Gelesen: „Ein Weg zurück“ von Kerstin Hohlfeld

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Format: Kindle Edition
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Dateigröße: 2483 KB
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Seitenzahl
der Print-Ausgabe:
303 Seiten
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Verlag: bookshouse
(1. Mai 2014)
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Sprache: Deutsch
Das Buch kaufen – Kindle
/ ePub

Kurzbeschreibung:
Alles scheint perfekt im Leben von Irina von Lehnberg.
Die prominente Berliner Radiomoderatorin hat ihren Traumjob, verkehrt in den
besten Kreisen und ist glücklich liiert. Doch dann erreicht sie ein Brief, der
alles verändert. Fünfundzwanzig Jahre, nachdem sie als Mädchen aus einfachen
Verhältnissen überstürzt die DDR verlassen hat, reist sie zurück in ihre
Vergangenheit. Sie begegnet den Menschen, die sie damals im Stich gelassen hat,
und stellt sich ihren bedrückenden Erinnerungen. Schon bald begreift sie, dass
nach dieser Reise nichts mehr wie vorher sein wird.
Ein Roman über die Macht der Vergangenheit und die zwei Hälften eines Lebens,
die nur zusammen ein Ganzes bilden.
(Quelle: Bookshouse)
Meine Meinung:
Irina von Lehnberg ist eine erfolgsverwöhnte junge Frau,
in deren Leben alles perfekt zu laufen scheint. Bis zu dem Tag an dem sie ein
Brief ihrer ehemaligen Freundin Viola erreicht. Dieser Brief verändert alles.
Nach 25 langen Jahren, in denen Irina, die damals Kathrin hieß, ihre
Vergangenheit komplett ausgeblendet hat, reist sie nun zurück nach Biebersleben
und somit zurück in die Vergangenheit. Sehr schnell merkt Irina, dass sich die Vergangenheit
doch nicht so einfach abschütteln lässt wie sie geglaubt hat und das sie durch
diese geprägt wurde.
Der Roman „Ein Weg zurück“ stammt von der Autorin Kerstin
Hohlfeld. Es war mein erstes Buch der Autorin und ich war doch sehr gespannt
darauf, denn der Klappentext klang vielversprechend.
Die Protagonistin Irina von Lehnberg scheint in der
Gegenwart sehr erfolgreich und zufrieden zu sein. Es geht ihr gut, sie ist
glücklich und verkehrt in guten Kreisen. Doch nach und nach erfährt der Leser
wie Irinas Leben früher war. Früher, in der ehemaligen DDR hieß sie noch Kathrin
und diese Vergangenheit ist erdrückend und schwierig. Kathrin war nicht immer
glücklich und zufrieden, es gab des Öfteren Probleme. Sie hatte Viola, ihre
Freundin, „Hase“, der eigentlich Ben hieß und auch Philipp.  Irina hat durch ein Ereignis die Vergangenheit
ausgeblendet ihr Leben regelrecht hinter sich gelassen. Ich muss zugeben am
Anfang hatte ich das Gefühl Irina wirkt ein wenig eingebildet aber je mehr man
über ihre Vergangenheit erfährt desto besser kam ich mit ihr klar. Am Ende
mochte ich sie sogar.
Auch die Nebenfiguren, wie Viola, „Hase“, Philipp oder
auch die „Gräfin“ sind Kerstin Hohlfeld ganz wunderbar gelungen. Sie sind
vielseitig, einzigartig und runden das Buch schön ab.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig lesbar, lebendig
und sehr bildhaft. Man kann sich die Orte sehr gut vorstellen und fühlt sich
als ob man quasi dabei wäre.
Geschildert wird das Geschehen im personalen Erzählstil
in verschiedenen Perspektiven. Es gibt drei Zeitebenen in denen sich das
Geschehen abspielt. Einmal die Kindheit von Kathrin, 1980 bis 1982, dann die
Zeit um 1989 und die Gegenwart. Man kommt als Leser aber nie durcheinander,
denn zu Beginn steht immer drüber in welcher Zeit man sich gerade befindet.
Die Handlung stimmt nachdenklich. Es geht um Freundschaft
und darum wie die eigene Vergangenheit einen Menschen prägt.
Da Leben der ehemaligen DDR wird sehr anschaulich
beschrieben. Da ich selber ein paar Jahre in der DDR gelebt habe kamen ein paar
Erinnerungen wieder hoch. Man fühlt sich zurück versetzt.
Das Ende ist schön und passend so wie es ist. Es bewegt
und man fragt sich als Leser auch wie es wohl mit Irina und den anderen
weitergehen könnte.
Fazit:
Kurz gesagt ist „Ein Weg zurück“ von Kerstin Hohlfeld
eine schöner Roman, der zum Nachdenken anregt.
Eine Protagonistin, die nicht ohne Fehler ist, der
flüssig lesbare lebendige Stil und eine Handlung, die das Leben der DDR gut
wiedergibt und die aufwühlt haben mir hier wunderbare Lesestunden beschert und
mich überzeugt.
Sehr empfehlenswert

Ich danke dem Verlag für das eBook und die Leserunde auf Lovelybooks.

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