Gelesen: „Atemnot“ von Ilsa J. Bick

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Taschenbuch: 352 Seiten
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Verlag: Egmont INK
(4. September 2014)
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3863960645
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ISBN-13: 978-3863960643
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Vom
Hersteller empfohlenes Alter:

14 – 17 Jahre
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Originaltitel: Drowning Instinct
Das Buch beim Verlag

Kurzbeschreibung:
Es gibt Geschichten, in denen das Mädchen seinen Prinzen
findet, und sie lebten glücklich und zufrieden bis an ihr Lebensende. So eine
Geschichte ist das hier nicht. Jenna Lords Leben verlief bisher nicht gerade
wie im Märchen. Ihr Vater ist ein kontrollbesessener Neurotiker und ihre Mutter
Alkoholikerin. Früher war ihr älterer Bruder ihr einziger Halt, doch jetzt ist
er im Irak stationiert. Und vor einigen Jahren wäre Jenna beinah bei einem
Hausbrand ums Leben gekommen. Es gibt Geschichten, in denen das Monster das
Mädchen umbringt und alle um das unschuldige Opfer trauern. So eine Geschichte
ist das hier auch nicht. Mitch Anderson hat viele Qualitäten: Er ist ein
engagierter Lehrer und Lauftrainer. Ein liebevoller Ehemann. Ein Mann mit einer
ziemlichen … Anziehungskraft. Und dann gibt es noch die Geschichten, bei denen
man schwer sagen kann, wer der Prinz und wer das Monster ist, wer das Opfer und
wer es verdient, bis an sein Lebensende glücklich und zufrieden zu leben. Diese
Geschichten sind die besten. Atemnot, der
neue Roman von Ilsa
J. Bick
.
(Quelle: Egmont INK)

Meine Meinung:
Jenna hatte es bisher nicht unbedingt leicht. Ihre
Familienverhältnisse sind ziemlich kompliziert. Von ihren Eltern wird sie auf
eine neue Schule geschickt, doch wirklich Hilfe annehmen möchte Jenna nicht.
Dabei gibt es diese ganz unerwartet. Einerseits von einem ihrer Lehrer und dann
noch von einem Mitschüler.
Gerade als sich Jennas Leben etwas bessert trifft sie die
Wahrheit knallhart.
Und wieder gerät alles aus den Fugen …
Der Jugendroman „Atemnot“ stammt von der bekannten
Autorin Ilsa J. Bick. Für mich war dies nicht das erste Buch der Autorin, ich
kenne sie bereits von ihrer „Ashes“ – Reihe.
Jenna ist 16 Jahre alt und ich mochte sie auf Anhieb. Sie
verschließt sich vor jeglicher Hilfe, möchte sie nicht annehmen. Wenn sie
spricht nimmt sie kein Blatt vor den Mund, ist sehr direkt. Bisher war Jennas
Leben alles andere als leicht. Wenn man ihre Geschichte so liest verspürt man
den Drang sie einmal fest in den Arm zu nehmen. Für ihre Eltern, der Vater ein
Psychisch Kranker, die Mutter eine Alkoholikerin, ist Jenna eher eine Belastung
als eine Bereicherung. Erst in ihrer neuen Schule gibt es jemanden der sich versucht
ihrer anzunehmen.
Die anderen Charaktere des Buches sind ebenso vielseitig
und auch authentisch gestaltet wie Jenna. Man trifft als Leser unter anderem
auf den Vertrauenslehrer, Mitschüler oder eben auf die Eltern.
Der Schreibstil der Autorin ist schonungslos ehrlich und
direkt. Es ist sicher nicht jedermanns Sache doch hier passt dieser Stil
wirklich sehr gut.
Geschildert wird das Geschehen aus Sicht von Jenna. Sie
erzählt ihre Geschichte in ein Tonband. Es ist daher schon gewöhnungsbedürftig,
denn die Schilderungen sind nicht immer chronologisch.
Die Handlung an sich ist nicht unbedingt leicht. Wenn man
den Klappentext liest meint man eine Ahnung zu haben wohin es gehen könnte.
Doch dem ist nicht so, denn es ist nicht wirklich klar worauf man sich hier
einlässt. Immer wenn man denkt jetzt weiß man eine Richtung kommt Ilsa J. Bick
mit Wendungen daher und wirft ein komplett anderes Licht aufs Geschehen. Die
Stimmung ist ziemlich düster und beklemmend. Jenna ist eigentlich kaum wirklich
glücklich, diese Momente blitzen meist nur ganz kurz auf.
Allerdings, auch wenn es vielleicht realistisch wirkt,
mir war es ganz ehrlich manchmal doch etwas zu viel was Jenna durchleiden
musste. Es werden einfach zu viele Dinge angesprochen.
Das Ende ist spannend und passt hier gut. Mich hat das
Buch nachdenklich gestimmt und auch nach dem Lesen ließ es mich nicht so schnell
los.
Fazit:
Kurz gesagt ist „Atemnot“ von Ilsa J. Bick ein
realistisch wirkender Jugendroman.
Die sympathische Protagonistin, der schonungslose Stil
der Autorin und eine Handlung, der eine düstere beklemmende Grundstimmung zu
Grunde liegt und die nicht unbedingt leichte Kost ist, haben mir hier spannende
Lesestunden beschert.
Durchaus lesenswert!
Ich danke dem Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar!

Ein Kommentar

  1. Schöne Rezension!
    Ich hatte das Cover schon öfters gesehen aber nie erkannt, dass es sich dabei um einen Jugendroman handelt – jetzt hast du aber mein Interesse geweckt 😉

    Liebe Grüße,
    Marie

Kommentare sind geschlossen.

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