Gelesen: „Zoom: Alles entwickelt sich“ von Lena Hach

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Taschenbuch: 247 Seiten 
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Verlag: Beltz
& Gelberg
(2. März 2015) 
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Sprache: Deutsch 
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ISBN-10: 3407811853 
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ISBN-13: 978-3407811851  
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Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 –
15 Jahre 
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Till fotografiert.
Paula schreibt. Eine ideale Kombination. Eigentlich. Doch die Liebe ist
manchmal ganz schön kompliziert …
Till hat die Kamera seines Vaters, eine alte Leica M4,
überall dabei. Aber die Fotos will Till erst entwickeln, wenn sich sein
verschwundener Vater bei ihm meldet. Als Paula, die Chefredakteurin der
Schülerzeitung, Till bittet, auf der Klassenfahrt Bilder zu machen, gerät er in
ein Dilemma: Er findet Paula toll. Ach was – er ist total in sie verknallt!
Aber was ist mit seinem Vorsatz? Kann Till Paula die Wahrheit über seinen Vater
sagen?
(Quelle: Beltz & Gelberg)
Till fotografiert für sein Leben gerne. Von anderen wird
der Junge, den man eigentlich nie ohne Kamera seiht, aber meist nur müde
belächelt. Was sie nicht wissen, die Kamera hat Till gefunden als ihn sein
Vater mal wieder an einem Geburtstag versetzt hat. Seitdem geht er nicht mehr
ohne Kamera außer Haus, will alles festhalten, solange bis sein Vater
wiederkommt.
Paula nimmt Till eigentlich nicht wahr. Sie geht zwar
auch in die 10. Klasse wie er aber mehr haben sie nicht gemeinsam. Bis die
Schülerzeitung, wo Paula mitwirkt, einen Wettbewerb gewinnen muss. Hierfür
werden gute Fotos benötigt und Till scheint wie geschaffen zu sein.
Lässt er sich darauf ein? Haben die Gefühle, die Till für
Paula entwickelt eine Chance?
Der Jugendroman „Zoom: Alles entwickelt sich“ stammt von
der Autorin Lena Hach. Es ist ihr zweites Jugendbuch, für mich war dies aber
der erste Roman der Autorin.
Die beiden Protagonisten haben mir eigentlich ganz gut
gefallen.
Till geht in die 10. Klasse und ist sehr zurückhaltend
und schüchtern. Er wird von allen eher nur belächelt, denn er hat immer seine
Kamera dabei. Eine Freundin hatte Till bisher noch nicht, könnte es sich aber
durchaus vorstellen. Er kennt Paula, hat aber eigentlich nichts mit ihr am Hut.
Und das obwohl sie ihm doch sehr gut gefällt.
Paula dreht eine Ehrenrunde in der 10. Klasse. Sie ist
eine Macherin, weiß ziemlich genau was sie will und wie sie daran kommt. Sie
hat einen Freund, Marvin. Er ist Musiker aber Paula ist in der Beziehung
überhaupt nicht glücklich. Auf Till geht Paula im Verlauf der Handlung immer
mehr zu.
Marvin ist Musiker und Paulas aktueller Freund. Ihn
mochte ich eigentlich so rein gar nicht.
Der Schreibstil der Autorin ist locker, leicht und zudem
recht humorvoll.
Geschildert wird das Geschehen aus Sicht einer 3. Person,
quasi von außen mit Blick aufs Geschehen. So lernt man die Personen von oben
herab kennen, bekommt einen Blick hinter die Fassaden. Die Beweggründe von Till
und Paula werden so auch gut klar und verständlich.
Die Handlung ist typisch für das Jugendbuchgenre. Es
beinhaltet eine süße Liebesgeschichte, die mir wirklich gut gefallen hat. Sie
wirkt nicht kitschig oder übereilt, es geht Schritt für Schritt voran. Es geht
recht lebendig zu, gibt aber auch dramatische Szenen, die traurig stimmen.
Lena Hach stellt nicht nur die Beziehung von Paula und
Till in den Mittelpunkt, es geht auch um Tills Suche nach seinem Vater.
Allerdings gibt es auch negative Dinge, die ich anmerken
muss. Es werden sehr viele Kraftausdrücke verwendet, so dass man genau schauen
sollte in welchem Alter der Leser ist. Für 12-jährige empfand ich es teilweise
schon zu extrem. Außerdem dauert es doch ziemlich lange bis wirklich Fahrt
aufkommt. Das Potential wurde hier nicht komplett genutzt, denn mehr Tempo
hätte hier doch gut getan.
Das Ende hat mich auch recht enttäuscht. Es wirkt auf
mich merkwürdig, es ist nicht eindeutig klar ob es wirklich gut oder wirklich
schlecht ist. Zudem gibt es doch zu viele offene Fragen, die mich grübelnd
zurückgelassen haben. Ich hatte mir doch etwas anderes erwartet.
Zusammenfassend gesagt ist „Zoom: Alles entwickelt sich“
von Lena Hach ein doch recht guter Jugendroman.
Die gut ausgearbeiteten Charaktere, der locker leicht
lesbare Stil der Autorin und eine Handlung, die eine süße Liebesgeschichte
beinhaltet, aber eben auch viele Kraftausdrücke und die doch sehr lange braucht
um in Fahrt zu kommen, lassen mich zwiegespalten zurückgelassen. Hier wurde
Potential verschenkt.
Schade!
Ich bedanke mich beim Beltz & Gelberg Verlag und Blogg dein Buch für das zugesandte Exemplar!
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