Gelesen: „Berlin City Girls. Verbotene Nächte“ von Janne Palmer

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Taschenbuch: 208 Seiten 
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Verlag: FISCHER KJB  (11. Dezember 2014) 
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Sprache: Deutsch 
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ISBN-10: 359681250X 
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ISBN-13: 978-3596812509  
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Vom
Hersteller empfohlenes Alter:

Ab 14 Jahren 

Berlin. Eine
Freundschaft. Eine Leidenschaft.

Sechzig Bewerber auf ein WG-Zimmer, angesagte Clubs, immer irgendwo
Dreharbeiten, Demos und Hundekacke. Schlaflose Nächte, zu viele Partys und
strange Mitbewohner: Das ist Berlin! Hier spielt die Geschichte von Anouk, die
sich Hals über Kopf in Joël verliebt. Das Dumme ist nur: Er ist der Freund
ihrer besten Freundin. Ein absolutes Tabu. Doch was tun, wenn man die Finger
nicht voneinander lassen kann?
(Quelle: FISCHER KJB)
Anouk lebt bereits seit Jahren mit ihrer besten Freundin Francisca
zusammen. Seit 1 Jahr haben sie Pauline in ihrer WG und nun sind sie noch auf
der Suche nach einem 4. Mitbewohner.
Was Francisca nicht weiß Anouk ist in Franciscas Freund Joel verliebt.
Dieser aber ist bereits seit 5 Jahren mit Francisca zusammen.
Wie wird es ausgehen? Wird die Mädchenfreundschaft durch Joel zerbrechen?
Der Jugendroman „Berlin City Girls, Verbotene Nächte“ stammt von der
Autorin Janne Palmer. Es ist das Debütwerk der Autorin und zugleich der Auftakt
einer Reihe.
Die Protagonistin Anouk ist 20 Jahre alt. Allerdings ich hatte ganz arge
Problem mit ihr warm zu werden. Sie macht es dem Leser wirklich schwer sich mit
ihr zu identifizieren. Ihre beste Freundin ist Francisca, in deren Freund Joel
sich Anouk Hals über Kopf verliebt hat. Allerdings bleibt während des gesamten
Buches im Dunklen warum sich Anouk in Joel verliebt. Vor 5 Jahren hat sie
immerhin Francisca den Vortritt gelassen.
Auch Francisca bleibt in meinen Augen sehr blass. Sie ist mit Anouk
befreundet und ihr Freund ist Joel. Sie wohnt mit Anouk und Pauline zusammen
und die Mädels suchen noch einen 4. Mitbewohner für ihre WG.
Leider bleiben auch die Nebencharaktere sehr blass und ohne Tiefgang. Es
ist am Ende eigentlich Anouks Geschichte, die man hier als Leser mit verfolgt,
über andere erfährt man nicht viel.
Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen. Das Buch liest sich
flüssig und leicht gängig. Es ist umgangssprachlich gehalten und aufgrund der
recht wenigen Seiten ist man schnell am Ende angelangt.
Geschildert wird das Geschehen in der 3. Person. So bleibt allerdings die
Distanz zu Geschehen recht groß und eine wirkliche Bindung zur Protagonistin
Anouk kommt nicht zustande.
Die Handlung wirkte für mich persönlich nur angerissen. Es fehlte mir die
Tiefe. Der Klappentext lockt den Leser mit einer spannenden romantischen
Handlung, doch wirklich fündig wird man hier leider nicht. Auch die
angesprochene Erotik ist nur bedingt vorhanden. Der Funke wollte einfach
generell nicht überspringen. Vielmehr rätselt man als Leser während der
gesamten Handlung warum sich Anouk in Joel verliebt. Die Autorin lässt dieses
Thema außen vor, eine Erklärung bekommt man nicht.
Zusammenfassend gesagt ist „Berlin City Girls. Verbotene Nächte“ von Janne
Palmer ein durchwachsener Auftakt der Reihe.
Der gut zu lesende lockere Stil der Autorin kann hier leider nicht über
eine doch schwer zugängliche Protagonistin und eine wenig in die Tiefe gehende
Handlung hinweghelfen.
Das Potential ist auf jeden Fall da, in meinen Augen aber wurde es nur
unzureichend genutzt.
Wirklich sehr schade!
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