Gelesen: „Alle Augen auf dich“ von Gina Mayer

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Broschiert: 336 Seiten
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Verlag: script5 (21. Juli 2014)
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 383900165X
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ISBN-13: 978-3839001653


Kurzbeschreibung:
Eine Entführung,
die online übertragen wird; Lösegeld, das per Crowdfunding finanziert werden
muss – Gina Mayer erzählt einen spannenden psychologischen Thriller über das
Verbrechen im Zeitalter von YouTube und Facebook.

Myriam Bellinger, Star der Internetserie Missing, wurde entführt. Die Täter
hinterlassen keine Spuren, und Hauptkommissarin Amelie Fröhlich, die die
Ermittlungen leitet, tappt völlig im Dunkeln. Da erscheint auf der Fanpage der
Serie ein Videoblog. Man sieht – Myriam Bellinger, gefesselt, misshandelt und
gefangen in einer winzigen Zelle. Tag für Tag kann die schockierte
Öffentlichkeit Myriams Leiden nun online mitverfolgen. Dabei scheint sie sich
zunehmend in einen ihrer Entführer zu verlieben. Die Kommentare der
Internetgemeinde werden immer emotionaler, und die Klickzahlen schießen in die
Höhe. Erst recht, als die erste Lösegeldforderung eintrifft: Zwei Millionen
Euro, zu finanzieren über Crowdfunding!
(Quelle: script5)
Meine Meinung:
Myriam Bellinger wir entführt. Sie ist der Star einer
Internetserie. Das Lösegeld wird nicht einfach so bereit gestellt sondern soll
mittels Crowdfunding finanziert werden. Zuerst hat die eingeschaltete Polizei keinerlei
Hinweise darauf wo Myriam sein könnte, doch dann taucht ein Videoblog auf
Myriams Fanpage auf. Zu sehen ist Myriam, wie sie misshandelt wird. Von da an
können die Fans Myriam tagtäglich auf der Fanpage sehen und ihren Kommentar
dalassen.
Wird Myriam noch gefunden? Und kennt sie vielleicht sogar
den Täter?
Der Jugendthriller „Alle Augen auf dich“ stammt von der Autorin
Gina Mayer. Es war nicht das erste Buch das ich von ihr gelesen habe. Ich mag
Ginas Stil sehr und war wirklich gespannt darauf was mich hier erwarten würde.
Die Protagonistin Myriam ist nur durch Erzählungen und
eben Videos vertreten. So lernt man sie kennen. Sie kommt aus einer
gutbürgerlichen Familie, ihr Vater ist Pfarrer, ihre Mutter engagiert sich auf
sozialer Ebene. Myriam ist Schauspielerin. Die Online-Serie „Missing“ ist sehr erfolgreich.
Allerdings ist Myriam nicht so glücklich damit, viel lieber würde sie am
Theater Karriere machen.
Ihr Freund Jo ist eigentlich das komplette Gegenteil von
Myriam. Er hat eigentlich immer chronischen Geldmangel, denn als Drehbuchautor
ist er nicht sonderlich erfolgreich. Außerdem ist Jo alkoholabhängig. Seine Beziehung
zu Myriam ist ihm aber heilig, er will sie nicht verlieren. Zwischen den Zeilen
gelesen merkt man als Leser das Jo das Herz am richtigen Fleck hat.
Auch die anderen Charaktere, wie Lily, Myriams
merkwürdige Mitbewohnerin, die schwer einzuschätzen ist, oder Erin, der
Filmproduzent, der mir total unsympathisch war oder auch Amelie, die
Kommissarin, die mit Myriams Fall betraut wird, sind Gina Mayer wirklich gut
gelungen. Sie sind facettenreich gezeichnet und wirken glaubhaft.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig lesbar und hat
mich gefesselt. Bereits nach wenigen Worten war ich gefangen und wollte wissen
wie es wohl weitergeht.
Geschildert wird das Geschehen abwechselnd aus Sicht von
Jo und der Kommissarin Amelie. So bekommt man als Leser sowohl Einblick ins
private Umfeld von Myriam als auch in die Ermittlungsarbeit der Polizei.
Die Handlung selber ist spannend gehalten. Immer wieder
hat Gina Mayer mich auf falsche Fährten gelockt, die sich dann als nichtssagend
herausgestellt haben. Man erfährt näher wie Crowdfunding funktioniert oder auch
wie eine Serie im Internet nur durch Klicks am Laufen gehalten wird. Es geht
unblutig zu, daher ist der Thriller wirklich gut für Jugendliche geeignet.
Das Ende hat mich überrascht. Allerdings war es doch
recht unspektakulär und manches war vielleicht ein wenig einfach und zu schnell
gelöst. Es ist aber schlüssig und passt so wie es ist zur Gesamthandlung.
Fazit:
Abschließend gesagt ist „Alle Augen auf dich“ von Gina
Mayer ein Jugendthriller zu einem doch recht aktuellen Thema.
Die gut beschriebenen Charaktere, der flüssig lesbare
Stil und eine Handlung die mich ein ums andere Mal auf falsche Fährten gelockt
hat, mir allerdings vom Ende her etwas zu einfach war, haben mir spannende
Lesestunden beschert und mich gut unterhalten.
Durchaus lesenswert!
Ich danke der Autorin und dem Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

Ein Kommentar

  1. Das klingt nach einer wirklich abgedrehten Geschichte. Eigentlich verwunderlich, dass sowas in der Zeit der Internet-Hypes nicht schon längst passiert ist. Die Idee des Buches reizt mich echt. Danke also für den Tipp!

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