Gelesen: „Kirschen im Schnee“ von Kat Yeh


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Gebundene
Ausgabe:
352 Seiten 
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Verlag: Magellan (20.
Februar 2015) 
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Sprache:
Deutsch 
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ISBN-10:
3734847052 
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ISBN-13:
978-3734847059  
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Vom
Hersteller empfohlenes Alter:
11 – 13 Jahre 
  

  
Das weltbeste Rezept für Kirschkuchen – viel mehr ist
GiGi von ihrer Mutter nicht geblieben. Sie erinnert sich nicht mal an sie,
deswegen ist sie froh, dass ihre ältere Schwester DiDi in jeder Lebenslage
weiß, was Ma gemacht hätte. Doch seit sie an der neuen Schule ist, kommen
GiGi immer wieder Zweifel, ob DiDi wirklich das Erfolgsrezept fürs Leben hat.
Und überhaupt, ist sie nicht langsam alt genug, selbst die Zutaten für ihr
Glück zu bestimmen? Welche Rolle dabei ausgerechnet Kirschgrütze, ein
berühmter Sternenforscher und ein rosaroter Lippenstift spielen, konnte ja
keiner ahnen …
(Quelle: Magellan)
GiGi lebt mit ihrer Schwester DiDi zusammen. Von der verstorbenen Mutter
haben sie nur noch das Kochbuch. Immer wenn es Probleme gibt oder auch bei
traurigen Anlässen kochen oder backen sie etwas daraus.
Die beiden Mädchen müssen umziehen, GiGi besucht eine neue Schule, muss
neue Freunde finden, sich einleben. Und es ändert sich so einiges.  GiGi fängt an die Aussagen und Taten ihrer
Schwester anzuzweifeln.
Bei einer Suche nach einem alten Lippenstift entdeckt GiGi dann etwas, das
ihre komplette Welt ins Wanken bringt …
Der Jugendroman „Kirschen im Schnee“ stammt von der Autorin Kat Yeh. Für
mich war dies das erste Buch der Autorin und angesprochen vom wirklich tollen
Cover war ich sehr neugierig auf den Inhalt des Buches.
GiGi heißt eigentlich Galileo Galilei, ist 12 Jahre alt und ein sehr aufgewecktes
und absolut liebenswertes Kind. In der neuen Schule muss sie erst mal Freunde
finden, der Umzug hat vieles für sie verändert. Ihre Bezugsperson ist ihre
Schwester DiDi, die Mutter ist verstorben. Im Verlauf des Buches merkt man als
Leser das GiGi sich merklich entwickelt. Sie möchte ganz langsam aus der
Fürsorge ihrer Schwester heraus, auch mal Sachen für sich selbst entscheiden.
DiDi, der richtige Name ist Delta Dawn die Zweite, ist GiGis große
Schwester. Sie ist deren Bezugsperson, kümmert sich liebevoll um sie. In GiGis
Augen ist DiDi auf jeden Fall die beste Schwester die man haben kann.
Neben den beiden Schwestern gibt es noch weitere wirklich sehr schön
ausgearbeitete Charaktere. So zum Beispiel Mace, die GiGi irgendwie sehr zu
hassen scheint und es nur auf DiDis Freundschaft abgesehen hat. Oder auch GiGis
neue Freunde, die ihr beistehen. Die Charaktere wirken, ebenso wie die
Schwestern, authentisch gestaltet.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr gut verständlich und leicht und locker
zu lesen. Zwischendrin gibt es tolle Rezepte, die teilweise richtig lustig
aufgeschrieben wurden. Sie beinhalten zudem vielerlei Lebensweisheiten.
Das Verhältnis der Schwestern steht in diesem Buch klar im Mittelpunkt. Die
Gefühle beider werden sehr gut beschrieben, man kann sich als Leser wirklich
gut sowohl in GiGi als auch in DiDi hineinversetzen. Themen wie Liebe,
Eifersucht, die Sehnsucht nach der Mutter aber auch der Weg sich selbst zu
finden kommen hier zum Tragen und lassen den Leser immerzu weiterlesen. Man
möchte erfahren wie sich das Leben der Schwestern weiterentwickelt und ist
bewegt vom dem was man dann liest.
Das Ende war für mich eine wirkliche Überraschung. Ich habe vorher schon
intensiv überlegt wohin der Weg gehen könnte, doch damit hatte ich nicht
gerechnet. Es hat mich mitgenommen, berührt und auch zum nachdenken angeregt.
Und auch nach dem Zuklappen des Buches waren meine Gedanken noch eine ganze
Weile bei der Geschichte.
Alles in Allem ist „Kirschen im Schnee“ von Kat Yeh ein ganz wunderbares
Buch, das mich sehr bewegt hat.
Die authentisch ausgearbeiteten Charaktere, der leicht lesbare Stil der
Autorin und eine Handlung die mich mitgenommen hat und mich die Gefühle der
Schwestern hat fühlen lassen haben mich hier auf ganzer Linie begeistert.
Ganz klar zu empfehlen!
Ich bedanke mich beim Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar und die gemeinsame Leserunde auf Lovelybooks!

Ein Kommentar

  1. Das Cover ist wirklich schön, hatte das Glück es als Postkarte auf der Buchmesse zu ergattern (bzw. meine Schwester, wir streiten drum).
    Der MagellanVerlag ist dieses Jahr gut mit dabei, habe noch "Back to Blue" und "Bis aufs Haar" zuhause, beide sehr vielversprechend!

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