Gelesen: „Dunkelsprung: Vielleicht kein Märchen“ von Leonie Swann

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Gebundene Ausgabe: 384 Seiten 
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Verlag: Goldmann Verlag (10.
November 2014) 
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Sprache: Deutsch 
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ISBN-10: 3442313872 
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ISBN-13: 978-3442313877 
  
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Ein Flohzirkus in
London, eine verwunschene Villa in Yorkshire und eine geheimnisvolle
Meerjungfrau – entdecken Sie eine ganz neue Welt!
Julius Birdwell, Goldschmiedemeister, Flohdompteur und
unfreiwilliger Einbruchkünstler, wünscht sich nichts sehnlicher, als endlich
eine ruhige, unbescholtene Existenz führen zu können. Doch als seine
Flohartisten einem plötzlichen Nachtfrost zum Opfer fallen und die
geheimnisvolle Elizabeth Thorn in sein Leben tritt, überstürzen sich die
Ereignisse. Ein Magier wird ohnmächtig, eine alte Dame macht sich in einem
gestohlenen Lastwagen davon, ein Detektiv mit Konzentrationsstörungen findet zu
einem ungewöhnlichen Haustier, und Julius sieht sich auf einmal mit
existentiellen Fragen konfrontiert: Wie befreit man eine Meerjungfrau? Wie
viele Flöhe passen auf eine Nadelspitze? Und warum ist das Leben trotz allem
kein Märchen? Julius bleibt nichts anderes übrig, als sich weit über den
Tellerrand seiner Welt hinauszulehnen und den Sprung ins Unbekannte zu wagen.
Ein phantastisches Abenteuer beginnt …
(Quelle: Goldmann
Verlag)
Julius hat viele
Berufe, ist doch Goldschmiedekünstler, Flohzirkusdirektor und ehemaliger
Einbrecher in einer Person. Eines Nachts kommen ihm aber seine Flöhe abhanden
und er kommt fast um vor Trauer. Eine Nixe ersehnt seine Rettung. Hilfe bekommt
Julius von Elizabeth, einer Frau mit zwei Hörnern. Doch die Gefahren sind noch
immer nicht gebannt.
Eine Spur führt sie
zu Emily, die zwar alt ist aber wirklich sehr merkwürdige Figuren bei sich
beherbergt. Unterwegs treffen sie auf dem Privatdetektiv Frank Green. Er
scheint auch irgendwie merkwürdig und etwas neben der Spur zu sein. Doch er hat
auch Ziele, die denen von Julius gar nicht mal so unähnlich sind …
Der Roman „Dunkelsprung“
stammt von der Autorin Leonie Swann. Für mich war dies das erste Buch der
Autorin, das den Untertitel „Vielleicht kein Märchen“ trägt. Vom Klappentext
angesprochen war ich sehr neugierig auf die Geschichte.
Bereits nach ein paar
Seiten war mir klar, die Charaktere des Buches sind alle wirklich merkwürdig,
ja richtig skurril.
Julius,
Flohzirkusdirektor, ehemaliger Einbrecher und Goldschmiedekünstler in einer
Person, ist der Nachfahre eines ziemlich berühmten Magiers. Er wirkte auf mich
irgendwie immer ziemlich planlos. Je öfter er die Flöhe von sich trinken lässt,
desto ähnlicher wird er ihnen.
Frank Green ist
Privatdetektiv. Ihm schwirren immer sehr viele Dinge durch den Kopf, teilweise
richtig wirr, und so wirkt er ziemlich verrückt. Vor eben dieser Verrücktheit
hat John Green Angst. Er entwickelt sich im Verlauf der Geschichte zu einem
Mann der weiß was er will.
Diese beiden habe
ich mehr oder weniger als Protagonisten identifiziert.
Doch es gibt noch
weitere Charaktere und Wesen im Buch. Beispielsweise eine gehörnte Frau namens
Elizabeth, oder sehr viele Flöhe, die alle samt einen Namen haben oder auch
einen Bösewicht, der gar nicht mal so böse ist wie man annimmt. Sie sind wirklich
kreativ ausgearbeitet.
Der Schreibstil der
Autorin war für mich recht gewöhnungsbedürftig. Ich brauchte einige Zeit bis
ich mich eingelesen hatte. Die Form des Buches ähnelt immer wieder einem
Bericht. Es gibt oftmals Dinge, die nicht erwähnt werden, was es einem als
Leser dann doch schwer macht zu folgen.
Geschildert wird
das Geschehen aus verschiedenen Perspektiven. Hierfür wurde die personale
Erzählweise verwendet.
Die Handlung ist
wirklich merkwürdig. Der Einstieg ist schwierig, man kann sich irgendwie nur
bedingt auf das Geschehen einlassen. Es ist alles irgendwie skurril. Einerseits
kann man sagen das Buch zählt ins Fantasygenre aber irgendwie auch wieder nicht.
Es ist anders, verrückt und eben merkwürdig.
Es gibt mehrere
Handlungsstränge und für mich persönlich herrschte über weite Teile doch
ziemliches Chaos. Ich war verwirrt und erst ganz zum Ende hin lichteten sich
meine Fragezeichen im Kopf etwas.
Spannung bekommt
die Handlung durch die Ermittlungen. Leider aber gibt es auch ein paar Längen,
die in meinen Augen doch vermeidbar gewesen wären.
Die Idee hinter der
Geschichte empfand ich als toll und kreativ ist die Autorin auch. Allerdings
hat sie das Potential nicht wirklich genutzt.
Das Ende ist leider
auch nicht wirklich zufriedenstellend. Ein paar meiner Fragen wurden zwar
beantwortet aber es blieben leider auch einige Fragezeichen übrig, was ich doch
schade finde.
Kurz gesagt ist „Dunkelsprung:
Vielleicht kein Märchen“ von Leonie Swann ein verrücktes Buch, das nicht
wirklich hält was es verspricht.
Skurrile aber
dennoch gut ausgearbeitete Charaktere stehen hier einem recht gewöhnungsbedürftigen
Stil und einer ziemlich chaotischen verrückten und nur bedingt spannenden Handlung
gegenüber.
Potential ist da,
die Umsetzung aber lässt zu wünschen übrig.
Schade!
 
Ich bedanke mich beim Verlag für das bereitgestellte Leseexemplar!

Ein Kommentar

  1. Huhu Manja,

    ich höre gerade dieses Buch als Hörbuch und muss sagen irgendwie komme ich nicht so ganz hinein. Habe es nun das zweite mal angefangen in der Hoffnung, dass der Funke noch überspringt.
    Aber deine Rezension ist super und bringt meine derzeitigen Eindrücke voll und ganz auf den Punkt!

    Liebe Grüße
    Samy von Samys Lesestübchen

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