Gelesen: „Bis zum letzten Tropfen“ von Mindy McGinnis

–         
Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
–         
Verlag: Heyne (11. August 2014)
–         
Sprache: Deutsch
–         
ISBN-10: 3453268970
–         
ISBN-13: 978-3453268975
–         
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
–         
Originaltitel: Not a
Drop to Drink
Das
Buch beim Verlag

Kurzbeschreibung:
In einer Welt ohne
Wasser kann jeder Tag der letzte sein
Nach einer Choleraepidemie und dem Zusammenbruch der Zivilisation
ist sauberes Wasser das wertvollste Gut. Die sechzehnjährige Lynn hat schon
früh gelernt, es um jeden Preis zu verteidigen. Gemeinsam mit ihrer Mutter
bewohnt sie ein einsames Farmhaus und verbringt ihre Tage damit, Brennholz und
Nahrung zu beschaffen. Und den Teich hinter dem Haus vor durstigen
Eindringlingen zu schützen. Als eines Tages ein Fremder auftaucht und Lynn und
ihre Mutter Fußspuren um den Teich herum entdecken, wird ihnen sofort klar,
dass jemand ihre geheime Quelle entdeckt hat. Der Ernstfall, auf den Lynn seit
Jahren vorbereitet ist, scheint einzutreten. Eigentlich hat sie keine Angst.
Doch dann wird ihre Mutter von Kojoten schwer verletzt. Und Lynn muss sich in
den umliegenden Siedlungen Hilfe suchen, denn allein kann sie die Farm nicht
retten.
(Quelle: Heyne)
Meine Meinung:
Wasser ist ein kostbares Gut auf der Erde geworden. Wenn
man es hat muss man es wirklich gut beschützen, egal was kommt. So geht es auch
Lynn und ihrer Mutter. Sie leben auf einer kleinen Farm und jeden Tag aufs Neue
heißt es für sie ums Überleben zu kämpfen. Ihren Weiher und das dort enthaltene
Wasser müssen sie hart verteidigen. Hierfür hat Lynn bereits mit 9 Jahren
gelernt zu töten und sie würde es immer wieder tun…
Der dystopische Roman „Bis zum letzten Tropfen“ stammt
aus der Feder der Autorin Mindy McGinnis. Es ist das Debütwerk der Autorin.
Die Protagonistin Lynn wirkt zu Beginn ziemlich kühl und
herzlos. Alle die, die Haus oder Weiher zu nahe kommen werden von ihr gnadenlos
und knallhart getötet. Mit ihrer Mutter arbeitet sie lediglich zusammen, die
Verbindung wirkte merkwürdig auf mich. Mit Voranschreiten der Handlung aber
lernt man als Leser Lynn zu verstehen. Sie fängt an sich Gedanken zu machen und
nach und nach wird klar Lynn hatte eigentlich so gar keine Kindheit. Sie wurde
in eine unwirkliche Welt geboren und muss sich durchsetzen, komme was wolle.
Ich persönlich habe Lynn immer mehr gemocht je mehr man über sie und ihr Leben
erfahren hat.
Lynns Mutter war mir eigentlich gänzlich unsympathisch.
Sie und ihre Tochter verbindet nicht wirklich viel, sie zeigt keinerlei Wärme
und Geborgenheit ihrer Tochter gegenüber.
Eli kommt eigentlich aus der Stadt. Ihn lernt man erst
nach und nach kennen und man merkt er ist ein herzensguter Mensch.
Auch die weiteren Charaktere, wiebeispielsweise Lucy,
Elis Nichte, die ein wirklicher Sonnenschein ist, sind sehr gut ausgearbeitet.
Man erlebt die Handlung als Leser mit ihnen gemeinsam.
Der Schreibstil der Autorin leicht und gut zu lesen. Die
Stimmung ist recht düster, die geschaffene Welt hat mir soweit gut gefallen.
Geschildert wird das Geschehen aus Sicht von Lynn. Man
begleitet sie durch die Geschichte und ist durch sie immer hautnah dabei.
Die Handlung an sich beginnt quasi mittendrin. Es gibt
keinerlei Erklärungen wie es zu der Situation gekommen ist, was wirklich
geschehen ist. Dies ist unverständlich und in meinen Augen hätte die Autorin es
ruhig mehr erklären können. Diese Hintergrundinformationen hätten die Handlung
wohl in einem ganz anderen Licht erscheinen lassen.
Die Idee, das Wasser kostbar ist, gefiel mir persönlich
wirklich gut. Die Handlung ist auch sonst recht spannend und interessant
gehalten.
Das Ende ist nochmals sehr spannend gehalten und in
meinen Augen passt es sehr gut zur Gesamthandlung.
Fazit:
Alles in Allem ist der dystopische Roman „Bis zum letzten
Tropfen“ ein sehr gutes Debüt der Autorin Mindy McGinnis.
Die gut ausgearbeiteten Charaktere, der angenehm zu
lesende Stil und eine interessante und auch spannende Handlung, die einem doch
auch nachdenklich stimmt, haben mich hier wirklich gut unterhalten können.
Durchaus lesenswert!
Mein Dank geht an den Verlag für das  zugesandte Rezensionsexemplar!

2 Kommentare

  1. Hallo Manja,

    also ich würde mal behaupten, dein Eindruck vom Buch deckt sich so ziemlich mit meinem eigenen. Alles in allem wirklich lesenwerte Geschichte. Ein bisschen schade finde ich für Lynn die Entwicklungen am Ende. Ich hätte ihr wirklich mehr Glück gewünscht.

    LG
    Anja

  2. Hallo Manja,

    und wieder ein Buch für mich. Ich komme ja mit dem Wunschlistenschreiben gar nicht mehr hinterher!

    Liebe Grüße,
    Nicole

Kommentare sind geschlossen.

Diese Website benutzt Google Analytics. Bitte klicke hier wenn Du nicht möchtest dass Analytics Dein Surfverhalten mitverfolgt. Hier klicken um dich auszutragen.