Gelesen: „Der Tod fährt Audi“ von Kristian Bang Foss

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Broschiert: 224 Seiten
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Verlag: carl’s
books
(10. März 2014)
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3570585298
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ISBN-13: 978-3570585290
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Originaltitel: Døden kører Audi
Kurzbeschreibung:
Der Werbetexter Asger wird nach einer grandios verpatzten
Kampagne gefeuert und fühlt sich von der Welt betrogen. Als er einen Pflegejob
bei einem Mann im Rollstuhl annehmen soll, will er sich am liebsten drücken.
Aber dann freunden sich Asger und der todkranke Waldemar an. Mit gnadenlosem
Zynismus und viel schwarzem Humor betrachten sie ihr tristes Dasein. Bis
Waldemar Asger zu einer verrückten Reise von Dänemark bis nach Marokko
überredet, wo es einen Wunderheiler geben soll.
Die Fahrt mit einem schrottreifen VW-Bus durch ganz Europa wird zu einem
unvergesslichen Erlebnis voller skurriler Begegnungen und ungeahnter Hürden.
Und was hat es mit dem mysteriösen Audi auf sich, der an den
unterschiedlichsten Orten der Reise immer wieder auftaucht? Der Tod fährt Audi
ist ein herrlich unterhaltsamer, tragikomischer Roman über eine einzigartige
Freundschaft und die Abenteuer, die das Leben bis zuletzt bereithält.
(Quelle: carl´s books)
Meine Meinung:
Asger ist ein Werbetexter in Kopenhagen. Als er eines
Tages unter Druck gerät, unterläuft ihm bei einer Kampagne, die er am nächsten
Tag präsentieren soll, ein folgenschwerer Fehler. Daraufhin verliert er seinen
Job, ausgerechnet wo die Arbeitslosigkeit bereits so hoch ist. Asger lässt sich
gehen, was seiner Beziehung nicht besonders gut bekommt. Seine Freundin schmeißt
ihn raus, er landet bei seinem Freund. Dieser weckt Asger auf, so dass er
wieder am Leben teilnimmt. Er bekommt eine Pflegestelle zugewiesen, wo er
Waldemar kennenlernt. Ein junger Mann im Rollstuhl. Nach anfänglichen
Schwierigkeiten freunden sich Asger und Waldemar an und es entsteht der Plan
nach Marokko zu fahren, wo es einen Wunderheiler geben soll.
Können die beiden Männer ihren Plan umsetzen? Wie wird
die Reise verlaufen? Und was hat es mit dem Audi auf sich, der immer in
brenzligen Situationen auftaucht?
Der Roman „Der Tod fährt Audi“ stammt von dänischen Autor
Kristian Bang Foss. Er hat bereits zwei sehr erfolgreiche Romane
veröffentlicht, für mich war dieses Buch das erste von ihm.
Die Protagonisten im Roman sind sehr klar und deutlich
gezeichnet.
Asger ist ein Werbetexter und wohnt in Kopenhagen.
Allerdings verliert er in einer Krise seinen Job, was ihn doch sehr mitnimmt.
Asger lässt sich daraufhin sehr gehen und so ist auch seine Freundin weg. Ich
geb zu es gab Zeiten wo mir Asger doch ziemlich leid getan hat. Doch dann geht
es aufwärts und als er einen Job als Pfleger annimmt ist er wieder positiver
gestimmt. Er musste erst mal alles verlieren um zu begreifen was das Leben noch
für ihn bereit hält.
Waldemar ist ein junger Mann im Rollstuhl. Er lebt in
einem sozialen Brennpunkt. Er hat mir persönlich gut gefallen. Waldemar kämpft
für sein leben, auch wenn andere ihn vielleicht schon längst aufgegeben haben.
Es scheint sogar als ob er Asger quasi die Augen öffnet, denn er versteht mehr
vom Leben als manch anderer.
Diese beiden sehr unterschiedlichen Charaktere kommen
zusammen und es entwickelt sich eine wirklich tolle Freundschaft.
Der Schreibstil des Autors ist flüssig und recht witzig,
zumindest zu Beginn. Allerdings verliert Kristian Bang Foss im Verlauf der
Handlung seine Leichtigkeit ein wenig.
Geschildert wird das Geschehen aus Sicht von Asger in der
Ich-Perspektive. Er bringt die Handlung recht schnell auf Trab und man ist
rasch mittendrin.
Die Handlung wirkt wie aus dem Leben gegriffen. Sie ist
ziemlich rasant, eben ein richtiges Roadmovie und spiegelt unsere Gesellschaft
sehr gut wieder. Es wirkt realistisch, besonders die Krankheit von Waldemar
wird recht gut dargestellt. An manchen Stellen wären mir zwar gerne noch ein
paar Details lieb gewesen aber gut, man kann nicht alles haben.
Was mich etwas gestört hat, ab dem Zeitpunkt wo es auf
nach Marokko geht, wirkt die Handlung recht vorhersehbar. Es wandelt sich ein
wenig zu einem Reisebericht.
Das Ende empfand ich als ganz okay. Es ist passend, auch
wenn es etwas tiefgründiger hätte sein können. Auf jeden Fall aber stimmt es
nachdenklich.
Fazit:
Zusammengefasst ist „Der Tod fährt Audi“ von Kristian
Bang Foss ein recht guter Roman.
Klar gezeichnete Charaktere, der witzige Stil und eine
Handlung mit Höhen und Tiefen, die aus dem Leben gegriffen wirkt, haben mich
doch recht gut unterhalten können.
Gar nicht mal so schlecht!
Ich bedanke mich beim Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.
Meine Rezension ist auch noch bei Lovelybooks, goodreads, Was liest du?, amazon, buecher.de und thalia.de zu lesen.
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