Gelesen: „Der Ozean am Ende der Straße“ von Neil Gaiman


    Gebundene
Ausgabe:
240 Seiten 
–    Verlag:
Eichborn Verlag (8. Oktober
2014) 
–    Sprache:
Deutsch 
    ISBN-10:
3847905791 
    ISBN-13:
978-3847905790 
    Vom
Hersteller empfohlenes Alter:
Ab 16 Jahren 
    Originaltitel: The Ocean at the end of the
lane

Es war nur ein Ententeich, ein Stück weit unterhalb des
Bauernhofs. Und er war nicht besonders groß. Lettie Hempstock behauptete, es
sei ein Ozean, aber ich wusste, das war Quatsch. Sie behauptete, man könne
durch ihn in eine andere Welt gelangen. Und was dann geschah, hätte sich eigentlich
niemals ereignen dürfen … Weise, wundersam und hochpoetisch erzählt Gaiman in
seinem neuen Roman von der übergroßen Macht von Freundschaft und Vertrauen in
einer Welt, in der nichts ist, wie es auf den ersten Blick scheint.
(Quelle: Eichborn Verlag)
Ein Mann fährt zu einer Beisetzung in das Dorf seiner
Kindheit. Allzu viele Kindheitserinnerungen hat er nicht, doch da er noch etwas
Zeit hat fährt er ein wenig im Dorf herum. Dabei trifft er auf ein Haus und
eine alte Frau, die er erkennt. Und so kommen die Erlebnisse mit Lettie
Hempstock hoch und er denkt an sein Abenteuer, das er damals erlebt hat …
Der Roman „Der Ozean am Ende der Straße“ stammt vom Autor
Neil Gaiman. Er ist bereits recht bekannt, für mich war dies allerdings das
erste Buch von ihm.
Der Protagonist bleibt währen der gesamten Handlung
namenlos. Er reist quasi zurück in seine Kindheit und erzählt alles was er als
7-jähriger Junge so erlebt hat. Dies sind teilweise recht brutale Dinge
gewesen. Er ist mutig und sehr liebevoll gezeichnet.
Die Familie des Protagonisten mochte ich gerne. Sie sind
alle normal geblieben, wie jemand von nebenan, mit ihren ganz eigenen Fehlern.
Die Familie Hempstock allerdings blieb mir die gesamte
Handlung über rätselhaft vom Verhalten her. Ihre Tochter Lettie war früher
jemand der mit dem Protagonisten aufregende Dinge erlebt hat.
Der Schreibstil des Autors ist poetisch, lebendig und
sehr bildhaft. Man kann sich alles ganz wunderbar vorstellen.
Geschildert wird das Geschehen aus der Ich-Perspektive
des Protagonisten. Dabei gibt es zwei Sichtweisen, einmal die des recht naiven
7-jährigen Kindes und einmal die des Erwachsenen.
Die Handlung ist anders, außergewöhnlich. Es ist vieles
rätselhaft. Die Atmosphäre ist recht düster und melancholisch. Man muss sich
auf dieses Buch einlassen, es ist sicher nicht jedermanns Sache. Ich geb auch
zu das ich zu Beginn so meinen Probleme hatte. Es beginnt recht verhalten, doch
dies ändert sich rasch. Die Geschichte ist recht einfach gestrickt, macht aber
neugierig und ist nach dem Beginn spannend gehalten.
Das Ende geht ans Herz aber es ist auch ziemlich
verwirrend, irgendwie. Es bleibt sehr viel offen, regt den Leser zum Nachdenken
an. Ich persönlich empfand es aber so wie es ist als passend gestaltet.
Abschließend gesagt ist „Der Ozean am Ende der Straße“
von Neil Gaiman ein außergewöhnliches Buch.
Ein etwas eigenwilliger Protagonist, der poetische sehr
gut zu lesende Stil und eine Handlung, die mystisch und spannend ist und sich
nicht in vorgefertigte Muster packen lässt, haben mich hier gut unterhalten.
Durchaus lesenswert!

Ich bedanke mich beim Verlag für das bereitgestellte Exemplar!

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