Gelesen: „Stranwyne Castle – Das trügerische Flüstern des Windes“ von Sharon Cameron

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Taschenbuch: 352 Seiten
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Verlag: Egmont INK
(2. Mai 2014)
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3863960092
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ISBN-13: 978-3863960094
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Originaltitel: The Dark Unwinding
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Das Buch beim Verlag

Kurzbeschreibung:
Intrigen, Ränkespiele, Gerüchte … bei den Tulmans geht
man nicht zimperlich miteinander um. Schon gar nicht mit einer vorlauten jungen
Frau, von der man kaum noch hoffen kann, sie zumindest gewinnbringend zu
verheiraten. Also wird Katherine vor die Wahl gestellt: Armenhaus oder sie
erbringt den Beweis, dass ihr reicher Onkel, Frederick Tulman, verrückt
geworden ist und das Familienvermögen zum Fenster hinauswirft. Was sie
vorfindet, ist jedoch kein seniler alter Mann, sondern ein Exzentriker, der
wahre Wunder vollbringt und eine surreale Welt geschaffen hat, die Katherine
immer mehr in ihren Bann zieht. Wie die sturmgrauen Augen seines Assistenten
Lane. Doch das Schicksal ist so trügerisch wie das Flüstern des „Stranwyne“,
und plötzlich ist es Katherine, die um ihr Leben fürchten muss …
(Quelle: Egmont INK)
Meine Meinung:
London im Jahr 1852:
Katherine lebt bei ihrer Tante. Sie ist dort für deren Bücher zuständig.
Ansonsten wird sie von ihrer Tante sehr abfällig behandelt. Bis zu dem Tag an
dem dieses Katherine nach Stranwyne Castle schickt. Dort soll sie ihren
merkwürdigen Onkel Frederik als unzurechnungsfähig erklären lassen. Doch als
Katherine ankommt gestaltet sich die Situation auf Stranwyne Castle ganz anders
als von ihrer Tante beschrieben.
Katherine hat nun die Wahl, entweder sie zerstört ihr eigenes Leben oder
das vieler anderer Menschen. Wie wird Katherine sich entscheiden?
Das Jugendbuch „Stranwyne Castle – Das trügerische Flüstern des Windes“
stammt von der Autorin Sharon Cameron. Es ist das Debüt der Autorin.
Die Protagonistin Katherine ist 17 Jahre alt. Sie wirkte auf mich zu Beginn
sehr herrisch, ja schon beinahe arrogant. Katherine ist rücksichtslos und
unfreundlich und ich habe sie zu Beginn wirklich nicht sonderlich gemocht. Um
nicht zu verarmen tut Katherine wirklich alles. Doch mit der Zeit wandelt sie
sich, sie überdenkt ihr Handeln und ihre Art und Weise wie sie mit Menschen
umgeht. Dieser Wandel ist sehr schön beschrieben und nachvollziehbar.
Ihr Onkel Frederik Tulman, der von allen nur Onkel Tully genannt wird, ist
sehr merkwürdig. Er hat einen genau festgelegten Tagesablauf. Er ist quasi ein
kleiner Junge, der gefangen ist im Körper eines alten Mannes und soll von
Katherine für unzurechnungsfähig erklärt werden.
Die anderen Charaktere im Buch bleiben leider ein wenig sehr blass und ohne
Tiefe. Einzig das sie alle irgendwie geheimnisvoll und irgendwie seltsam sind,
das ist sehr auffallend.
Der Schreibstil der Autorin ist frisch und flüssig zu lesen. Das Tempo ist
rech flott und man kommt als Leser gut durch die Seiten. Vor allem das Anwesen
Stranwyne Castle hat Sharon Cameron vorstellbar beschrieben.
Die Handlung an sich ist zu Beginn noch recht verständlich und man kann
alles gut nachvollziehen. Mit der Zeit aber, vor allem im Mittelteil des
Buches, wurde es für mich doch sehr verwirrend und ich hatte schon ein wenig
Mühe voranzukommen. Dies legt sich aber wieder und dann geht es spannend
weiter.
Die Beziehung zwischen Katherine und ihrem Onkel hat mir richtig gut
gefallen. Sie ist schon herausgearbeitet und entwickelt sich sehr schön.
Das Ende ist nochmal spannend gestaltet. Es ist an sich abgeschlossen aber
auf den letzten Seiten gibt es eine Entwicklung die eine Fortsetzung nötig
machen. Ich bin sehr gespannt darauf wie es wohl weitergehen wird.
Fazit:
Zusammenfassend gesagt ist „Stranwyne Castle – Das trügerische Flüstern des
Windes“ von Sharon Cameron ein schönes Jugendbuch, das fantastisch angehaucht
ist.
Geheimnisvolle Charaktere, der frische Stil und eine Handlung, die mich
zwar zwischenzeitlich doch verwirrt hat, ansonsten aber interessant und
spannend ist haben mich hier sehr gut unterhalten können.
Durchaus lesenswert!

Mein Dank geht an den Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.
 

Ein Kommentar

  1. Hallo Manja,

    Schöne Rezi, die mich neugierig gemacht hat. Ich mag es, wenn sich Charaktere richtig weiterentwickeln und am Ende ganz anders sind, als zu Beginn 🙂

    Liebe Grüße,
    Tascha

Kommentare sind geschlossen.

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