Gelesen: „Liebeskinder“ von Jana Frey

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Gebundene
Ausgabe:
384 Seiten 
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Verlag: Arena (5.
Januar 2015) 
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Sprache:
Deutsch 
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ISBN-10:
3401067877 
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ISBN-13:
978-3401067872 
–         
Vom
Hersteller empfohlenes Alter:
14 – 17 Jahre 

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Zadoc liebt alles an Ivory. Ihr Haar, das sämtliche
Farben des Herbstes hat. Der ständig wechselnde Ausdruck aus ihren
winterhimmelblauen Augen. Und vor allem ihren Geruch nach Wind und
Widerstand. 
Kenzie liebt alles an Amos. Seine hellgrün schimmernden
Augen, sein Lachen und Lächeln, seine Musik, seine Art, sich zu bewegen, seinen
Gang. Und sie liebt es, dass er zu ihr gehört. Zu ihr ganz allein. 
Zwei Liebende. Zwei Schicksale. Und eine Geschichte, in
der alles, aber auch alles miteinander verbunden ist.
(Quelle: Arena)
Zadoc ist anders als andere Kinder. Er trägt ein düsteres
Geheimnis mit sich herum und muss deshalb auch Tabletten einnehmen. Man hält
ihn für verrückt. Nur Ivory steht zu ihm. Eigentlich liebt er sie ja, doch
möchte sie wirklich mit einem Verrückten zusammensein? Ivory mag Zadoc, doch
sie traut sich nicht in ihm mehr zu sehen als nur einen Freund. Immerhin ist er
ein Looser. Sie kämpft gegen ihre Gefühle, bis zu dem Moment wo sie von Zadocs
Geheimnis erfährt. Sie beginnt nachzuforschen und denkt ungeheuerliches auf …
Kenzie und Janis sind Schwestern. Ihre „Eltern“ sind
Insel und Leetha, ein lesbisches Paar. Doch Kenzie ist nicht glücklich, denn
Janis ist hübscher und intelligenter als sie, wird viel mehr gemocht.
Da trifft sie während ihres Studiums in London auf Amos
und verliebt sich. Alles könnte so schön sein, doch dann trifft Amos auf Janis,
und das Schicksal nimmt seinen Lauf …
Der Roman „Liebeskinder“ stammt von der Autorin Jana
Frey. Für mich war dies das erste Buch der Autorin. Nach Lesen des
Klappentextes war ich sehr gespannt was mich wohl erwarten würde und ich habe
wirklich mit Allem gerechnet aber ganz bestimmt nicht damit.
Die Protagonisten im Buch sind außergewöhnlich. Sie alle
sind tiefgründig und sehr realistisch beschrieben.
Mit Zadoc hatte ich Zu Beginn zugegeben ein paar
Probleme. Er beschreibt sich nicht gerade vorteilhaft, eher als
Ausgeschlossenen, eben als Looser.  Auf
andere wirkt Zadoc verrückt, wie ein Versager, der gemieden wird. Ivory liebt
er, beobachtet sie und wäre ihr gerne nahe. Je weiter man im Buch vorankommt,
desto mehr erkennt man als Leser welcher Mensch wirklich hinter Zadoc steckt.
Ivory ist mit Zadoc befreundet, doch sie gibt diese
Freundschaft nicht zu. Und dennoch immer wenn es sein muss hält Ivory zu Zadoc,
ist für ihn da. Sie ist es auch die schreckliche Dinge aufdeckt.
Mackenzie, die Kenzie genannt wird, und Janis sind
Schwestern. Sie sind sehr unterschiedlich. Kenzie ist eher unzufrieden mit sich
und ihrem Leben. Janis hingegen wird geliebt, ist beliebt und ihr fliegt alles
nur so zu.
Die Nebenfiguren im Buch, beispielsweise Hap, Kenzies und
Janis‘ Vater, oder auch Insel und Leetha, oder Zadocs Mutter Claire Wanstall,
sind Jana Frey ganz wunderbar gelungen. Sie sind ebenso außergewöhnlich wie die
Protagonisten.
Der Schreibstil der Autorin ist mitreißend und flüssig zu
lesen. Zu Beginn ist es zwar etwas verwirrend, mit den ganzen Zeitsprüngen aber
es wird besser und dann wird man in eine Geschichte gezogen, die so nicht zu
erwarten ist.
Geschildert wird das Geschehen aus verschiedenen
Perspektiven. Die Kapitel sind gekennzeichnet mit Name und Zeit, so dass man
als Leser nicht durcheinanderkommt.
Es gibt zwei Handlungsstränge, einmal in der Gegenwart
und dann in der Vergangenheit. Diese werden zum Ende hin vereint.
Die Handlung ist keine gewöhnliche Liebesgeschichte. Sie
geht viel tiefer, ist bewegend und berührend. Es geht dramatisch und vor allem
tragisch zu, etwas was der Klappentext so nicht erwarten ließ. Stück für Stück
kommt man als Leser hinter Dinge, Geheimnisse, die aufgedeckt werden, die
schockierend sind. Die Atmosphäre im Buch ist bedrückend und ja ich gebe es zu
des Öfteren musste ich auch ganz schön schlucken.
Die Handlung ist realistisch geschildert, nachvollziehbar
und sehr gut durchdacht.
Zum Ende hin gibt es eine unvorhersehbare Wendung, die
das Ende schockierend und erschreckend macht. Ich habe mit allem gerechnet, nur
nicht damit.
Kurz gesagt ist „Liebeskinder“ von Jana Frey ein
fesselnder und bewegender Roman.
Authentische Charaktere, ein flüssiger mitreißender Stil
und eine Handlung, die emotional ist und mich sehr bewegt hat, da ich nicht
damit gerechnet habe, haben mich hier überzeugt und zum Nachdenken angeregt.
Ganz klar zu empfehlen!
Mein Dank geht an den Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar!

2 Kommentare

  1. Huhu 🙂

    Richtig schöne Rezension! Eine Freundin hat mir vor kurzem erst den Roman empfohlen und ich bin ein totaler Fan von Jana Frey – das klingt echt super 🙂

    Liebe Grüße,
    Marie

  2. Hallo 😉

    Eine schöne Rezi, das Buch muss ich unbedingt lesen. Ich glaube, ich habe schon mal ein Buch der Autorin gelesen,aber ich kann mich leider nicht mehr daran erinnern.

    Liebe Grüße
    Jessi

Kommentare sind geschlossen.

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