Gelesen: „Watcher. Ewige Jugend (Die Niemandsland-Trilogie, Band 1)“ von Nadine d’Arachart und Sarah Wedler

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Format: Kindle Edition
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Dateigröße: 1751 KB
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Seitenzahl
der Print-Ausgabe:
314 Seiten
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Verlag: Impress
(3. April 2014)
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Sprache: Deutsch
Kurzbeschreibung:
England, wie es die Großväter unserer Großväter einmal
kannten, gibt es nicht mehr. Übrig geblieben ist eine einzige Stadt, umgeben
von hohen Mauern, die es von dem abtrennen, was da draußen ist. Dem
Niemandsland. Sie beherbergt die Reichen, die Glück gehabt haben, die Armen,
denen nichts mehr bleibt, und die ewig jung Bleibenden, wie Jolette und Cy. Sie
gehören nicht zu den Glücklichen, nicht zu den Unglücklichen, und auch nicht zu
den Todgeweihten aus dem Niemandsland. Sie sind die Watcher. Ihre alleinige
Aufgabe ist es, das Einzige, das alle am Leben erhalten könnte, vor den
Todgeweihten zu schützen und jegliche menschliche Emotion dabei abzuschalten.
Sie führen ein perfektes Leben. Bis sich Jolette und Cy eines Tages begegnen…
(Quelle: Impress)
Meine Meinung:
Das London der Zukunft ist umgeben von einer Zone, wo so
gut wie kein Leben möglich ist, dem Niemandsland. In dieser Zone sind die
ärmsten und ausgestoßenen Menschen Zu Hause während in London selber privilegierte
reiche Industrielle und ein paar Arbeiter leben.
Patience ist 16 und lebt in London. Sie wird bewacht von
zwei sogenannten Watchern, Jolette und Cy. Diese altern nicht, benötigen keine
Nahrung und ihre Sinne sind besonders geschärft.
Eines Nachts allerdings gelingt es Angreifern bis zu
Patience vorzudringen. Sie und ihre beiden Watcher können fliehen und so
beginnt eine Flucht, die gefährlich ist und noch zusätzlich brisant wird als
Jolette menschliche Gefühle entdeckt. Das ist etwas, das sie nicht haben sollte
Der dystopische Roman „Watcher. Ewige Jugend“ stammt vom Autorenduo Nadine d’Arachart und Sarah Wedler. Er ist der
Auftaktband zur „Niemandsland –Trilogie“.
Die Protagonisten sind alle
interessant und liebevoll ausgearbeitet.
Jolette, auch Jo genannt, ist ein
Watcher. Sie ist pflichtbewusst und sehr mutig. Ihr Leben geht ihr über das von
Patience, dem Kind auf das sie aufpassen soll. Sollte Patience sterben gäbe es
auch für Jo keinen Grund mehr weiterzuleben. Als sie menschliche Gefühle an
sich bemerkt ist Jo sehr verwirrt, denn diese sollte sie nicht haben.
Cy ist ebenfalls ein Watcher. Er
sieht gut aus, ist charmant und ebenso pflichtbewusst wie Jo. Seine Aufgabe ist
es ebenso auf Patience aufzupassen. Im Gegensatz zu Jo bekennt sich Cy zu
seinen Gefühlen und die Abneigung von Jo macht ihm sehr zu schaffen.
Patience ist ein besonders Kind, das
Schutz benötigt. Sie hat eine Gabe, die sie interessant macht für die Cupids,
die Kinderfänger. Sie wirkt eher schwach und unscheinbar, allerdings in
schwierigen Situationen ist sie es dann doch nicht. Sie kann mehr einstecken
als es den Anschein macht. Patience hat eine Art an sich, die es schwer macht
sie nicht zu mögen.
Auch die anderen Charaktere im Buch
haben mir gut gefallen. Und obwohl sie eher böse sind, so haben sich die Cupids
auch einen Platz in meinem Leserherz gesichert.
Der Schreibstil der Autorinnen ist
gut zu lesen. Bildhaft und detailliert bringen sie dem Leser die zukünftige
Welt näher.
Geschildert wird das Geschehen zum
größten Teil aus Sicht von Jo in der Ich-Persepktive. So lernt man als Leser die
geschärften Sinne der Watcher gut kennen und bekommt einen guten Einblick in
ihre Gefühle. Ab und an kommt auch ein personaler Erzähler zu Wort. Dieser gibt
gute Einblicke und Erklärungen wer die Cupids sind und warum sie hinter
Patience her sind.
Die Handlung an sich ist interessant
und gut umgesetzt. Es gibt eine kurze Einführung, dann steigt die
Spannungskurve merklich an. Allerdings hatte ich oft ein wenig das Gefühl es
würde nicht vorangehen. Teilweise wirkt die Handlung langatmig und zäh. Diese
Stellen sind zwar meist nur von kurzer Dauer aber sie fallen schon auf.
Die Liebesgeschichte zwischen Jo und
Cy hat mir gut gefallen. Sie entwickelt sich langsam und wirkt nicht überstützt
und unglaubwürdig.
Die Zukunftsvision ist schon
erschreckend und bietet Abwechslung. Es gibt nach und nach Antworten auf Fragen
die sich während des Lesens bilden.
Das Ende ist recht offen gehalten. Es
bleiben einige Fragen ungeklärt und so fragt man sich als Leser wie es wohl im
zweiten Teil weitergeht.
Fazit:
„Watcher. Ewige Jugend“ von Nadine
d’Arachart und Sarah Wedler ist sehr guter Auftakt der „Niemandsland – Trilogie“.
Sympathische Charaktere, eine
interessante zukünftige Welt mit doch recht spannender, wenn auch teils etwas
langatmiger, Handlung konnten mich gut unterhalten und machen Lust auf den
zweiten Teil.
Durchaus lesenswert!
Ich bedanke mich beim Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.
Meine Rezension ist auch noch hier, hier, hier, hier, hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) zu finden.

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