Gelesen: „Das kleine große Glück“ von Lucy Dillon

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Taschenbuch: 544 Seiten 
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Verlag: Goldmann
Verlag
(15. Dezember 2014) 
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Sprache: Deutsch 
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ISBN-10: 3442482178 
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ISBN-13: 978-3442482177  
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Originaltitel: A hundred pieces of me 

 
Wenn du noch einmal
ganz neu anfangen könntest – welche 100 Dinge würdest du aus deinem alten Leben
mitnehmen?
Nach ein paar schwierigen Jahren, die sie am liebsten
vergessen würde, fängt die dreiunddreißigjährige Gina Bellamy noch einmal ganz
von vorne an. Dabei stellt sie fest, dass all die Habseligkeiten, die sich im
Laufe der Zeit angesammelt haben, gar nicht mehr so recht zu ihr passen. Gina
fasst einen Entschluss: Sie behält nur die 100 Dinge, die ihr am wichtigsten
sind. Der Rest wird verschenkt oder verkauft. Doch während sie ihr Leben
aufräumt, muss sich Gina nicht nur ihrer Vergangenheit stellen – sie erlebt
auch eine Zeit voller Überraschungen, Freundschaft und Liebe und erkennt, was
wirklich wichtig ist.
(Quelle: Goldmann Verlag)
Ginas Leben verläuft nicht wirklich so wie sie es sich
erhofft hat. Ihre Ehe ist nur noch ein Scherbenhaufen, ihr Mann hat sie lange
Zeit betrogen. Wenig später findet sich Gina in einer kleinen Wohnung wieder,
mit jeder Menge Kartons die im Weg rumstehen. Sie fasst einen Entschluss, in
ihre neue Wohnung dürfen nur noch 100 Dinge mit. Einzige Bedingung, sie müssen
ihr etwas bedeuten oder nützlich sein.
Kann Gina wirklich entscheiden was wichtig ist? Schafft
sie den Neuanfang?
Der Roman „Das kleine große Glück“ stammt von der Autorin
Lucy Dillon. Es ist bereits ihr fünfter Roman, für mich persönlich war dieses
Buch aber das erste von der Autorin.
Gina ist eine recht sympathische junge Frau. Sie ist
mittlerweile 33 Jahre alt, ihre Ehe ist jedoch ein Scherbenhaufen. Durch Zufall
hat sie erfahren, dass ihr Mann sie betrogen hat. Also wagt Gina einen
Neuanfang, der verbunden ist mit einer Reise zu ihren Erinnerungen. Ich empfand
Gina als authentisch und glaubhaft beschrieben. Sie ist ein sehr vielseitiger
Charakter.
Der Schreibstil der Autorin ist recht ruhig und lässt
sich an sich auch gut lesen. Die Autorin beschreibt alles sehr detailliert, gibt
sehr viele Informationen preis. Des Öfteren war mir dies aber leider doch zu
viel, sie verliert sich regelrecht in ihren Beschreibungen und die Handlung
rückt dadurch in den Hintergrund.
Im Roman gibt es verschiedene Zeitebenen, die nach und
nach miteinander verschmelzen. So wird es recht komplex aber nicht unübersichtlich.
Die Handlung ist sehr schön. Zu Beginn brauchte ich ein
wenig Einlesezeit, dann aber ging es viel entspannter. Für Gina ist es eine
Reise zu ihren Erinnerungen, die Gegenstände stehen dafür. Es berührt und ist
gefühlvoll gehalten. Der Roman ist jedoch nichts für mal eben zwischendurch.
Man sollte sich hier Zeit nehmen, sich auf die Geschichte einlassen, sie
erleben.
Das Ende ist recht offen gehalten. Es stimmt zwar
versöhnlich und hinterlässt ein doch positives Gefühl und regt auch zum
Nachdenken an. Allerdings ein klarer Schlussstrich hätte mich doch besser
gefallen.
Alles in Allem ist „Das kleine große Glück“ von Lucy
Dillon ein emotionaler Roman.
Eine sympathische Protagonistin, ein gut lesbarer aber
doch teilweise zu detaillierter Stil und eine Handlung auf verschiedenen
Zeitebenen, der nach einem etwas schwierigen Anfang dann aber doch berührt,
haben mich hier sehr gut unterhalten können.
Durchaus lesenswert!
Ich bedanke mich beim Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar!

2 Kommentare

  1. Das klingt ja nach einer interessanten Geschichte!
    Muss ich mir merken…
    Danke, für deine Rezension!

    Liebe Grüße,
    Ramona

  2. Das klingt sehr gut. Danke für die Rezension, das Buch darf ich bald in einem Lesekreis lesen 🙂
    Lg Sonja

Kommentare sind geschlossen.

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