Gelesen: „Maistöcke – Bützer History“ von Britta Orlowski

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Format: Kindle Edition 
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Dateigröße: 4163 KB 
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Seitenzahl
der Print-Ausgabe:
549 Seiten 
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Verlag: bookshouse (7. September 2014) 
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Sprache: Deutsch

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1889
Bevor sich Levke in ihrem neuen Zuhause im Havelland einleben kann, wird sie
Witwe. Albträume quälen sie. Wieso glaubt sie, dieses fremde Dorf zu kennen?
Als sich unlösbare Todesfälle häufen, sucht Levke nach Antworten. Ist Jack the
Ripper für das Morden verantwortlich? Welches Geheimnis birgt die Kräuterfrau
Jordis? Und was hat es mit dem Quilt der verlorenen Seelen auf sich?
Das größte Rätsel aber gibt ihr der attraktive Seemann mit den violetten Augen
auf: Silas Böttcher, der plötzlich wieder in Bützer lebt. Hoffentlich begeht
Levke keinen folgenschweren Fehler, indem sie ihm vertraut, denn etwas an ihm
geht ihr tief unter die Haut.
(Quelle: bookshouse)

Levke war 5 Jahre alt, als sie, damals wurde sie noch Lena gerufen, Annemie
tot im Bach gefunden hat.
Nach nun bereits 12 Jahren kehrt sie als Ehefrau zurück nach Bützer. Doch
sie hat keinerlei Erinnerungen an damals. Ab und zu aber kommen
Erinnerungsfetzen durch und sie erkennt bestimmte Dinge ohne sie mit irgendwas
in Verbindung bringen zu können. Leider hält Levkes Glück nicht lange, denn ihr
Ehemann stirbt. Von nun an ist Levke auf sich gestellt und lernt so Thure
kennen, den Bruder von Annemie. Er hat das Tagebuch seiner Schwester gefunden,
wo er glaubt Andeutungen darauf gefunden zu haben das Annemies Tod kein
Selbstmord war. Er bittet Levke ihm dabei zu helfen den Mörder seiner Schwester
zu finden.
Allerdings geschehen noch weitere Morde und auch für Levke besteht Gefahr …
Der historische Roman „Maistöcke“ stammt aus der Feder von Britta Orlowski.
Von dieser Autorin habe ich bereits die „St. Elwine“ – Reihe gelesen und
geliebt und so war ich nun gespannt darauf wie Britta Orlowski sich wohl in
einem historischen Roman schlagen würde.
Die Charaktere haben mir wirklich sehr gut gefallen.
Da ist zum einen Levke, die nachdem sie ihren Mann erst kürzlich geehelicht
hat unerwartet Witwe wird. Sie lebt in dem Haus, das ihr Mann in Bützer gekauft
hat. Doch Levke lässt sich nicht unterkriegen. Nach angemessener Trauerzeit
nimmt sie ihr Leben selbst in die Hand und wird in Bützer wieder heimisch. Sie
bringt den Frauen das Quilten bei, eine ihrer Leidenschaften. An ihre frühere
Zeit in Bützer hat Levke keinerlei Erinnerungen. Allerdings wird sie immer
wieder von Alpräumen geplagt.
Silas wirkt zu Beginn eher mürrisch und merkwürdig. Er hat Veilchenaugen,
die vor allem Levke unweigerlich in ihren Bann ziehen. Mit der Zeit lernt man
Silas besser kennen und kann ich schließlich recht gut einschätzen. Je weiter
ich in der Geschichte vorankam, desto mehr mochte ich Silas.
Auch die anderen Figuren, wie Thure, Annemies Bruder, oder auch Jordis, die
Kräuterfrau, die ebenso wichtig wird, haben mir wirklich außerordentlich gut
gefallen. Britta Orlowski versteht es sie facettenreich zu gestalten und ihnen
Leben einzuhauchen.
Der Schreibstil der Autorin ist wunderbar leicht und locker. Ich kam
flüssig durch die Seiten und ehe ich mich versah war ich, trotz des doch recht
großen Umfangs, am Ende angelangt.
Geschildert wird da Geschehen aus verschiedenen Perspektiven. So wird es
komplex und eben umfangreich und man bekommt als Leser alles mit.
Die Handlung ist von Beginn an spannend gehalten. Diese Spannung bleibt
während des gesamten Buches konstant hoch. Man möchte als Leser wissen was
haben die Morde, die geschehen nachdem Levke wieder in Bützer ist, mit dem Tod
von Annemie zu tun. Wer steckt dahinter?
Britta Orlowski hat für diesen Roman sehr gut recherchiert. Er spielt in
der Heimat der Autorin, man merkt, dass hier viel Herzblut mit eingeflossen
ist. Und sie schafft es gekonnt Jack the Ripper mit ins Geschehen einfließen zu
lassen, der zu der Zeit, in der „Maistöcke“ spielt, in London sein Unwesen
trieb.
Das Ende ist spannend gehalten. Es passt sehr gut zum Gesamtgeschehen und löst
die Fragen vollends auf, die während des Lesens im Kopf entstanden sind.

Alles in Allem ist „Maistöcke“ von Britta Orlowski ein wirklich sehr
schöner historischer Roman.
Die gut beschriebenen vorstellbaren Charaktere, der flüssig lesbare gut verständliche
Stil der Autorin und eine spannende Handlung haben mich hier sehr gut
unterhalten und begeistert.
Klare Leseempfehlung!

Ich danke dem Verlag für das zugesandte eBook!

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