Gelesen: „Die seltsame Berufung des Mr Heming“ von Phil Hogan

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Gebundene Ausgabe: 367 Seiten
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Verlag: Kein & Aber (1. Juli 2014)
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3036957049
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ISBN-13: 978-3036957043
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Originaltitel: A
Pleasure and a Calling

Kurzbeschreibung:
Dem Immobilienmakler William Heming sollte man sich auf
keinen Fall anvertrauen, so einnehmend er auch ist. Kaum hat er einen
Verkaufsvertrag abgeschlossen, lässt er den Schlüssel duplizieren und schleicht
sich in Abwesenheit der Bewohner nicht nur in deren Häuser – wo er mit Vorliebe
alles begutachtet, seinen Hunger stillt, aber gerne auch mal etwas repariert -,
sondern er schleicht sich vor allem in deren Leben. 
Sein Hobby wird immer riskanter, seine Taktik immer ausgefeilter, seine Obsession immer dominanter – bis
es zum ersten Toten kommt. Und Mr Heming sich verliebt.
(Quelle: Kein & Aber)
Meine Meinung:
William Heming ist Immobilienmakler. Er versucht seine
Mandanten immer glücklich zu machen. Allerdings, was keiner weiß, er behält
wann immer er ein Objekt an den Mann bzw. Frau gebracht hat, einen Schlüssel
zurück. So kann er in Abwesenheit der Bewohner in deren Häuser und vielleicht
hier mal einen Wasserhahn reparieren oder da eine Glühbirne austauschen. Allerdings
schleicht er sich so in deren Leben und das ist auch kriminell.
Seine Angewohnheiten werden immer extremer, es kommt zu
immer mehr riskanten Dingen und sein Leben wird unkontrollierbar und zunehmend
hektischer. Bis zu dem Tag an dem es einen Tod gibt und William sich verliebt…
Der Roman „Die seltsame Berufung des Mr. Heming“ stammt
von Autor Phil Hogan. Es ist das erste Buch des Autors das ins Deutsche
übersetzt wurde und ich war richtig gespannt darauf Mr. Heming kennenzulernen.
William Heming ist ein wirklich unsympathischer ziemlich
merkwürdiger Typ. Aber ich finde gerade das macht ihn auch irgendwie
interessant. Er hat die Angewohnheit Schlüssel seiner Objekte zu behalten wenn
er sie verkauft hat. Er sammelt die Schlüssel regelrecht, es ist ein Zwang.
Auch die anderen im Buch vorkommenden Charaktere sind
jetzt nicht unbedingt so, dass man sagen könnte man mag sie ohne Umschweife.
Aber ich vermute sehr stark der Autor hat es gewollt. Man soll sich Gedanken um
sie machen, sich mit ihnen auseinander setzen. Und das ist gelungen.
Der Schreibstil des Autors ist flüssig und sehr gut zu
lesen. Er ist humorvoll und man fühlt sich sehr gut unterhalten.
Geschildert wird das Geschehen aus Sicht von William
Heming in der Ich-Perspektive. Man bekommt also einen schonungslosen Einblick
in seinen Kopf, lernt ihn so kennen.
Die Handlung an sich ist mehr als skurril. Ich meine so
ein Immobilienmakler ist mir wirklich noch nicht untergekommen. Es wird nicht
alles chronologisch geschildert, immer wieder gibt es Rückblenden in die nahe Vergangenheit,
Williams Kindheit und auch Jugend. Man versucht als Leser aus diesen Passagen herauszulesen
weshalb William diese Neigung hat. Man kann aber zu jeder Zeit problemlos
folgen.
Neben schwarzen Humor kommt aber auch ein wenig Liebe im
Buch vor und es gibt sogar krimiähnliche Züge.
Das Ende hat mich leider nicht so ganz überzeugt. Die
Hintergründe, warum William Heming so ist wie er ist wurden für meinen
Geschmack nicht genügend aufgeklärt.
Fazit:
Alles in allem ist „ Die seltsame Berufung des Mr. Heming“
von Phil Hogan ein Roman der anders ist als andere.
Ein eigentlich unsympathischer Protagonist, der aufgrund
seiner Eigenart schon wieder sympathisch ist, der humorvolle gut zu lesende
Stil und eine Handlung die herrlich skurril ist haben mir hier kurzweilige sehr
unterhaltsame Lesestunden beschert.
Durchaus lesenswert!

Ich danke dem Verlag für das bereitgestellte Leseexemplar.
 

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