Gelesen: „Die wunderbare Welt des Kühlschranks in Zeiten mangelnder Liebe“ von Alain Monnier

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Gebundene
Ausgabe:
160 Seiten 
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Verlag: Arche (1. April 2015) 
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Sprache: Deutsch 
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ISBN-10: 3716027340  
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ISBN-13: 978-3716027349
Das Buch beim Verlag

Es sind ja immer die simplen Dinge im Leben, die Großes
verändern. Da bestellt eine entzückende, etwas unterkühlte Französin in
Toulouse einen neuen Kühlschrank –
und der ist defekt. So weit, so normal. Aber dann: Marie – das ist die Schöne – ruft die Hotline der Firma an, die ihr
das Haushaltsgerät verkauft hat, und was passiert? Nach und nach treffen
17 Kühlschränke in Maries Wohnung ein, während in Indonesien ein neues
Thermostat auf seinen Transport ins ferne Frankreich wartet. Halb Europa ist
unterwegs, um ihr zu helfen, und das bleibt natürlich nicht unbeobachtet: Das
Fernsehen kommt, sogar die BILD aus Deutschland berichtet. Wie gut, dass Marie
einen verlässlichen Freund an ihrer Seite hat. Er ist Schriftsteller und erzählt
diese Geschichte so herzerwärmend komisch, dass mangels Kühlung nicht nur in
Toulouse die Temperaturen steigen.
(Quelle: Arche Verlag)
Marie muss sich einen neuen Kühlschrank kaufen, denn ihr altes Gerät ist
kaputt gegangen. Also lässt sie sich einen neuen liefern. Doch die Spediteure
schließen das neue Gerät weder an noch nehmen sie den alten mit. Also muss
Marie selbst ran. Dann der Schock, auch der neue Kühlschrank ist defekt. Sie
muss sich an den Kundenservice wenden und setzt damit eine Lawine ungeahnten
Ausmaßes in Gang. Denn plötzlich hat sie 17 Kühlschränke in ihrer Wohnung
stehen und außerdem berichten Fernsehen und auch die Zeitung über sie …
Der Roman „Die wunderbare Welt des Kühlschranks in Zeiten mangelnder Liebe“
stammt vom Autor Alain Monnier. Für mich war dieses
Buch das erste des Autors und ich war wirklich sehr gespannt was mich hier wohl
erwarten würde. Der Titel jedenfalls gefiel mir bereits sehr.
Marie ist eine wirklich sehr gut
beschriebene Protagonistin. Sie ist bereits über 30 Jahre alt, hat kurze Haare
und blaue Augen. Und Marie benötigt einen neuen Kühlschrank. Sie ist soweit
richtig liebenswert, wenn auch ein wenig eigen. Und Marie redet wie ihr der Mund
gewachsen ist. So stößt sie anderen aber liebend gerne auch mal vor den Kopf,
kann aber damit leben. Man kann sich als Leser Marie wirklich gut vorstellen.
Neben ihr gibt es noch weitere, zum
Teil wirklich sehr außergewöhnliche und skurrile Charaktere, die der Autor auch
wirklich sehr gut beschrieben hat.
Der Schreibstil des Autors ist sehr
poetisch. Er schreibt sehr bildgewaltig und blumig, manches Mal musste ich
Aussagen doppelt lesen um sie auch wirklich zu verstehen.
Besonders gut gefiel mir das der
Erzähler den Leser mit einbezieht. Er spricht ihn zu mancher Zeit auch mal
direkt an, lässt ihn Teil werden der Geschichte.
Die Handlung an sich ist amüsant und
schon wirklich skurril. Es geht nicht nur darum ob Marie nun einen
funktionierenden Kühlschrank bekommt und welche Hürden sie bis dahin in der
Servicewüste überwinden muss, nein es geht auch um die zwischenmenschlichen
Beziehungen. So fragt man sich als Leser beispielsweise zu wem Marie sich am
Ende hingezogen fühlt. Man sollte aber nicht alles wirklich bierernst nehmen,
auch wenn ich durch das Buch schon auch nachdenklich gestimmt wurde.
Man überlegt als Leser automatisch
mit, wo die eigenen Prioritäten im Leben liegen, wer einem am wichtigsten ist
und was wirklich zählt.
Das Büchlein, denn mehr ist es mit
seinen 160 Seiten wirklich nicht, hallt auch nach dem Beenden noch ziemlich
lange nach.
Abschließend gesagt ist „Die wunderbare Welt des Kühlschranks in Zeiten
mangelnder Liebe“ von Alain Monnier ein ziemlich
außergewöhnliches Buch, das bei mir Nachwirkungen hinterlassen hat.
Eine toll beschriebene Protagonistin,
der poetische bildgewaltige Stil des Autors und eine skurrile Handlung, die
jedoch sehr zum nachdenken anregt haben mich hier wirklich bestens unterhalten
und überzeugt.
Ganz klare Leseempfehlung!
Ich bedanke mich beim Verlag für das Rezensionsexemplar!
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