Gelesen: “Du. Wirst. Vergessen” von Suzanne Young

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Broschiert: 448 Seiten
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Verlag: Blanvalet
Taschenbuch Verlag
(19. August 2013)
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3442269210
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ISBN-13: 978-3442269211
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Originaltitel: The Program
Kurzbeschreibung:
Ergreifend,
spannend, romantisch – ein Roman, der einen nicht mehr loslässt
Nur das »Programm« kann der grassierenden
Selbstmord-Epidemie unter Jugendlichen noch Einhalt gebieten. Für besorgte
Eltern bedeutet es Hoffnung, für die Jugendlichen das Ende. Denn jeder, der
zurückkehrt, ist ohne Erinnerung – und ohne Emotionen. Niemals würde Sloane es
wagen, öffentlich Gefühle zu zeigen. Nur bei ihrem Freund James kann sie sie
selbst sein. Seine Liebe ist ihre einzige Stütze in einer gefühlskalten Welt.
Aber dann bricht James plötzlich zusammen! Als das »Programm« ihn holt, weiß
Sloane, dass nichts mehr so sein wird, wie es war. Sie muss um James‘ Liebe
kämpfen – und um ihrer beider Erinnerungen …
(Quelle: Blanvalet)

Meine Meinung:
Die 17-jährige Sloane lebt in einer Welt ganz anders als
wir sie kennen.
Bereits ihre beste Freundin hat sie an „Das Programm“
verloren und muss auch weiterhin zuschauen, wie Mitschüler eingesammelt und
abgeführt werden. „Das Programm“ nimmt ihnen alle Erinnerungen. Es sorgt dafür,
dass die Jugendlichen wieder glücklich werden, in einer Welt wo die
Selbstmordrate bei Jugendlichen besonders hoch ist.
Sloane ist gezwungen mit einem Lächeln herumzulaufen, da
sie sonst auch als depressiv angesehen werden könnte und eingesammelt werden
würde.
Dann aber nimmt sich einer ihrer Freunde plötzlich das
Leben und ihr Freund James kommt damit überhaupt nicht klar. Er wird auch in „Das
Programm“ gesteckt.
Sloane muss sich etwas einfallen lassen um James zu
retten und wird so auch zu einer Patientin. Allerdings mit schwerwiegenden
Folgen für ihr Gedächtnis …
Der dystopische Roman „Du. Wirst. Vergessen“ stammt aus
der Feder der Autorin Suzanne Young.
Die Charaktere, die sich die Autorin ausgedacht hat, sind
alle sehr unterschiedlich und authentisch.
Sloane ist eine eher ruhige Person. Sie ist sehr auf
ihren Freund James fixiert. Zuerst denkt man als Leser, dass dies ein Problem
ihrerseits sein könnte, doch es wird recht schnell klar, er ist ihr Halt und
gibt ihr Sicherheit. Sloane musste bereits sehr viel einstecken, hat viel
erlebt in ihrem bisherigen Leben. Im Handlungsverlauf wird aus der ruhigen
Sloane eine starke junge Frau mit einem eigenen Willen. Sie stellt sich den Herausforderungen
und Hindernissen und versucht dies so gut es geht zu meistern.
James ist ein ziemlich komischer Typ. Ich habe mich
mehrfach gefragt was Sloane an ihm findet. Er denkt nicht nach bevor er
handelt, ist launisch und dadurch mitunter auch recht anstrengend. James möchte
Sloane gerne beschützen, doch dies gelingt ihm nicht wirklich. Nach dem „Programm“
wirkt James realistischer, denn er zeigt mehr und mehr, dass er auch ängstlich
sein kann.
Realm ist eine Person die bereits im „Programm“ drin ist.
Dort lernen sich er und Sloane kennen. Man merkt aber als Leser das er da eigentlich
gar nicht hingehört. Realm ist schwer einschätzbar und man bleibt eigentlich
bis zum Schluss eher im Unklaren was er eigentlich möchte. Seine mehr als
freundschaftlichen Gefühle für Sloane bringen ihn öfter in schwierige
Situationen.
Die Nebenfiguren bleiben eine ganze Zeit lang eher
nebensächlich. Erst zu Ende hin wird manch einer von ihnen ein wenig mehr in
den Mittelpunkt gerückt.
Der Schreibstil der Autorin ist leicht lesbar und eher
jugendlich gehalten.
Der Einstieg in die Handlung fällt hier recht leicht. Es
braucht nicht lange und man ist in Suzanne Youngs Zukunftsvision gefangen.
Obwohl man als Leser auf den ersten Seiten eher ruhig ins
Geschehen eingeführt wird, so ist man als Leser dennoch gefesselt und kann
nicht aufhören zu lesen. Im Mittelteil allerdings gibt es dann ein paar kleiner
Längen, die man vielleicht hätte vermeiden können. Vielleicht wollte die
Autorin mehr als möglich war. Der zweite Buchteil dann ist sehr spannend und
mitreißend gestaltet. Er befasst sich hauptsächlich mit dem „Programm“.
Zum Ende hin kommt nochmals neuer Schwung ins Geschehen.
Es gibt Wendungen, die man so nicht erwartet hat.
Das Ende selber hat mich mehr als befriedigt
zurückgelassen. Es wirkt abgeschlossen und eine Fortsetzung ist meines
Erachtens nicht nötig.
Fazit:
„Du. Wirst. Vergessen“ von Suzanne Young ist eine
unheimliche Zukunftsvision.
Die tolle Idee, die authentischen Charaktere und eine
fesselnde Handlung konnten mich trotz kleiner Längen zwischendurch überzeugen.
Absolut lesenswert!
Ich bedanke mich herzlich beim Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.
Meine Rezension ist ebenso hier, hier, hier (unter Manjas Buchregal), hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) zu finden.
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