Gelesen: „Schnucken gucken“ von Andrea Hackenberg

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Taschenbuch: 336 Seiten 
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Verlag: Knaur
TB
(2. Februar 2015) 
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Sprache: Deutsch 
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ISBN-10: 3426514265  
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ISBN-13: 978-3426514269 
  

Sie stand immer auf der Seite der Schwachen und
Entrechteten. Jetzt steht sie knietief im Dispo: Billi Sander, Umweltaktivistin
und frisch gefeuerte Enthüllungsreporterin, landet da, wo sie nie wieder
hinwollte: zu Hause in der Heide. Um wieder zu Geld zu kommen, heuert Billi im
Feuilleton der Lokalzeitung an. Unter Laienschauspielern, Freizeit-van Goghs
und korrupten Landespolitikern stellt sie schließlich fest: Die Heide ist
tatsächlich eine Kulturlandschaft. Und ihr Exfreund sieht besser aus, als sie
ihn in Erinnerung hatte …
(Quelle: Knaur TB)
Billi Sander ist Mitte 30 und mit Leib und Seele
Landeshauptstadtjournalistin. Durch eine unbedachte Situation aber verliert sie
ihren heißgeliebten Job. Und ehe sie sich versieht ist sie wieder bei Mama im
Provinzkaff, mit einen großen Loch im Geldbeutel. Dieses möchte sie gerne
stopfen, vielleicht mit einem Job in der Provinzredaktion? Alles wäre noch viel
einfacher, wenn da nicht auch noch Manolo wäre. Es ist zwar schon 20 Jahre her,
seit zwischen ihnen was war, aber er sieht halt immer noch verdammt gut aus …
Der Roman „Schnucken gucken“ stammt von der Autorin
Andrea Hackenberg. Es war nicht mein erstes Buch der Autorin, ich kenne bereits
„Bauchgefühle“, welches sie unter einem Pseudonym geschrieben hat und das mir
unheimlich gut gefiel. Angesprochen von Cover und Klappentext war ich also auf
ihr Neuestes Werk gespannt.
Die Charaktere sind wunderbar gelungen. Andrea Hackenberg
hat sie mit viel Liebe ausgearbeitet.
Billi ist sehr temperamentvoll. Sie ist Mitte 30, die 40
nicht mehr weit entfernt, und geht in ihrem Job auf. Dumm nur das sie diesen
durch eine dumme Situation verliert. Sie lässt sich aber nicht unterkriegen,
bleibt sich selbst treu. Sie ist mutig, denn sie schafft es immer wieder
brenzlige Situationen, vor allem mit Manolo zu umschiffen.
Billis Schwester Franzi, eine Kleptomanin und auch ihre
Mutter Antonia, die bereits 60 ist aber ihren Frühling nochmal erleben möchte, sind Andrea Hackenberg sehr gut gelungen.
Die drei Frauen sind sehr unterschiedlich, halten aber,
wenn es sein muss zusammen wie Pech und Schwefel.
Doch auch Manolo ist gelungen. Er möchte heiraten, was
für Billi ein absoluter Graus ist.
Der Schreibstil der Autorin ist humorvoll und sehr gut zu
lesen. Sie schreibt sehr bildhaft, man kann sich alles sehr gut vorstellen.
Die Handlung ist amüsant und das Buch liest sich schnell
weg. Andrea Hackenberg hat einen recht trockenen Humor, der bei mir allerlei
Lacher ausgelöst hat. Sie hat Wendungen ins Geschehen eingebaut, die mich
vollkommen überrascht haben und dafür sorgten, dass ich das Buch nicht aus der
Hand legen konnte.
Das Ende ist sehr schön, es passt wunderbar zur
Gesamtgeschichte. Und ja ich geb es zu ich habe auch ein Tränchen verdrückt.
Zusammenfassend gesagt ist „Schnucken gucken“ von Andrea
Hackenberg ein wunderbarer kurzweiliger Roman.
Die sympathischen Charaktere, der flüssig lesbare sehr
humorvolle Stil der Autorin und eine Handlung, die mich mitfiebern und auch
mitlachen ließ, haben mich ganz wunderbar unterhalten.
Sehr zu empfehlen!
Ich danke der Autorin und dem Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar!

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