Gelesen: „Was die Welle nahm“ von Vera Kissel

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Gebundene
Ausgabe:
256 Seiten
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Verlag: Dressler (21. Juli 2014)
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3791511106
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ISBN-13: 978-3791511108
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Vom
Hersteller empfohlenes Alter:

13 – 16 Jahre

Kurzbeschreibung:
Wenn die Wahrheit
anders ist, als du glaubst.
Ausschlafen, schwimmen, rumhängen. Eigentlich könnte der 14-jährige Lukas
tun, was er will. Doch zu sehr beschäftigt Lukas der Gedanke an seinen Vater,
der beim schrecklichen Tsunami vor zehn Jahren ums Leben kam – und viel mehr
noch die Frage, warum niemand über den Vater spricht. Es ist, als hätte es ihn
nie gegeben. Auf der Suche nach einer Erklärung entdeckt Lukas etwas, das ihn
zunächst völlig aus der Bahn wirft.
(Quelle: Dressler)
Meine Meinung:
Lukas ist 14 Jahre alt und er vermisst seinen Vater.
Dieser kam vor 10 Jahren bei dem verheerenden Tsunami ums Leben. Mit seiner
Mutter lebt er in Berlin-Neukölln, doch mit ihr über den Vater reden kann er
nicht. Es gibt auch keine Fotos oder andere Erinnerungsstücke. Nur ein längst
verwachsenes Foto nennt Lukas sein Eigen. Als seine Mutter mit ihrem Freund
Urlaub macht stellt Lukas Nachforschungen an. Doch ist er wirklich bereit für das,
was er herausfindet?
Das Jugendbuch „Was die Welle nahm“ stammt von der
Autorin Vera Kissel. Es ist das erste Buch der Autorin und ich war wirklich
gespannt darauf, denn wer hat die Bilder nicht vor Augen, wie sich damals diese
riesige Welle ihren Weg ins Landesinnere bahnte. Allerdings geht es hier nicht
um den Tsunami direkt, sondern um die Auswirkungen danach.
Der Protagonist Lukas ist 14 Jahre und eigentlich ein
ganz normaler Teenager in Berlin-Neukölln. Er grübelt ziemlich viel und ist
ziemlich leicht beeinflussbar. Beim Tsunami damals hat Lukas seinen Vater
verloren. Er trauert, immer wieder fragt er sich „Was wäre wenn…?“ Ich fand
Lukas sympathisch, konnte mich gut in ihn hineinversetzen.
Auch die anderen Figuren, wie seine Mutter Anja, die kein
Wort über ihren damaligen Mann verliert und längst einen neuen Freund hat, sind
gut gezeichnet.
Der Schreibstil der Autorin ist zu Beginn sehr
gewöhnungsbedürftig. Sie verwendet teils kurze knappe Sätze, manchmal auch nur
ein Wort, und es fehlen des Öfteren Satzzeichen. Wenn man sich aber daran
gewöhnt hat kommt man sehr flüssig und gut voran.
Geschildert wird das Geschehen aus Sicht von Lukas. Man
bekommt so einen sehr guten Einblick in seine Gefühlswelt, lernt ihn kennen und
kann seine Handlungen nachvollziehen und verstehen.
Die Handlung strotzt jetzt nicht vor übermäßiger Spannung.
Es ist eher das Emotionale, das den Leser hier gefangen nimmt. Man begleitet Lukas
auf der Suche nach Antworten, fühlt mit ihm, ist bewegt von dem was er
herausfindet.
Das Ende hat mir gefallen. Es ist ein guter Abschluss,
macht das Buch rund. Es hat mich bewegt zurückgelassen.
Fazit:
Kurz gesagt ist „Was die Welle nahm“ von Vera Kissel ein
authentisches Jugendbuch.
Der sympathsiche Protagonist, ein eher
gewöhnungsbedürftiger aber dann wirklich guter Stil und eine Handlung, die
emotional ist haben mich bewegt und vollkommen überzeugt.
Wirklich zu empfehlen!

Ich bedanke mich beim Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar!

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