Gelesen: „MUC“ von Anna Mocikat

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Taschenbuch: 368 Seiten
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Verlag: Knaur
TB
(1. Dezember 2014)
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3426515407
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ISBN-13: 978-3426515402

München, 2120: Hundert Jahre nach dem großen Sterben, dem
beinahe die gesamte Menschheit zum Opfer fiel, ist von dem Wohlstand der Stadt
wenig übrig. Zerstörte Häuser, Müll und Dreck in den Straßen und Skelette in
der U-Bahn, so präsentiert sich MUC, wie die Stadt mittlerweile heißt, der
Kletterkünstlerin Pia.
Pia ist auf der Suche – nach ihrem Bruder, der vor Jahren verschollen ist, und nach
Antworten. Denn das große Sterben haben nur Rothaarige überlebt, ihre Haare
jedoch sind pechschwarz. Aber MUC ist kein Ort des Wissens und der Freiheit
mehr, sondern eine ­gnadenlose Diktatur. Pia muss sich entscheiden, ob
sie auf der Seite der Unterdrücker oder der Unterdrückten stehen will.
(Quelle: Knaur TB)

Wir schreiben das Jahr 2120. Pia ist von ihrem
abgelegenen Dorf auf dem Weg nach MUC, so der Name des ehemaligen München. Sie
weiß nicht unbedingt viel darüber, schafft es aber nah genug heranzukommen um
eine Gruppe von Schleusern mit deren Schützlingen zu treffen. So gelangt sie
letztlich nach MUC. Die Stadt ist komplett verändert. Pia bemerkt MUC ist nicht
das Paradies und schon sehr bald muss sie Entscheidungen treffen und Gefahren
ausweichen …
Der dystopische Roman „MUC“ stammt aus der Feder der
Autorin Anna Mocikat. Es ist das Debütwerk der Autorin, in dem sie die Handlung
hier bei uns in Deutschland ansiedelt.
Die Protagonistin Pia war mir sympathisch. Sie ist 20
Jahre alt und setzt alle ihre Hoffnungen in MUC. Mit ihren pechschwarzen Haaren
hebt sich Pia aus der Masse ab. Pia ist ein wenig naiv und wirkt sehr schnell selbstüberschätzend.
Im Verlauf der Handlung aber entwickelt sie sich merklich weiter.
Neben der Protagonistin gibt es noch Robin und Alea als
weitere Charaktere. Sie sind recht interessant, auch wenn man als Leser nicht
so besonders viel über sie erfährt und sie so recht blass bleiben.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr gut. Man kommt sehr
flüssig durch die Seiten. Sie beschreibt die Umgebung, München, sehr bildhaft
und detailliert, eben sehr gut vorstellbar.
Geschildert wird das Geschehen aus Sicht von Pia, wofür
Anna Mocikat hier die personale Erzählpersepktive verwendet hat.
Die Handlung ist überzeugend. Es gibt von Anfang
Spannung, die sich, je weiter man in der Handlung vorankommt, immer noch
steigert. Außerdem ist es actionreich und ziemlich rasant.
Die Idee hinter der Geschichte ist nicht unbedingt neu.
Es gibt wenige Überlebende einer Katastrophe, die sich eine neue Heimat suchen.
Anna Mocikat hat diese aber sehr gut umgesetzt. Dass sie die Handlung in
Deutschland angesiedelt hat fand ich hier sehr gelungen.
Das Ende ist sehr gelungen. Es ist stimmig und bietet,
wenn man genauer liest, durchaus auch eine Möglichkeit auf eine Fortsetzung.
Zusammenfassend gesagt ist „MUC“ von Anna Mocikat ein
ziemlich überzeugender dystopischer Roman vor einer tollen Kulisse.
Eine sympathische Protagonistin, der flüssig lesbare
detaillierte Stil und eine actionreiche interessant gestaltete Handlung haben
mir hier spannende Lesestunden beschert und mich begeistert.
Empfehlenswert!

Ich bedanke mich beim Verlag für das zugesandte Rezensionsexemplar.

Ein Kommentar

  1. Hallo!

    Bei dir schneidet das Buch mal richtig gut ab, bisher habe ich nur zwiegespaltene Meinungen dazu gelesen. So oder so, ich bin sehr neugierig drauf und werde es sicherlich lesen.

    Liebe Grüße,
    Nicole

Kommentare sind geschlossen.

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