Gelesen: „Zwischen Winter und Himmel“ von Elin Bengtsson

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Broschiert: 160 Seiten 
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Verlag: Oetinger Taschenbuch
(1. Dezember 2014) 
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Sprache: Deutsch 
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ISBN-10: 3841503144 
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ISBN-13: 978-3841503145 
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Vom
Hersteller empfohlenes Alter:

14 – 17 Jahre 
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Originaltitel: Mellan winter och himmel 

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»Stell dir vor, du wüsstest, dass du beispielsweise in
einem halben Jahr sterben musst. Würdest du dann nicht lauter wichtige Sachen
machen?« Martin ist einer, der Lieder einfängt und Gitarrenakkorde in
Schmetterlinge verwandelt. Die schickt er seinem Bruder Andreas. Aber was, wenn
Andreas trotzdem nicht aus seinem Zimmer kommt? Wenn er die Zeit, die ihm noch
bleibt, nicht nutzt? Niemand weiß, dass Andreas heimlich eine Liste mit drei
Dingen schreibt, die er unbedingt noch tun will – bevor er für immer fort ist.
(Quelle: Oetinger Taschenbuch)
Andreas ist 15 Jahre alt und er weiß er wird sterben. Den Sommer wird er
nicht überleben. Doch wie geht ein Teenager mit so einem Schicksal um? Andreas
hat seinen Weg gefunden, er zieht sich zurück, möchte für sich sein. Sein Bruder
Martin kann das nicht verstehen. Er verbringt seine Zeit am liebsten mit seiner
Gitarre und seiner Freundin.
Doch welcher Weg ist der bessere? Der ruhigere oder der offenere?
Der Jugendroman „Zwischen Winter und Himmel“ stammt von der Autorin Elin
Bengtsson. Es ist das Erstlingswerk der Autorin, in dem sie ein doch schwieriges
Thema anspricht.
Die beiden Protagonisten Andreas und Martin sind vollkommen
unterschiedlich. Und doch sind sie Brüder, es gibt etwas was sie verbindet,
nämlich Andres‘ Krankheit.
Andreas ist 15 Jahre alt und weiß er wird sterben. Er zieht sich immer mehr
in sich zurück, möchte für sich sein, sein Leben eher ruhig ausklingen lassen.
Martin ist der ältere der beiden. Er ist offen, spielt gerne Gitarre,
dadurch drückt er seine Gefühle aus. Außerdem verbringt er viel Zeit mit seiner
Freundin Sara.
Neben diesen Figuren gibt es noch weitere, wie Andreas‘ Ärztin oder auch
die Eltern. Sie bleiben mehr oder weniger eher im Hintergrund, nur die Ärztin
schafft es zu Andreas durchzubringen.
Der Schreibstil der Autorin war für mich zunächst recht
gewöhnungsbedürftig. Sie schreibt in sehr kurzen Sätzen und gerade heraus. Ich
habe etwas Zeit gebraucht um damit klarzukommen, dann aber habe ich das Buch in
einem Rutsch durchgelesen.
Geschildert wird das Geschehen aus verschiedenen Perspektiven. Man bekommt
als Leser den Eindruck wie es unterschiedlichen Menschen mit ein und demselben
Schicksal ergeht.
Die Handlung ist nicht unbedingt leichte Kost. Und trotzdem, oder
vielleicht auch gerade deshalb, fesselt es den Leser. Es prallen hier quasi
zwei Welten aufeinander und man kann als Leser für sich entscheiden welche man
besser findet, eher ruhig oder doch eher offen. Allerdings hatte ich vermehrt
das Gefühl die Autorin wollte zu viel, sie packt zu viel Handlung in zu wenige
Seiten. Es wirkt gedrungen und setzt vielleicht auch die Prioritäten auf
falsche Punkte. So rückt zum Beispiels Andreas mehr und mehr in den
Hintergrund, Martin nimmt den Hauptteil ein. Man erfährt so auch sehr wenig
über Andreas‘ Krankheit, was ich schade fand.
An Ende des Buches bleiben viele Fragen offen, obwohl es sich um einen
Einzelband handelt. Es berührte mich hier dann vor allem auch das Schicksal der
zurückbleibenden Eltern.

Zusammenfassend gesagt ist „Zwischen Winter und Himmel“ von Elin Bengtsson ein
Debüt das Schwachpunkte aufzeigt.
Die unterschiedliche gestalteten Charaktere, der zunächst
gewöhnungsbedürftige, dann aber gut zu lesende Stil der Autorin und eine
Handlung mit einem doch schwierigen Thema haben mich aber dennoch berührt und nachdenklich
zurückgelassen.
Durchaus lesenswert!
Ich danke dem Verlag für das zugesandte Rezensionsexemplar und Katja für die gemeinsame Leserunde auf Lovelybooks!
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