Gelesen: „Klammroth“ von Isa Grimm

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Taschenbuch: 336 Seiten
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Verlag: Bastei Lübbe
(Lübbe Paperback) (13. März 2014)
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3785761074
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ISBN-13: 978-3785761076



Kurzbeschreibung:
Seit Jahren ist der
uralte Tunnel stillgelegt. Doch etwas geht um in den Tiefen des Berges.
Kinderstimmen wispern im Dunkel, und etwas regt sich in den Schatten.
Einst war Klammroth
ein stiller Weinort am Fluss – bis eine Katastrophe die Idylle
zerstörte.  Dutzende Kinder starben bei einem verheerenden Unfall im
Tunnel, viele weitere wurden entstellt. Nun, sechzehn Jahre später, kehrt eine
der Überlebenden nach Klammroth zurück: Anais hat die Qualen des Feuers noch
nicht überwunden, als ihr Vater sie zu sich ruft. Etwas Unerklärliches
erscheint des Nachts vor den Fenstern. Gespenstisches geschieht – und jemand
fordert neue Opfer.
Der Tunnel hat
Anais nicht vergessen …
(Quelle: Bastei
Lübbe)
Meine Meinung:
Nach 17 Jahren
kehrt Anais nach Klammroth zurück. Eigentlich wollte sie diesen Ort einfach nur
vergessen, hat sie doch dort Schlimmes erlebt. Dort angekommen versucht sie
herauszufinden weshalb ihr Elternhaus abgebrannt ist und warum ihre Stiefmutter
im Haus war und umkam. Bei ihren Recherchen an ihrer Seite ist ihre Tochter
Lily.
Es stellt sich
heraus alles hat irgendwie mit dem Tunnel zu tun. Der Tunnel, der Anais vor 17
Jahren zum Verhängnis wurde. Während Anais weiterforscht geschehen
unerklärliche Dinge, der Alptraum ist noch nicht vorbei …
Der Roman „Klammroth“
stammt von der Autorin Isa Grimm. Es ist das Debüt der Autorin und der
Klappentext verspricht hier eine mystische und gruselige Handlung.
Mit der
Protagonistin Anais hatte ich ein paar Probleme. Mit ihr warm zu werden hat
einige Zeit in Anspruch genommen. Sie ist 34 Jahre alt und reist mit ihrer
Tochter Lily zum Ort ihrer Vergangenheit. In Klammroth hat sie Schlimmes
erlebt. Anais ist Thrillerautorin und wirkte auf mich teilweise recht
sonderbar, aber irgendwie empfand ich sie auch als stark.
Ihre Tochter Lily
ist 14 und sie mochte ich sehr gerne. Sie ist eine typische Teenagerin mit
einer doch ziemlich großen Klappe. Sie bringt ihre Mutter des Öfteren wieder
auf Spur.
Die Nebenfiguren,
wie beispielsweise die Polizisten, waren mir leider viel zu unscheinbar
gestaltet. Ihnen fehlte Charakter, sie wirkten doch sehr beliebig.
Der Schreibstil der
Autorin war zu Beginn doch sehr gewöhnungsbedürftig. Ich brauchte einige Zeit
um im Buch anzukommen. Dann aber kam ich recht zügig voran.
Geschildert wird
das Geschehen aus Sicht von Anais im personalen Erzählstil. Das macht es etwas
schwierig. Man ist zwar direkt an Anais dran, doch dieses von oben herab
schauen passte hier meiner Meinung nach nicht so wirklich.
Die Handlung
beginnt mit einem tollen Prolog. Es geht sehr spannend und rasant zu. Doch
leider verliert sich eben diese Spannung etwa zu Mitte des Buches merklich. Es
wurde ruhig, zu ruhig. Erst zum Ende hin nahm die Spannung wieder zu und es kam
zu Wendungen und Überraschungen.

Das eigentliche Ende hat nochmal viel herausgeholt. Es hat mir sehr gut
gefallen. Die Auflösung, die alles beantwortet, kam sehr überraschend.
Fazit:
Alles in Allem ist „Klammroth“
von Isa Grimm ein für mich recht schwieriges Debüt.
Eine Protagonistin,
die mich erst nach einiger Zeit für sich einnehmen konnte, der zu Beginn
schwierige Stil und eine Handlung, die spannend beginnt, dann aber einen Hänger
hat konnten mich nicht komplett überzeugen.
Das Potential ist
da, wurde aber nicht vollends ausgeschöpft. Schade!

Ich danke dem Verlag für das zugesandte Exemplar.

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