Gelesen: “Nashville oder Das Wolfsspiel” von Antonia Michaelis

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Gebundene Ausgabe: 480 Seiten
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Verlag: Oetinger (30. Juli 2013)
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3789142751
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ISBN-13: 978-3789142758
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Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 – 17 Jahre
Kurzbeschreibung:
Atemlos spannend!
Ein mörderischer Thriller über Liebe und Verrat.
Die achtzehnjährige Svenja findet in einer Abseite ihrer
neuen Tübinger Studentenwohnung einen verwahrlosten, stummen 11-jährigen Jungen
und nimmt ihn bei sich auf. Nach seinem T-Shirt-Aufdruck nennt sie ihn
Nashville. Als eine Serie von Morden an Obdachlosen die Stadt in Aufruhr
versetzt, wird Svenja unruhig. Hat Nashville, der immer wieder heimlich
verschwindet, etwas damit zu tun? Bald schon merkt sie, dass nicht nur
Nashvilles, sondern auch ihr Leben bedroht ist.
(Quelle: Oetinger)

Meine Meinung:
Svenja zieht für ihr 2. Semester ihres Medizinstudiums
nach Tübingen. Dort wohnt sie alleine in einer kleinen Wohnung.
Kurz nach ihrem Einzug entdeckt sie einen Jungen der
kopfüber in ihrem Küchenschrank steht. Svenja weiß nicht wirklich was sie
machen soll. Also befreit sie den Jungen und kümmert sich um ihn. Doch er
spricht nicht und so gibt sie ihm den Namen „Nashville“, nach dem Aufdruck auf
seinem T-Shirt. Ein paar ausgewählte Freunde helfen Svenja es Nashville so
angenehm wie möglich zu machen und nach und nach öffnet er sich ihr gegenüber.
Doch so wird auch immer klarer mit ihm stimmt etwas
nicht. Er verschwindet immer wieder, meist nachts und Svenja weiß nicht wohin.
Da gibt es eines Tages am Rand von Tübingen plötzlich
eine tote Obdachlose. Svenja ist geschockt und macht sich Sorgen um Nashville.
Als es noch weitere Tote gibt spitzt sich die Situation immer mehr zu.
Was hat Nashville mit der Sache zu tun? Und wem aus ihrem
näheren Umfeld kann Svenja überhaupt noch trauen?
Der Jugendthriller „Nashville oder Das Wolfsspiel“ stammt
aus der Feder der erfolgreichen Autorin Antonia Michaelis. Es war nach „Der
Märchenerzähler“ bereits mein zweites Buch der Autorin und ich hatte schon
recht hohe Erwartungen.
Svenja ist eine sympathsiche junge Frau. Sie ist 18 Jahre
alt und studiert Medizin. Für ihr Studium ist sie nun nach Tübingen gezogen wo
sie eine kleine Wohnung alleine bewohnt. Svenja ist ein wenig chaotisch und
doch ihre Macken machen sie authentisch. Als sie Nashville findet ist sie
zunächst geschockt. Sie kümmert sich fortan um den Jungen und schließt ihn
immer mehr ins Herz. Svenjas Handlungen sind nicht immer ganz nachvollziehbar.
Nashville ist ein Junge von etwa 11 Jahren. Er wirkt
geheimnisvoll und mysteriös. Er spricht nicht direkt und baut erst nach und
nach Vertrauen zu Svenja auf. Von allen Charakteren war der der am
interessantesten gezeichnete.
Auch die Nebenfiguren hat Antonia Michaelis sehr gut
ausgearbeitet. Sie wirken alle wie aus dem Leben gegriffen und sind sehr
lebendig. Durch ihre jeweiligen Macken wirken sie glaubhaft.
Der Schreibstil der Autorin ist einfach einzigartig. Sie
beschreibt alles ganz wunderbar, teilweise ist es richtig poetisch. Man wird
direkt von Beginn an von diesem besonderen Stil eingenommen und es lässt einen
nicht mehr los.
Geschildert wird das Geschehen aus Sicht eines personalen
Erzählers. So wird immer eine gewisse Distanz gewahrt und man bekommt als Leser
den kompletten Überblick über alles was passiert.
Die Handlung selber ist mehr als spannend. Der
Spannungsbogen ist von Beginn bis zu Ende hin immer konstant hoch. Immer wieder
gibt es unvorhersehbare Wendungen und von Seite zu Seite wird alles
verwirrender und mysteriöser. Erst ganz langsam, Richtung Ende hin, erfährt man
als Leser die ganzen Zusammenhänge. Doch bis es soweit ist rätselt man hin und
her und kommt irgendwie doch nicht voran.
Das Ende war für meinen Geschmack etwas zu offen
gehalten. Es kam auch irgendwie sehr plötzlich und hat mich traurig gestimmt. Durch
die Offenheit wird man als Leser zum Nachdenken angeregt und es bleibt der
eigenen Phantasie überlassen wie es wohl weitergehen könnte.
Fazit:
„Nashville oder Das Wolfsspiel“ von Antonia Michaelis ist
alles in Allem ein wirklich sehr guter Thriller, auch wenn es nicht direkt um
Mord und Totschlag geht.
Die spannende Handlung und der einzigartige Schreibstil
der Autorin können trotzdem überzeugen.
Auch wenn das Ende nicht ganz nach meinem Geschmack ist,
dieses Buch ist trotzdem (oder auch gerade deswegen) sehr zu empfehlen!
Vielen Dank an den Verlag für das bereitgestellte Leseexemplar und ein großer Dank auch an Katja für die Organisation der Leserunde auf lovelybooks.
Meine Rezension ist auch hier, hier, hier (unter Manjas Buchregal), hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) zu lesen.
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