Gelesen: “Die Bestimmung” von Veronica Roth

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Taschenbuch: 496 Seiten
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Verlag: Goldmann Verlag (21. Oktober 2013)
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3442479444
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ISBN-13: 978-3442479443
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Originaltitel: Divergent
Kurzbeschreibung:
Was ist deine
Bestimmung? Wo gehörst du hin? Was, wenn deine Wahl den Tod bedeuten könnte?
Beatrice muss sich entscheiden …
Altruan – die Selbstlosen. Candor – die Freimütigen. Ken
– die Wissenden. Amite – die Friedfertigen. Und Ferox – die Furchtlosen. In
fünf Fraktionen wurde die Welt nach dem letzten großen Krieg aufgeteilt, und
für eine davon muss sich Beatrice entscheiden. Doch der geheime Eignungstest,
den sie wie alle Sechzehnjährigen durchläuft, zeigt ein gefährliches Ergebnis:
Sie ist eine Unbestimmte – und Unbestimmte gelten als Gefahr für die
Gemeinschaft. Beatrice sucht Schutz bei den wagemutigen Ferox, stellt sich der
harten Aufnahmeprüfung. Und gerät ausgerechnet hier ins Zentrum eines
Konflikts, der nicht nur ihr Leben bedroht, sondern auch das all derer, die sie
liebt …
(Quelle: Goldmann)
Meine Meinung:
Nach einem Krieg ist die Welt in 5 verschiedene
Fraktionen gespalten. Beatrice wurde in die Fraktion der Altruan geboren.
Nun steht ihr mit ihren 16 Jahren der Eignungstest bevor,
bei dem die Frage beantwortet werden soll, welche Fraktion wohl zu ihr passt.
Doch das Ergebnis ist nicht eindeutig, Beatrice ist eine sogenannte
Unbestimmte. Sie könnte zu mehreren Fraktionen passen.
Der Test soll nur eine Entscheidungshilfe sein, die
eigentliche Wahl muss der Jugendliche selber treffen. Beatrice entscheidet sich
gegen die Altruan und wechselt zu den Ferox, den Furchtlosen. Doch bei dieser
Fraktion lauern jede Menge Gefahren.
Und schon bald wird es nicht nur für Tris, so heißt sie
nun, gefährlich, sondern auch für die Menschen, die sie liebt …
Der dystopische Jugendroman „Die Bestimmung“ stammt von
der Autorin Veronica Roth. Es ist der Auftakt zu einer Trilogie rund um die
Fraktionen und die junge Tris. Das Buch ist zudem der Debütroman der Autorin.
Die beiden Protagonisten sind Veronica Roth wirklich gut
gelungen.
Beatrice oder Tris, wie sie später bei den Ferox heißt,
ist ein sympathisches 16-jähriges Mädchen. Sie wurde in die Fraktion Altruan
geboren. Bei ihrem Eignungstest stellt sich heraus, dass Beatrice gleich zu
mehreren Fraktionen passen würde. Sie ist eine sogenannte Unbestimmte. Sie
wählt die Ferox und heißt fortan nur noch Tris. Ich persönlich empfand Tris als
ein selbstloses, mutiges und sehr starkes Mädchen. Sie stellt sich ihren
Ängsten, wächst über sich hinaus und versucht ihren Freunden zu helfen. Sie
liebt aber auch ihre Familie.
Four ist sehr lange undurchschaubar. Er wirkt
geheimnisvoll, unberechenbar, teilweise sogar richtig gefährlich. Und dennoch
ist er sympathisch auf seine ganz eigene Weise. Tris findet einen Zugang zu
ihm, dringt zu ihm durch. Er fordert Tris immer heraus, macht sie so aber
stärker. Vom Typ her ist Four ziemlich hinreißend.
Zwischen den beiden entwickelt sich eine zarte
Liebesgeschichte. Diese wurde von Veronica Roth wunderbar ins Gesamtgeschehen
integriert, sie drängt sich nie in den Vordergrund, läuft eher nebenher.
Nicht nur die Protagonisten, nein auch die
Nebencharaktere, wie beispielsweise Tris Freundin Christina oder auch Peter,
der es die ganze Zeit auf Tris abgesehen hat, sind gut gezeichnet. Man lernt
auch sie recht gut kennen.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und gut zu lesen.
Ich muss aber zugeben, ich hatte zu Beginn ein paar Probleme. Dies lag aber
nicht am Stil, sondern eher an der Geschichte an sich.
Geschildert wird das Geschehen aus Sicht von Tris in der
Ich-Perspektive. So lernt man Tris entsprechend gut kennen und bekommt einen
guten Einblick in ihre Gedanken- und Gefühlswelt.
Die Handlung fand ich interessant gestaltet. Die
beschriebene Welt ist recht düster gehalten. Es geht um die Unterdrückung der
Menschen, die sich nicht frei entfalten können und nach sehr strengen Regeln
leben. Ich hatte aber zu Beginn ein paar Schwierigkeiten ins Geschehen zu
kommen. Es war mir einfach zu schleppend zu Anfang. Man lernt die Welt kennen,
die Charaktere und dann kommt der Test mit der Entscheidung und der
anschließenden Initiation.  Dies war für
mich mehr oder weniger nur Gerede, der Kick fehlte. Ab circa der Mitte des
Buches aber hatte mich Veronica Roth gefangen. Ab da empfand ich die Handlung als
spannend und war gefesselt bis zum Schluss. Es gibt ein paar Überraschungen im
Buch, womit ich so gar nicht gerechnet hatte.
Das Ende ist ebenso spannend und schließlich ein wirklich
großartiges Finale. Es rettet das Buch meiner Meinung nach und macht neugierig
auf den Folgeband.
Fazit:
„Die Bestimmung“ von Veronica Roth ist ein richtig guter
Auftakt der dystopischen Trilogie.
Sympathische gut gezeichnete Charaktere und der flüssig
lesbare Stil machen Lust auf mehr, auch wenn ich eine Weile brauchte bis ich
voll gepackt wurde. Das Ende wiederum ist großartig und reißt so einiges heraus.
Durchaus lesenswert!
Ich bedanke mich beim Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.
Meine Rezension ist auch hier, hier, hier, hier, hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) zu lesen.

1 Kommentar zu „Gelesen: “Die Bestimmung” von Veronica Roth“

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