Gelesen: „Schüssel mit Sprung“ von Angelika Lauriel

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Format: Kindle Edition 
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Dateigröße: 2166 KB 
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Seitenzahl
der Print-Ausgabe:
299 Seiten 
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Verlag: bookshouse (12. Juni 2014) 
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Sprache: Deutsch 

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Welch eine Hiobsbotschaft: Sanne, glücklich verheiratete
Mutter zweier Kinder, muss für drei Wochen die Schwiegereltern aufnehmen, weil
deren Haus renoviert wird. Ex-Schuldirektor Matthias plant alles
generalstabsmäßig durch und reagiert auf Unvorhergesehenes nervös, während
Rosemi ihren Putzfimmel in vollen Zügen auslebt. Beide Eigenschaften liegen der
künstlerisch arbeitenden Sanne nicht sehr. Wirklich kritisch wird es, als ihr
Mann Axel plötzlich auf Geschäftsreise muss. Wie soll sie bloß zwischen den
Hardcore-Alpinisten, ihrer eifersüchtigen Mutter und den meuternden Kindern
heil hindurchnavigieren?
Das Chaos wächst, weil ihr ein arbeitsreicher Illustrationsauftrag erteilt
wird. Unter solchen Umständen kann sie unmöglich auch noch Hausputz machen.
Als ein Unfall Sanne zu ein paar Tagen Ruhe im Alpiklinikum zwingt, denkt sie
zuerst an einen Segen, wäre da nicht ihre Jugendliebe, die nun auch noch ihre
Gefühlswelt auf den Kopf stellt. Ist Kai der edle Ritter, der zu ihrer Rettung
aus dem Durcheinander eilt?

(Quelle: bookshouse)

Sanne traut ihren Ohren nicht als sie hört das sie ihre
Schwiegereltern für 3 Wochen aufnehmen muss. Deren Haus wird gerade renoviert
und sie wissen nicht wohin. Dabei kann Sanne nicht so gut mit Matthias, der
alles genauestens plant und Rosemi, die immerzu putzt. Als ihr Mann Axel
plötzlich auf Geschäftsreise muss wird die Stimmung im Haus kritisch.
Kurz darauf hat Sanne einen Unfall und muss für ein paar
Tage in eine Klinik, gezwungen zur vollkommenen Ruhe. Dort läuft sie ihrem
Schulfreund Kai über den Weg, der nun auch noch ihre Gefühle komplett
durcheinander wirbelt …
Der Roman „Schüssel mit Sprung“ stammt von der Autorin
Angelika Lauriel. Vom Namen her war mir die Autorin bereits ein Begriff,
gelesen hatte ich vor diesem Buch aber noch nichts von ihr. So war ich
natürlich sehr gespannt darauf was mich hier wohl erwarten würde.
Die Charaktere hat Angelika Lauriel wirklich sehr schön
ausgearbeitet. Sie wirken alle samt authentisch und wie aus dem Leben
gegriffen.
Susanne, Sanne genannt, ist Mitte 40, wird aber von ihrer
Mutter noch immer wie ein kleines Kind behandelt. Sie wohnt mit ihrem Mann und
ihren beiden Kindern nicht weit von ihrer Mutter entfernt, bekommt aber
Informationen meist als Letzte bzw. sie erfährt sie gar nicht. Das verletzt
Sanne sehr, sie fühlt sich ausgeschlossen und hintergangen. Ich persönlich mochte
Sanne sehr gern.
Hilde, Sannes Mutter, war mir zu Anfang doch sehr
unsympathisch. Sie ist, wie ich finde, ein ziemlich schwieriger Charakter.
Axel, Sannes Ehemann, ist viel unterwegs und somit für
Sanne keine wirkliche Hilfe.
Matthias, der Schwiegervater, is ein ehemaliger
Schuldirektor. Sein Spitzname ist „Der General“ und er mischt sich gerne in die
Erziehung ein.
Rosemi ist die Schwiegermutter und Hausfrau mit Leib und
Seele. Sie ist eine Perfektionistin, putzt wann immer sie kann.
Auch die anderen Charaktere, wie Sannes Kinder Keanu, 12
Jahre alt und mitten in der Pubertät, und Lena, 6 Jahre alt und sehr
aufgeweckt, oder auch Kai, der Schulfreund, der Sanne umwirbt, sind wirklich
authentisch und aus dem Leben gegriffen. Man kann sie sich gut vorstellen und
in sie hineinversetzen.
Der Schreibstil der Autorin ist locker und leicht zu
lesen. Man kommt sehr flüssig durch die Seiten und nicht selten muss man
schmunzeln. Es ist sehr humorvoll beschrieben.
Geschildert wird das Geschehen aus Sicht von Sanne. So
baut man als Leser eine ganz besondere Beziehung zu ihr auf.
Die Handlung ist witzig und quasi wie aus dem Leben
gegriffen. Es geht um das Miteinander von Jung und Alt sowie um den
Zusammenhalt der Familie. Angelika Lauriel hat dies originell, detailliert und
temporeich umgesetzt.
Abschließend gesagt ist „Schüssel mit Sprung“ von
Angelika Lauriel ein kurzweiliger Roman.
Glaubhafte authentische Charaktere, der locker leichte
Stil und eine Handlung, die humorvoll aufgebaut und wie aus dem Leben gegriffen
ist und außerdem Themen wie das Zusammenleben von Jung und Alt sowie den
Zusammenhalt der Familie anspricht, haben mich hier unterhalten und überzeugt.
Sehr zu empfehlen!

Ich danke der Autorin und dem Verlag für das zugesandte eBook!

Ein Kommentar

  1. Mir gefiel das Buch auch sehr gut, so wie die beiden anderen Bücher der Autorin, die ich schon gelesen hatte. Als Schwigermonster würde ich Rosemi gar nicht bezeichnen, eher als übereifrig und es fehlt den Schwiegereltern etwas an Feingefühl. "Der General" schießt mitunter übers Ziel hinaus, kennt seine Grenzen nicht.

    LG,
    Heidi, die Cappuccino-Mama

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