Gelesen: „Train Kids“ von Dirk Reinhardt


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Gebundene
Ausgabe:
320 Seiten 
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Verlag: Gerstenberg Verlag (26. Januar
2015) 
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Sprache:
Deutsch 
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ISBN-10:
3836958007 
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ISBN-13:
978-3836958004  
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Vom
Hersteller empfohlenes Alter:
13 – 16 Jahre 
  

Fernando hatte sie
gewarnt: „Von hundert Leuten, die über den Fluss gehen, packen es gerade
mal drei bis zur Grenze im Norden und einer schafft’s rüber.“
Zu fünft brechen sie auf: Miguel, Fernando, Emilio, Jaz
und Ángel. Die Jugendlichen haben sich erst vor Kurzem kennengelernt, aber sie
haben ein gemeinsames Ziel – es über die Grenze in die USA zu schaffen.
Wenn sie zusammenhalten, haben sie vielleicht eine Chance. Vor ihnen liegen
mehr als zweieinhalbtausend Kilometer durch ganz Mexiko, die sie als blinde
Passagiere auf Güterzügen zurücklegen. Doch nicht nur Hunger und Durst, Hitze
und Kälte sind ihre Gegner. Auf den Zügen herrschen eigene Gesetze und
unterwegs lauern zahlreiche Gefahren: Unfälle, Banditen, korrupte Polizisten,
Drogenhändler und Menschenschmuggler. Werden sie ihr Ziel im Norden erreichen?
(Quelle: Gerstenberg Verlag)
Miguel ist 14 Jahre alt und möchte seine Mutter sehr
gerne wiedersehen. Sie hat die Familie vor Jahren verlassen, der Vater ist
verstorben und so leben er und seine kleinere Schwester bei den Großeltern. Die
Mutter lebt in den USA. Also macht Miguel sich auf quer durch Mexiko auf seinen
Weg in die Vereinigten Staaten. Unterwegs trifft er auf andere Jugendlich, die
das gleiche Ziel haben wie er. Sie schließen sich zu einer Gruppe zusammen,
unter der Führung von Fernando. Vor ihnen liegt nun eine gefährliche Reise,
voller Überraschungen …
Der Jugendroman „Train Kids“ stammt vom Autor Dirk
Reinhardt. Es war für mich das erste Buch des Autors, der hier ein sehr aktuelles
Thema aufgreift.
Die 5 Protagonisten Miguel, Emilio, Jaz, Angel und Fernando
sind alle gut gestaltet.
Miguel ist 14 Jahre alt und hat nur ein Ziel, er will
seine Mutter finden. Er kommt auf Guatemala, seine kleine Schwester lässt er
dort zurück bei den Großeltern.
Emilio ist ein Junge, der aus Honduras kommt.
Jaz heißt eigentlich Jazmina und kommt aus El Salvador.
Sie ist ein Mädchen, das sich als Junge verkleidet hat.
Angel ist der Jüngste der Truppe. Er ist gerade mal 11
Jahre alt und nimmt in diesem Alter bereits die beschwerliche Reise auf sich.
Fernando ist 16 Jahre alt und somit der Älteste. Er kommt
aus El Salvador und möchte zu seinem Vater nach Texas. Fernando übernimmt das
Kommando, ist aber nicht durchschaubar.
Sie alle schließen sich zu einer Gruppe zusammen, haben
ein Ziel und das wollen sie erreichen, komme was wolle. Der Zusammenhalt der
Jugendlichen hat mich beeindruckt und nachdenklich gestimmt.
Neben den 5 Jugendlichen gibt es noch weitere Charaktere
im Buch. Hier gilt entweder man mag sie oder aber eben nicht.
Der Schreibstil des Autors ist sehr umgangssprachlich
gehalten. Die Seiten lassen sich flüssig und gut lesen und je weiter man
vorankommt desto mehr taucht man in die Reise der Jugendlichen ein.
Die Handlung ist spannend und sehr interessant gestaltet.
Immer wieder gibt es andere Dinge, die wichtig sind, Wendungen, die das gesamte
Geschehen in ein neues Licht tauchen.
Dirk Reinhardt hat für sein Buch sehr genau recherchiert.
Er schreibt hier auch über eigene Erfahrungen, die er gesammelt hat.
Die Handlung ist abenteuerlich und auch sehr gefährlich
für die Jugendlichen. Das Thema, das hier zugrunde liegt ist sehr aktuell und
ziemlich brisant.
Am Ende des Buches war ich sehr bewegt und nachdenklich
gestimmt. Im Nachwort des Buches gibt der Autor noch weitere interessante
Informationen preis.
Zusammenfassend gesagt ist „Train Kids“ von Dirk
Reinhardt ein sehr packendes Jugendbuch zu einem aktuellen Thema.
Authentisch beschriebene Protagonisten, ein
umgangssprachlicher gut zu lesender Stil, der hier sehr gut passt, und eine
interessante, spannende und vor allem bewegende Handlung haben mich hier
emotional gepackt und überzeugt.
Wirklich zu empfehlen!
Ich bedanke mich beim Verlag für das bereitgestellte Exemplar und beim Autor für die gemeinsame Leserunde auf Lovelybooks!
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