Gelesen: „Jetzt spricht Dylan Mint und Mr Dog hält die Klappe“ von Brian Conaghan

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Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
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Verlag: Arche (25.
August 2014)
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3716027138
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ISBN-13: 978-3716027134
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Kurzbeschreibung:
Das Leben ist echt nicht fair. Schon gar nicht, wenn man
wie Dylan Mint an Tourette leidet und nur noch sechs Monate zu leben hat. Und
das mit sechzehn! Mr Dog nennt er seine Krankheit, und
dieser bellende, fluchende Hund lässt sich nicht kontrollieren. Das ist aber
noch nicht alles: Sein bester Kumpel Amir ist Pakistani und hat Asperger. Sobald
jemand Amir »stinkendes Curry« nennt, dreht Mr Dog total durch. Rassismus geht
gar nicht! Außerdem vermisst Dylan seinen Vater, der als Soldat in Afghanistan
dient. Glaubt Dylan jedenfalls. Und er findet, dass seine Mum in letzter Zeit
ziemlich komisch ist. Warum heult sie die ganze Zeit und redet nicht mit ihm
über den Tod? Und nicht zu vergessen sexy Michelle Malloy, die ADHS und einen
Klumpfuß hat und auch ohne Tourette exzellent fluchen kann. Drei Dinge nimmt
Dylan sich für seine letzten sechs Monate vor: Mit Michelle Malloy schlafen,
seinen Vater nach Hause holen und Amir einen neuen besten Kumpel besorgen.
Alles eine echte Herausforderung, aber Dylan lässt nicht locker. Auch dann
nicht, wenn Mr Dog wieder in ihm rumort und dauernd die Tour vermasselt. Und
schließlich, wie so oft im Leben, ist sowieso nichts und niemand wie gedacht.
(Quelle: Arche)
Meine Meinung:
Dylan Mint ist 16
Jahre alt und leidet am Tourette Syndrom. Bei einem Routinecheck hört er heraus,
dass er nur noch 6 Monate zu leben hat. Die Zeit bis Dylan stirbt möchte er nun
sehr gut nutzen. Er macht sich eine Liste mit wichtigen Dingen, die er
unbedingt noch machen muss. Beispielsweise „mit einem echten Mädchen Sex haben“
oder auch „einen neuen besten Kumpel für Amir finden“. Manche Dieser Dinge
klappen gut, andere nicht so wirklich.
Dylan durchlebt
eine turbulente Zeit mit so einigen Hindernissen, denn nichts ist im Leben so
wie man es denkt …
Der Roman „Jetzt
spricht Dylan Mint und Mr Dog hält die Klappe“ stammt vom Autor Brian Conaghan.
Es ist das Debütwerk des Autors.
Dylan Mint ist 16 Jahre alt und leidet am Tourette
Syndrom. Er geht auf eine spezielle Schule, möchte aber eigentlich gar nicht
speziell behandelt werden. Dylan ist sehr intelligent, interessiert sich für Fußball
und sonst ist er eigentlich ein Teenager wie jeder andere in seinem Alter,
außer wenn er impulsiv Mr Dog, so seine Bezeichnung für das Tourette Syndrom,
von der Leine lässt. Er lebt mit seiner Mutter alleine, sein Vater ist im Krieg
in Afghanistan, denkt er zumindest. Dylan ist gegen Rassismus und möchte gerne
cool sein. Und Dylan ist gerade ein wenig verliebt, irgendwie zumindest. Ich
mochte Dylan mit jeder Seite, die ich gelesen habe immer mehr, er ist wirklich sympathisch
und absolut liebenswert.
Sein bester Kumpel Amir ist Pakistani und auch ihn mochte
ich sehr gerne. Er ist der typische beste Freund, immer für Dylan da, steht ihm
mit Rat und Tat zur Seite. Er lockert die gesamte Geschichte auf.
Aber auch die anderen Charaktere, wie Dylans Mutter,
seine Mitschüler oder auch die Lehrer, sind alle wirklich sehr gut gelungen.
Sie wirken glaubhaft und authentisch.
Der Schreibstil des Autors ist ungeschönt und jugendlich.
Er schreibt wie Dylan spricht ohne Schnörkel und es macht wirklich sehr viel
Spaß das Buch zu lesen.
Geschildert wird das Geschehen aus Sicht von Dylan in der
Ich-Perspektive. Man lernt ihn so genauestens kennen und ist immer dabei.
Die Handlung selber strotzt jetzt nicht vor riesiger
Spannung. Sie ist sehr unterhaltsam und teilweise auch recht skurril.
Das Thema Tourette wurde vom Autor ungeschönt
wiedergegeben. Er selbst leidet auch an Tourette und bringt so seine
Erfahrungen mit der Krankheit sehr gut zum Ausdruck. Er baut Vorurteile ab und
schildert das Leben von Betroffenen und deren Angehörigen und Freunde so wie es
sich Tag für Tag wirklich abspielt.
Fazit:
Abschließend gesagt ist „Jetzt spricht Dylan Mint und Mr
Dog hält die Klappe“ von Brian Conaghan ein großartiger Roman mit einem alltäglichen Thema.
Der sympathische Protagonist, der ungeschönte Stil und
eine Handlung, die einen guten Einblick in den Alltag von Personen mit Tourette
Syndrom bietet und mit Vorurteilen aufräumt haben mich hier sehr gut
unterhalten und begeistert.
Absolut zu empfehlen!
Ich danke dem Verlag für das Rezensionsexemplar.
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