Gelesen: „Scherbenmädchen“ von Liz Coley

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Gebundene Ausgabe: 320 Seiten 
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Verlag: Bastei Lübbe (one by Lübbe) (12. Februar 2015) 
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Sprache: Deutsch 
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ISBN-10: 3846600067 
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ISBN-13: 978-3846600061 
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Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 – 17 Jahre   
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Originaltitel: Pretty Girl 13 

Angie ist dreizehn Jahre alt, als sie entführt wird. Erst
drei Jahre später taucht sie wieder auf. Doch sie kann sich an nichts erinnern.
Auch nicht daran, woher die Narben an ihren Fußgelenken stammen. Kleine Frau,
Pfadfinderin und Engel könnten ihr helfen, die Vergangenheit Stück für Stück
wieder zusammenzusetzen. Denn jede von ihnen trägt einen kleinen Teil von
Angies dunklem Geheimnis in sich. Doch sie wissen, dass Angie das gesamte
Ausmaß des Erlebten nicht ertragen kann. Sie würde zerbrechen …
(Quelle: one by Lübbe)
Mit 13 Jahren wird Angie entführt. Dann drei Jahre später steht sie
plötzlich wieder vor ihrem Zuhause. Doch wie ist sie dahin gekommen? Angie kann
sich an nichts erinnern. Gemeinsam mit der Polizei und einer Therapeutin
versucht Angie die letzten 3 Jahre Revue passieren zu lassen. Dabei entdeckt
sie verschiedene Persönlichkeiten, wie Kleine Frau oder Pfadfinderin. Jede von
ihnen bringt Angie Stück für Stück der Wahrheit näher. Doch will Angie diese
Wahrheit wirklich erfahren?
Der Jugendthriller „Scherbenmädchen“ stammt von der Autorin Liz Coley. Es
handelt sich hierbei um das Debüt der Autorin.
Angie war mir von Anfang an sympathisch. Sie ist, wenn man bedenkt, dass
ihr 3 Jahre ihres Lebens fehlen, eine wirklich sehr starke Persönlichkeit. Sie
muss sich nicht nur mit einem veränderten Umfeld auseinandersetzen, sondern
auch damit klarkommen das sie selbst sich auch verändert hat. Angie hat
Schreckliches durchlebt und während dieser Zeit hat sie sich verschiedene Teilpersönlichkeiten
zugelegt. Diese sind quasi wie eine Schutzmauer für sie.
Angies Eltern sind ihrer Tochter nicht unbedingt eine große Hilfe.
Allerdings konnte ich ihr Verhalten auch nachvollziehen, immerhin war ihre
Tochter 3 Jahre weg. Sie haben ein Kind gehen lassen und eine Jugendliche
wieder bekommen.
Die verschiedenen Persönlichkeiten tragen Namen wie Kleine Frau oder auch
Pfadfinderin. Sie alle haben gute aber auch schlechte Seiten an sich.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr fesselnd und hat mich wirklich von
Anfang gepackt. Sie beschreibt die Dinge sehr verständlich und ich konnte mich während
des gesamten Buches sehr gut in Angie hineinfühlen, ihre Handlungen
nachvollziehen.
Geschildert wird das Geschehen aus Sicht von Angie in der personalen
Erzählperspektive. Zum Ende hin wechselt die Perspektive in die Ich-Form.
Die Handlung selbst ist sehr gut recherchiert und interessant gehalten. Liz
Coley greift hier auf ein mir vollkommen unbekanntes Thema zurück, dass ich
jedoch sehr interessant und gut beschrieben fand. Als Leser wird man
häppchenweise an das, was Angie während der 3 Jahre erlebt hat und durchleiden musste
herangeführt. Das gesamte Ausmaß ist erschreckend.
Gegen Ende gab es eine Wendung, die man etwas vorhersehen konnte.
Allerdings empfand ich diese als etwas zu weit hergeholt, etwas too much.
Das Ende selbst ist schlüssig und hat mir sehr gut gefallen. Es passt zur Gesamtgeschichte
und macht diese letztlich rund.
Besonders gefallen hat mich das die Autorin im Nachwort noch etwas zur
eigentlichen Krankheit schreibt, wie man sie beispielsweise therapieren kann. 

Abschließend gesagt ist „Scherbenmädchen“ von Liz Coley ein erschreckender
Jugendthriller. 
Eine sympathisch gestaltete Protagonistin, der packende Stil der Autorin
und eine interessant gehaltene spannende Handlung mit einem mir neuen Thema
haben mich hier bis zum Ende und darüber hinaus nicht losgelassen,. 
Sehr zu empfehlen!
Ich bedanke mich beim Verlag für das Vorabmanuskript und die Leserunde in der Lesejury!

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