Gelesen: „Devil’s River“ von Thomas Thiemeyer

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Broschiert: 512 Seiten 
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Verlag: Knaur
HC
(2. März 2015) 
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Sprache: Deutsch 
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ISBN-10: 3426517159 
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ISBN-13: 978-3426517154 

Es bedarf eines Ungeheuers, um ein Ungeheuer zu töten…
Kanada 1878. River, eine junge Frau vom Stamm der Ojibwe, muss miterleben, wie
ihr Dorf von etwas heimgesucht wird, das kein Mensch sein kann. Die Hütten von
einer gewaltigen Kraft zerstört, Männer und Frauen grausam ermordet, scheint
eine uralte Legende zum Leben erwacht zu sein. River schwört Rache – und
verbündet sich mit einem gesuchten Mörder.
England 2015. Durch den Tod ihrer Großmutter aufgerüttelt, begibt sich die
Studentin Eve auf die Spur eines Familiengeheimnisses, das in der kanadischen
Wildnis wurzelt …
(Quelle: Knaur HC)
London in der Gegenwart:
Die Großmutter der jungen Eve ist verstorben. Sie erbt das Haus und damit die
gesammelten Erinnerungen. Zudem erhält sie vom Notar zwei Schlüssel. Einer ist
für das Haus, der andere für eine Truhe auf dem Dachboden. In der Truhe findet
Eve unter anderem ein Buch mit der Familiengeschichte. Es ist die Geschichte von
River und Nathan. River hat ihren Stamm verloren, durch ein Ungeheuer, einen
Dämon. Nathan möchte ihr helfen, obwohl er selbst ein Mörder ist. River willigt
ein und es beginnt eine spannende Suche …
Der Thriller „Devil’s River“ stammt vom Autor Thomas
Thiemeyer. Für mich war dieses Buch nicht das erste des Autors und ich war
ziemlich neugierig darauf was sich der Autor hier wohl hat einfallen lassen.
River, die Protagonistin in der Vergangenheit, hat mir
unglaublich gut gefallen. Sie ist eine sehr sympathische und vor allem starke
junge Frau. Sie weiß ziemlich genau was sie will, geht ihren Weg entschlossen.
Allerdings wurde sie nie vollständig von den Indianern akzeptiert. Sie trifft
zum Teil richtig mutige Entscheidungen.
Neben River gibt es in der Vergangenheit noch Nathan. Er
ist ein Massenmörder und eine wirklich sehr interessante und gut durchdachte
Figur. Er ist zudem drogenabhängig und im Verlauf der Handlung bringt man als Leser
zunehmend Verständnis für Nathan auf.
In der Gegenwart ist Eve die Protagonistin. Sie ist
Studentin, handelt aber sonst kaum und ist eine doch eher schwache Person. Sie
ist verlobt, liebt den Mann aber nicht wirklich sehr. Und von ihrer Mutter wird
Eve immerzu unterbuttert. Nach dem Tod ihrer Großmutter liest Eve in einem Buch
von der Familiengeschichte und somit von River und Nathan.
Neben den genannten Personen gibt es noch andere Charaktere,
sowohl in der Gegenwart als auch der Vergangenheit. Sie sind ebenfalls recht
gut beschrieben.
Der Schreibstil des Autors ist detailliert und sehr
flüssig zu lesen. Es gibt zwei Erzählstränge, einmal in der Gegenwart und dann
im Jahr 1878. Besonders der Strang der Vergangenheit ist Thomas Thiemeyer sehr
gut gelungen.
Geschildert wird das Geschehen aus Sicht von Eve in der
Ich-Perspektive. Sie bildet quasi die Rahmenhandlung, die Geschichte von River
und Nathan wird von ihr gelesen.
Die Handlung an sich ist spannend gehalten. Man wird als
Leser direkt ins Geschehen geschmissen. Es ist eine Mischung aus Thriller und
Fantasy. Thomas Thiemeyer baut geschickt etwas düstere gruselige Szenen ins
Geschehen ein, die Handlung ist zudem sehr originell und lebendig gehalten.
Zum Ende hin durchleben sowohl Eve als auch ihre Mutter
eine nachvollziehbare und gut zu verstehende Wandlung, die ruhig schon früher
hätte kommen können.
Das eigentliche Ende ist recht offen gehalten. Es ist
eher kurz gehalten, wenn man es in Relation zum gesamten Inhalt des Buches
setzt. Dennoch passt es hier wirklich gut, ist schlüssig aufgebaut und die
enthaltene Botschaft kommt beim Leser an.
Kurz gesagt ist „Devil’s River“ von Thomas Thiemeyer ein
sehr guter mystisch angehauchter Thriller.
Die gut ausgearbeiteten Charaktere, der lebedige gut
lesbare Stil des Autors und eine originelle Handlung, die eine Mischung aus
Thriller und Fantasy darstellt, haben mir hier spannende Lesestunden beschert.
Durchaus lesenswert!
Ich bedanke mich beim Verlag für das zugesandte Rezensionsexemplar!

Ein Kommentar

  1. Hallo Manja,

    ich habe es schon auf der WL, spätestens nach deiner Rezension wäre es drauf gewandert. Habe aber doch schon viele gute Meinungen zu dem Buch gehört.

    Liebe Grüße,
    Nicole

Kommentare sind geschlossen.

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