Gelesen: „Die Maybachs: Mädchenspiele“ von Annegrit Arens

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Format: Kindle Edition 
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Dateigröße: 869 KB 
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Seitenzahl
der Print-Ausgabe:
293 Seiten 
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Verlag: editionfredebold (20. November 2014) 
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Sprache: Deutsch 
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Die Maybachs: Eine Ur-Kölner Familie, stolz auf ihre
Stadt und sich selbst, behütet und bürgerlich, geprägt vom Krieg und beschwingt
vom Wirtschaftswunder der 60er-Jahre. Regina Maybach, Lenas Mutter, lebt und
liebt ihr Leben in vollen Zügen.
Für Lena ist Regina schön, eigentlich zu schön und
unschlagbar.
Lenas Vater, August Maybach, der Inbegriff eines
„herzallerliebsten Daddys“, wie sie ihn nennt. Er nennt sie Prinzessin, wenn er
am Herd steht und die weltbesten Reibekuchen* mit Rübenkraut und Schwarzbrot
macht. Wer hätte diesen „staatse Kääl**“ nicht gerne als Daddy, geschweige denn
als Mann?
Doch dann scheint Lenas Familienbild zusammenzubrechen.
Und das auch noch in der Vorweihnachtszeit, als Regina mehr als einen heißen
Flirt anfängt. Ausgerechnet mit einem Kunden ihres Vaters, einem
Fleischgroßhändler. Warum nur? Tut Daddy nicht alles für sie?
Lena beschließt in ihrer pubertären und naiven Art, sich
lieber selbst zu „opfern“ und Daddy zu rächen. Sie inszeniert eine Verführung
in Etappen, bei der sie die typisch weiblichen Waffen mit den ersten amourösen
„Gehversuchen“ einer Heranwachsenden kombiniert. Es ist wie ein Rausch. Plötzlich
fühlt sie sich mächtig und als Heldin. Und bald wird sie Daddys Nebenbuhler
ebenso in der Hand haben wie ihre schöne Mutter. Lenas Plan scheint aufzugehen
(Quelle: editionfredebold)
Lena Maybach wächst gut behütet auf. Manchmal vielleicht
zu behütet, denn sie wird richtig eingeengt. Sie wechselt gerade auf eine neue
Schule, versucht dort Fuß zu fassen, anzukommen. Dann aber wird ihr
Familienbild doch sehr durcheinander gewirbelt, der Grund dafür ist ihre
Mutter. Sie fasst den Plan ihren Vater zu rächen, mit den Waffen einer Frau. So
fühlt sie sich als Heldin, als übermächtig und hat sowohl den Nebenbuhler ihres
Vaters als auch ihre Mutter plötzlich in der Hand…
Der Roman „Die Maybachs: Mädchenspiele“ stammt von der
Autorin Annegrit Arens. Es ist der erste Teil einer autobiografischen Trilogie.
Die Familie Maybach ist eine typische Kölner Familie.
Lena wird im Buch sehr gut beschrieben. Zu Beginn ist sie
noch recht klein und hat es ziemlich faustdick hinter den Ohren. Im Verlauf der
Handlung entwickelt sie sich zu einer jungen Frau.
Ihre Eltern haben mir ebenfalls gut gefallen. Allerdings
kommt bei ihnen Lena viel zu kurz. Sie wollen ihr Leben erleben und da ist Lena
nur ein Klotz. Sie widmen ihr kaum Aufmerksamkeit und Geborgenheit, viel lieber
kaufen sie ihr etwas. Das gefiel mir nicht so wirklich.
Der Schreibstil der Autorin ist recht gut zu lesen. Ich
habe allerdings einige Zeit gebraucht um mich einzulesen. Es geht teilweise
doch sehr sprunghaft zu und das hat mir den Lesefluss ein wenig genommen.
Geschildert wird das Geschehen hauptsächlich aus Sicht
von Lena. So lernt man sie als Leser sehr gut kennen und kann ihre Handlungen
zum großen Teil nachvollziehen.
Die Handlung ist gespickt mit vielen Irrungen und
Wirrungen. Es ist eine Familiengeschichte in den 60er Jahren. Man lernt als Leser
die Familie kennen und erfährt wie es so war zu dieser Zeit zu leben. Es geht
zudem doch auch recht rasant zu. Allerdings es gibt ein paar Szenen im Buch wo
es nicht wirklich rund war. Es sind nicht so viele und sie werden auch immer
direkt abgelöst von besseren.
Köln als Kulisse hat mir wirklich gut gefallen. Man fühlt
sich als Leser als wäre man dort, es ist gut integriert.

Abschließend gesagt ist „Die Maybachs: Mädchenspiele“ von
Annegrit Arens ein recht guter Roman, der den Leser in die 60er Jahre blicken
lässt.
Eine recht sympathische Protagonistin, ein Stil in den
man sich als Leser erst einfinden muss, der dann aber gut zu lesen ist und eine
Handlung die rasant ist und viele Wirrungen beinhaltet haben mich hier recht
gut unterhalten.
Durchaus lesenswert!
Ich danke dem Verlag für das bereitgestellte eBook!
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