Gelesen: „So finster, so kalt“ von Diana Menschig

–         
Taschenbuch: 384 Seiten
–         
Verlag: Knaur
TB
(1. April 2014)
–         
Sprache: Deutsch
–         
ISBN-10: 3426514931
–         
ISBN-13: 978-3426514931
Kurzbeschreibung:
Als Merle Hänssler nach dem Tod ihrer Großmutter in deren
einsam gelegenes Haus im Schwarzwald zurückkehrt, findet sie im Nachlass ein
altes Dokument. Darin berichtet ein gewisser Johannes, der Ende des 16.
Jahrhunderts im Haus lebte, über merkwürdige Geschehnisse rund um seine
Schwester Greta. Merle tut diese Geschichte zunächst als Aberglaube ab. Doch
dann passieren im Dorf immer mehr unerklärliche Dinge: Kinder verschwinden, und
auch das alte Haus selbst scheint ein seltsames Eigenleben zu entwickeln.
Langsam, aber sicher beginnt Merle sich zu fragen, ob an Johannes’ Erzählung
mehr dran ist, als sie wahrhaben wollte.
(Quelle: Knaur TB)
Meine Meinung:
Nach außen scheint Merles Leben perfekt zu sein. Nachts
allerdings hat sie schreckliche Alpträume, die ihr zeigen, dass nichts perfekt
ist. Da stirbt ihre Großmutter und für Merle bricht eine Welt zusammen. Sie
muss nun zurück in den Schwarzwald, dem Ort ihrer Kindheit. Dort muss der
Nachlass geregelt werden. Merle zieht vorübergehend in das Haus ihrer
Großmutter, das abseits am Waldrand steht. Dort holen sie die Erinnerungen an
ihre Kindheit wieder ein und auch die alten Dokumente, die Merle im Haus
findet, lassen sie den Atem anhalten …
Der Roman „So finster, so kalt“ stammt von der Autorin
Diana Menschig. Es war nach „Hüter der Worte“ bereits mein zweites Buch der
Autorin und ich war sehr gespannt was mich wohl erwarten würde.
Die Protagonistin Merle mochte ich sehr gerne. Sie lebt
sehr zurück gezogen, hat kaum Freunde. Ihr Job ist Anwältin, den nimmt sie sehr
ernst. Als ihre Großmutter stirbt bricht für Merle eine Welt zusammen. Die
beiden hatten ein sehr inniges Verhältnis.
Jakob ist Spezialist was Märchen angeht. Er wird von
Merle gebeten ihr zu helfen, denn sie möchte gerne wissen was die alten
Dokumente bedeuten. Allerdings ist Jakob auch ein merkwürdiger und
undurchsichtiger Mensch, der Rätsel aufgibt.
Der Schreibstil der Autorin ist recht locker und
bildhaft. Man kann sich die Umgebung sehr gut vorstellen.
Geschildert wird das Geschehen hauptsächlich aus Merles
Perspektive. Es gibt aber auch Einschübe aus der Sichtweise von anderen
Charakteren, so bekommt man als Leser einen doch guten Überblick.
Die Handlung ist stellenweise recht gruselig und die vorherrschende
Stimmung recht düster. Das passt aber beide gut zum gesamten Plot. Es beginnt
alles zunächst eher ruhig und verhalten, dann aber steigt die Spannung
unaufhörlich an und es gibt Wendungen, die überraschend daher kommen. Die
eingebrachten Ideen sind frisch.
Hauptsächlich wird das Geschehen in der Gegenwart
erzählt, es gibt aber eingebaute Rückblenden. Diese sind für meinen Geschmack
aber zu abrupt, ihre Integration ist nicht ganz gelungen.
Diana Menschig hat in ihrem Buch verschiedene Sagen und
Märchen miteinander verknüpft und so eine vollkommen neue Geschichte
geschaffen.
Das Ende ist abgeschlossen und unvorhersehbar. Es ist
toll und lässt den Leser am Ende zufriedengestellt zurück.
Fazit:
Zusammengefasst gesagt ist „So finster, so kalt“ von
Diana Menschig ein gruseliger Roman, der überrascht.
Sympathische Charaktere, der lockere bildhafte Stil und
eine spannende Handlung, gespickt mit Märchen und Sagen, haben mich, abgesehen
von ein paar Stolpersteinen, gut unterhalten können.
Durchaus lesenswert!

Ich bedanke mich beim Verlag für das bereitgestellte Buch.

Meine Rezension ist auch bei Lovelybooks, goodreads, Was liest du?, amazon, buecher.de und thalia.de veröffentlicht.

Ein Kommentar

Kommentare sind geschlossen.

Diese Website benutzt Google Analytics. Bitte klicke hier wenn Du nicht möchtest dass Analytics Dein Surfverhalten mitverfolgt. Hier klicken um dich auszutragen.