Gelesen: „Der Klang der blauen Muschel“ von Beatrix Mannel

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Taschenbuch: 544 Seiten
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Verlag: Diana
Verlag
(11. August 2014)
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 345335785X
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ISBN-13: 978-3453357853

 

Kurzbeschreibung:
Ein folgenschwerer
Verrat im fernen Paradies
Samoa 1905: Die junge Henriette wandert in die deutsche
Südsee-Kolonie aus. Aber sie ist einsam und nicht glücklich in diesem Paradies.
Erst zusammen mit einem samoanischen Prinzen, der ihr eine magische Muschel
anvertraut, entdeckt sie die Schönheit und die Geheimnisse der sagenumwobenen
Insel. Doch genau diese Begegnung bringt Unheil über ganz Samoa, und Henriette
muss nach San Francisco fliehen. Noch einmal glaubt sie von vorn anfangen zu
können, doch der Klang der blauen Muschel holt sie immer wieder ein …
(Quelle: Diana Verlag)
Meine Meinung:
München im Jahr 1905:
Henriette und Sophie sind Zwillinge. Sie planen gemeinsam mit ihrer Mutter und
ihrer Schwester Ella nach Samoa auszuwandern. Dort möchte sich der Vater eine
Existenz als Plantagenbesitzer aufbauen. Doch kurz vor der Abreise erkrankt
Sophie und Henriette muss alleine nach Samoa reisen.
Dort wird ihr bald schon ein Verlobter vorgesetzt, der
zwei Seiten zu haben scheint. Henriette ist nicht sonderlich begeistert, ist
sie doch viel eher von einem Einheimischen fasziniert. Von ihm bekommt sie auch
eine blaue Muschel geschenkt.
Doch schon bald bahnt sich eine Katastrophe an …
Der historische Roman „Der Klang der blauen Muschel“
stammt von der Autorin Beatrix Mannel. Es war mein insgesamt zweiter Roman der
Autorin und ich war wirklich gespannt darauf was mich hier wohl erwarten würde.
Henriette ist eine absolut sympathische Protagonistin.
Sie ist liebeswürdig und aufgeschlossen. Einerseits versucht sie den
Forderungen ihrer Familie gerecht zu werden, möchte aber andererseits ihre
eigenen Wünsche auch gerne erfüllen. Auf Samoa wird ihr von ihrem Vater ein
Verlobter vorgesetzt, der ihr nicht sonderlich angenehm ist. Ihn soll sie
heiraten um die Familie vor dem Ruin zu retten. Dabei aber ist Henriette in
Tamatoa verliebt. Er ist Samoaner und schenkt Henriette eine blaue Muschel.
Die Nebenfiguren, wie beispielsweise Ernst-Otto,
Henirettes Verlobter der zwei Gesichter zu haben scheint, oder auch Nian, da
Hausmädchen das mich wirklich fasziniert hat, sind Beatrix Mannel ebenso gut
gelungen. Sie sind facettenreich und vielseitig gestaltet.
Der Schreibstil der Autorin ist wunderbar. Sie beschreibt
die Szenen und Orte sehr detailliert, man kann es sich alles wunderbar
vorstellen. Auch sonst lässt sich der Roman wirklich zügig lesen.
Die Handlung ist eine Mischung aus Abenteuer, Spannung
und Romantik. Und auch geschichtliche Fakten hat Beatrix Mannel sehr gut ins Geschehen
eingebaut. So kommen zum Beispiel auch historische Persönlichkeiten wie Jack
London im Geschehen vor. Beatrix Mannel hat alles wirklich sehr gut
recherchiert und bringt dem Leser Samoa und San Francisco im frühen 20.
Jahrhundert dem Leser näher. Und auch Geschehnisse der damaligen Zeit, wie das
Erdbeben von San Francisco hat Beatrix Mannel eingebaut.
Immer wieder taucht die blaue Muschel im Roman auf. Sie
ist so etwas wie der rote Faden in der Handlung, was mir persönlich wirklich
gut gefiel.

Das Ende des Buches ist leider ziemlich schnell absehbar. Allerdings möchte man
als Leser trotz allem wissen wie Henriette zu ihrem persönlichen Glück kommt,
welche Hindernisse sie dabei überwinden muss.
Fazit:
Alles in Allem ist „Der Klang der blauen Muschel“ von
Beatrix Mannel ein sehr schöner historischer Roman vor einer tollen Kulisse.
Die sympathisch gestaltete Protagonistin, der wunderbar
zu lesende Stil und eine Handlung mit einer Mischung aus Spannung, Abenteuer
und Romantik, gepaart mit Historie haben mich hier wirklich gut unterhalten.
Durchaus lesenswert!
Ich danke dem Verlag für das bereitgestellte Exemplar.
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