Gelesen: „Schwarze Häuser“ von Sabine Ludwig

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Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
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Verlag: Dressler (21.
Juli 2014)
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3791512048
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ISBN-13: 978-3791512044
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Vom Hersteller empfohlenes Alter: 10 – 12 Jahre

Kurzbeschreibung:
Packend und
berührend – das persönlichste Buch von Sabine Ludwig.

Die zwölfjährige Uli kommt sechs Wochen zur Erholung auf eine Nordseeinsel.
Dort erwartet sie jedoch alles andere als ein Urlaub. Denn keins der Kinder ist
freiwillig im Kurheim. Das Heimweh ist groß, der Wind heult ums Haus, das Essen
schmeckt schrecklich. Trost findet Uli bei ihren neuen Freundinnen Fritze,
Freya und Lieschen. Gemeinsam bibbern sie im kalten Waschraum, helfen sich beim
Schuheputzen und überstehen auch die gemeinsten Strafen. Doch eines Tages ist
Freya verschwunden. Heimlich machen sich die Mädchen auf die Suche und finden
sie weit draußen im Watt…
(Quelle: Dressler)
Meine Meinung:
Die 12-jährige Uli wird in den Sommerferien in eine Art
Kurheim für Kinder auf eine Nordseeinsel verschickt. Im Heim gibt es lieblose
Betreuerinnen und die Mädchen und Jungen sind strikt voneinander getrennt. Das
Essen ist schlecht, es ist kalt und auch sonst müssen vor allem die Mädchen
einiges über sich ergehen lassen.
Doch die Mädchen freunden sich miteinander an, finden
Halt beieinander und können nur so die Zeit überstehen …
Das Kinderbuch „Schwarze Häuser“ stammt von der Autorin
Sabine Ludwig. Sie ist eine bekannte Kinderbuchautorin, ich persönlich kannte bisher nur ein Buch für Jugendliche von ihr.
Die Charaktere im Buch sind alle sehr schön dargestellt.
Man kann sich Uli, Fritze, Freya oder auch Anneliese sehr gut vorstellen.
Allerdings taten mir die Kinder beim Lesen doch ziemlich leid. Man wünscht sich
eigentlich sie alle mal richtig fest in den Arm nehmen zu können, denn sie
müssen viel Leid ertragen. Mit der Zeit aber entwickeln sich Freundschaften,
besonders unter den Mädchen. Sie fangen an sich zu öffnen, erzählen über ihre
Familien, ihren Alltag. Das gefiel mir gut, denn so kann man sich als Leser
einen doch guten Eindruck über die Mädchen machen.
Die Betreuerinnen, hier Schwestern genannt, haben mir
ganz und gar nicht gefallen. Sie wirken lieblos und bösartig. Sie behandeln die
Kinder wie Leibeigene, die Arbeiten verrichten müssen.
Der Schreibstil der Autorin ist kindgerecht flüssig und
leicht zu lesen. Da das Geschehen in den 60-ziger Jahren spielt ist die Sprache
teilweise an diese Zeit angepasst. Trotzdem ist alles sehr gut zu verstehen.
Es gibt einige sehr schöne Bleistiftzeichnungen, die gut
zum Geschriebenen passen.
Das Geschehen selber hat mich sehr bedrückt und
nachdenklich gestimmt. Die Stimmung ist deprimierend und dadurch, dass die
Gefühle sehr gut zum Leser transportiert werden, fühlt man sich mit den Kindern
verbunden. Sabine Ludwig hat ins Geschehen eigene Erfahrungen eingebracht, so
wirkt alles sehr realistisch und vor allem glaubhaft.
Das Buch ist laut Verlag für Leser ab einem Alter von ca.
10 Jahren geeignet. Ich empfinde dies aber ein wenig zu tief angesetzt, denn
die Handlung ist anspruchsvoll. Wenn Kinder es in diesem Alter lesen wollen,
dann ist es empfehlenswert sie als Eltern dabei zu begleiten. Die bedrückende
Stimmung im Buch könnte einem Kind doch sehr zu schaffen machen und es wird
Gesprächsbedarf bestehen hinterher.
Fazit:
Zusammenfassend gesagt ist „Schwarze Häuser“ von Sabine
Ludwig ein doch sehr anspruchsvolles Kinderbuch.
Gut dargestellte Charaktere, der kindgerechte flüssige
Stil und eine Handlung, die bedrückt und deprimiert haben mich während des
Lesens sehr nachdenklich gestimmt und betroffen zurückgelassen.
Dennoch empfehle ich das Buch weiter! Man sollte sich
aber im Klaren sein das man hier kein Buch bekommt wo alles eitel Sonnenschein
ist!

Ich danke dem Verlag für das Rezensionsexemplar und Katja für die Organisation der Leserunde auf Lovelybooks.
 

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