Gefühle zu Papier zu bringen. Das ist eine schöne,
entspannende Tätigkeit, die viel Spaß macht und wo man sich Emotionen erlaubt,
die sonst keinen Platz haben. Man fließt in dieser anderen Welt dahin und
vergisst alles um sich.
Beim Kabarett ist es so, dass  es lustig und immer von einem gewissen
Nervenkitzel begleitet ist.
Es ist unglaublich, wenn das Publikum  Spaß hat und sich das auf das überträgt, was
wir auf der Bühne machen.
In Kurz: Das eine ist Spaß in der Gruppe, das
andere ist Spaß allein. Man braucht beides würde ich sagen.
Gibt
es ein Genre, in dem du gerne mal ein Buch veröffentlichen würdest?
Sollte ich mal
irgendwo irgendwas finden, dass das Leben vieler Menschen erleichtern kann, fände ich ein
Sachbuch lustig.
 
Hast
du besondere Rituale beim Schreiben (z.B. Musik hören oder ähnliches)?
 Musik hören lässt bei mir oft Bilder
entstehen und ist sehr wichtig, um Ideen zu bekommen. Beim Schreiben selbst
würde es mich aber zu sehr ablenken. Ich mach meistens nur kurz die Augen zu
und geh an die Stelle, wo ich das letzte Mal aufgehört habe und weiter geht’s.
Wie
entsteht ein Buch bei dir? Von Anfang bis Ende, oder entsteht vielleicht die
Mitte zuerst und plottest drum herum?
 Von Anfang bis
Ende. Ich mag’s wenn auch für mich ein Spannungsbogen dabei ist. Und manchmal
weiß ich auch tatsächlich nicht, was als nächstes passiert.
 
Fließen
in deine Figuren auch persönliche Sachen mit ein, wie z.B. eigene Erfahrungen,
Eigenschaften etc. oder von Bekannten/Verwandten?
 Natürlich.
Allerdings gibt es keine Figur bei mir, die eins zu eins einem realen Menschen
nachempfunden ist. Ein Prise von dem, eine Prise von der, Vorstellungskraft
unterheben und fertig ist die Figur! 
Einen realen
Menschen einfach abzubilden fände ich… unfair. Es wäre ja nur mein
Blickwinkel auf diese Person und der Mensch hätte nicht die Möglichkeit zu
widersprechen.
Wie sehr
bleiben deine Charaktere an dem von dir ursprünglich erdachten Ablauf der
Geschichte? Entwickeln alle ein Eigenleben, oder lassen sich manche auch genau
so steuern, wie du es dir ursprünglich dachtest?
 Man hat eine Idee,
wer die Figuren sind und was sie wollen, aber erst während der Geschichte sind
sie in all ihren Facetten und Macken zum Leben erwacht. Manchmal hat man das
Gefühl man hat gar keinen Einfluss darauf, was ein Charakter sagen oder tun
wird- fast so, als würde er sich widersetzen. Fast gruselig. Einmal habe ich
versucht, eine Figur bedrohlich und furchteinflößend darzustellen, doch so sehr
ich mich auch angestrengt habe, der Charakter wurde schlussendlich lustig und
sympathisch.
  
Hattest
du schon mal eine Schreibblockade? Wenn ja, wie hast du diese überwunden?
 Es gibt manchmal
Phasen, an denen ich mich schwerer tue, v.a. an Stellen der Geschichte, die
mich selbst weniger als andere interessieren. Meistens lasse ich die Geschichte
dann einfach etwas ruhen, kümmere mich um andere Dinge und kehre hoffentlich
mit besseren Ideen zurück.
 
Wie
sieht ein typischer Tag in deinem Leben aus?
 Ich glaube, es
gibt erstaunlich wenig „typische Tage“ und das ist super. Das typischste an
meinen Tagen ist, dass ich mir sehr genau überlegen muss, was ich an diesem Tag
schaffen will, damit alles Platz hat. Ich wär gern einer dieser Menschen, die
in der Früh nicht müde sind und schon um 5 Uhr morgens fit und fröhlich durch
die Gegend tanzen und ihre gute Laune jedem unter die Nase reiben. Die
Fröhlichkeit setzt bei mir erst etwas später ein, vor sieben Uhr sollte man
Sicherheitsabstand halten. Wenn ich schreiben will, muss ich dafür genug Zeit
haben. Mal 15 Minuten irgendwo dazwischen, das funktioniert nicht.
 
Was
machst du neben dem Schreiben? Wie entspannst du dich?
 Ich versuch in die
Natur rauszukommen. Ich lebe ja in Wien, wo es zwar viele Grünflächen gibt,
aber es bleibt eben trotzdem eine Großstadt. 
Bergsteigen,
Freiwasserschwimmen, Lesen im Grünen, das sind so die Dinge, wo ich gut
abschalten kann. Wenn die Zeit dafür zu knapp ist, tut’s manchmal auch ein
Besuch in einem schönen Kaffeehaus.
Was
liest du selber am liebsten?
 Querbeet: Wichtig:
Ein Buch, das auf den ersten 50 Seiten nicht fesselt wird weggeworfen (-oder
jemandem geschenkt, den ich nicht mag).
Es gibt viele gute
Bücher, leider noch mehr schlechte. Ich habe mal ein Stück „Weltliteratur“
gelesen, in dem auf geschlagenen 1000 Seiten, nichts passiert. Man muss den Mut
haben, klar zu sagen, wenn einem ein Buch gefällt oder eben nicht, egal, was
sein Status in der Weltliteratur ist. Einen Dan Brown nicht zu mögen ist ja
fast schon ein Sakrileg 😉
Kannst
du schon etwas über neue Projekte/Bücher sagen? Was können deine Leser in naher
Zukunft von dir erwarten?
 Wenn die Leser
sprich ihr, es euch wünscht, wird es zwei weitere Wanifenbände geben. Das zweite Buch
ist in der Rohfassung schon weit gediegen und trägt den Arbeitstitel „Gamlain“. Was ich
versprechen kann: Man wird mehr über die Welt der Wanifen erfahren, mehr
Geister zu Gesicht bekommen – und Ainwa wird sich mit furchtbaren Gegnern messen
müssen.
Wenn du 3 Wünsche frei hättest, was würdest
du dir wünschen?
 Einen 8. Harry Potter Band

Einen Rieseneisbecher (ist grad ziemlich
heiß)

Und falls ihr die ersten beiden lahm findet:

Das Wünschen weiterer Wünsche
Zum Schluss hast du die Möglichkeit deinen
Lesern das zu sagen, was du ihnen schon immer mal sagen wolltest.
 Danke! Jedem einzelnen von Euch. Ich glaube
mittlerweile ist der Austausch und die Diskussion mit Euch für mich das
Schönste an der Sache geworden. Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mir Eure
Meinung, Eure Fragen etc. mitteilen würde. Ich bemühe m ich wirklich alle
Anfragen persönlich zu beantworten. Das kann man z.B. auf meiner fb Seite
(facebook.com/Anournovels), meinem blog (https://reneanour.wordpress.com/) oder
einfach per Mail (misomirror@hotmail.com).
 
Vielen Dank,
besonders auch im Namen meiner Leser, dass du dir die Zeit genommen hast und
uns ein wenig mehr über dich verraten hast.
Danke Dir, für das
Interview und Euch fürs Mitlesen!

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