Gelesen: „Schuld“ von Grit Poppe


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Broschiert: 336 Seiten
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Verlag: Dressler (21. Juli
2014)
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3791516345
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ISBN-13: 978-3791516349
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Vom
Hersteller empfohlenes Alter:

14 – 17 Jahre

Kurzbeschreibung:
Liebe und Verrat im
Schatten der Mauer.

Jana ist fünfzehn, lebt mit ihren linientreuen Eltern in der DDR und ist zum
ersten Mal verliebt. In Jakob. Aber ihre Eltern verbieten ihr den Umgang mit
Jakob. Sie nennen ihn einen Staatsfeind. Außerdem hat Jakobs Familie einen
Ausreiseantrag gestellt. Sieht Jana ihren Freund vielleicht bald nie wieder?
Und dann verschwindet Jakob wirklich. Er landet im Gefängnis, weil es in seinem
Land gefährlich ist, Kritik am System zu üben. Jana vermisst Jakob so sehr und
macht sich schreckliche Vorwürfe. Hätte sie besser auf ihn aufpassen müssen?
Wurde Jakob verraten? Und war das vielleicht sogar ihre Schuld?
(Quelle: Dressler)
Meine Meinung:
Als Janas Vater in Berlin eine neue Stelle bekommt zieht
sie zusammen mit ihren Eltern vom Land in die Hauptstadt. Doch für Jana ist dies
alles andere als leicht. Sie findet in der Schule kaum Anschluss, ist sie doch
für alle immer nur das Landei.
Nur einer nimmt Jana in Schutz, Jakob. Das verwundert
Jana, hat sie doch eigentlich gar nichts mit ihm zu tun. Außerdem seine Familie
will doch eh weg, hat einen Ausreiseantrag gestellt. Janas Eltern ist Jakob ein
Dorn im Auge, sind sie doch DDR treue Bürger, die nichts gegen das Regime sagen.
Und doch verbringen Jana und Jakob immer mehr Zeit
miteinander, er öffnet ihr mehr und mehr die Augen was wirklich in der DDR
passiert. Er übt offen Kritik am Land und bekommt die Auswirkungen zu spüren,
landet im Gefängnis deswegen.
Haben Jana und Jakob eine Chance? Wie wird es weitergehen
mit den beiden?
Das Jugendbuch „Schuld“ stammt von der Autorin Grit
Poppe. Sie hat bereits andere Bücher veröffentlicht, ebenfalls mit dem Thema
DDR, für mich war dies das erste Buch von ihr. Aber mit großer Sicherheit war
es nicht das letzte.
Jana ist 15 Jahre alt und soweit ein normales junges
Mädchen. Sie lebt in der ehemaligen DDR, geht dort zur Schule. In Berlin ist
sie neu und tut sich schwer Anschluss zu finden. Ihre Eltern sind treue DDR
Bürger, üben keine Kritik an der Regierung, eher im Gegenteil. Ihnen ist alles,
was passiert recht so wie es ist. Zu Jakob fühlt sich Jana hingezogen, ihren
Eltern ist er eher ein Dorn im Auge.
Jakob ist Janas Klassenkamerad. Er ist ein richtiger
Rebell, lehnt sich gegen das DDR-Regime auf wo er nur kann. Jakob will frei
sein, reisen und nicht so eingesperrt wie in der DDR. Seine Familie hat bereits
einen Ausreiseantrag gestellt. Er übt sogar öffentlich Kritik an der Regierung.
Die Folge davon bekommt er hautnah zu spüren, muss sogar ins Gefängnis dafür.
Die anderen im Buch vorkommenden Figuren spielen nur am
Rande eine Rolle. Einzig Janas Vater nimmt eine größere Rolle ein. Diese ist
gut dargestellt und seine DDR Ergebenheit kommt glaubhaft rüber.
Der Schreibstil der Autorin ist jugendlich und flüssig zu
lesen. Es ist alles gut zu verstehen und man kommt gut durch die Seiten.
Geschildert wird das Geschehen abwechselnd aus den Perspektiven
von Jana und Jakob. Zwischendrin gibt es kursive Passagen, diese spielen sich
in der Gegenwart, dem heute, nach dem Mauerfall, ab und schildern Janas
Erlebnisse.
Die Handlung fesselt in dem Sinne, dass man sich alles
was damals passiert ist sehr gut vorstellen kann. Es ist interessant zu lesen
was auch hinter den Kulissen abging damals. Und gerade ich als DDR Kind, die 7
Jahre in der DDR gelebt hat, war es eine Reise in die Vergangenheit. Zwar kann
ich mich nicht mehr an alles erinnern, doch die Zeit, in der das Geschehen
spielt, ist mir noch geläufig. Die Geschehnisse sind wirklich gut wiedergegeben,
auch wenn es sicherlich kein einfacher Inhalt ist.
Es ist alles nachvollziehbar, besonders auch dadurch, dass
es am Ende des Buches ein Glossar gibt, wo die wichtigsten Begriffe erläutert werden.
Das Ende hat mir gefallen. Es ist zwar etwas vorhersehbar
aber mich persönlich hat dies nicht gestört. Es rundet das Buch sehr gut ab und
lässt den Leser zufrieden zurück.
Fazit:
Alles in Allem ist „Schuld“ von Grit Poppe ein Jugendbuch
das die Geschehnisse der DDR sehr gut wiedergibt.
Authentische Charaktere, der jugendliche Stil und eine
Handlung, die fesselt aber auch nachdenklich stimmt, haben mich hier vollends
überzeugt.
Klar zu empfehlen!

Ich danke dem Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.
 

Ein Kommentar

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