Gelesen: „Die Überlebenden“ von Alexandra Bracken


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Taschenbuch: 544 Seiten 
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Verlag: Goldmann Verlag (18.
August 2014) 
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Sprache: Deutsch 
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ISBN-10: 3442479088 
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ISBN-13: 978-3442479085  
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Originaltitel: The Darkest Minds

Ruby hat überlebt. Doch der Preis dafür war hoch. Sie hat
alles verloren: Freunde, Familie, ihr ganzes Leben. Weil sie das Virus überlebt
hat. Weil sie nun eine Fähigkeit besitzt, die sie zur Bedrohung werden lässt,
zu einer Gefahr für die Menschheit. Denn sie kann die Gedanken anderer
beeinflussen. Deshalb wurde sie in ein Lager gebracht mit vielen anderen
Überlebenden. Deshalb soll sie getötet werden. Aber Ruby hat nicht überlebt, um
zu sterben. Sie wird kämpfen, schließlich hat sie nichts zu verlieren. Noch
nicht …
(Quelle: Goldmann)
In den USA gab es einen grausamen Virus, der fast alle Kinder zwischen 10
und 14 Jahren dahingerafft hat. Die wenige Überlebenden haben alle plötzlich
besondere Gaben. Allerdings haben die Menschen Angst vor eben diesen Kindern
und stecken sie deshalb in Lager. Dort werden sie rund um die Uhr bewacht, es
werden medizinische Tests mit ihnen durchgeführt und es geht sehr grausam zu.
Eines dieser Kinder ist Ruby. Sie kommt im Alter von 10 Jahren in solch ein
Lager. 6 Jahre später kann sie mit anderen Kindern fliehen. Doch die Angst
wieder eingefangen zu werden ist groß. Es gibt verschiedene Leute, die
Interesse an Ruby haben, doch nicht jeder hat wirklich ihr Wohl im Sinn …
Der dystopische Roman „Die Überlebenden“ stammt von der Autorin Alexandra
Bracken. Es ist der Auftakt zu einer Trilogie.
Die Charaktere sind wirklich äußerst gut gestaltet.
Ruby wirkt sehr realistisch. Sie ist 16 Jahre alt und denkt auch mal an
sich, nicht nur an andere. Sie hat eine besondere Gabe und musste bereits in
ihrer Kindheit viel durchmachen. Ruby ist keine 0815 Figur, sie wirkt sehr
besonders. Im Verlauf der Handlung macht sie eine glaubhafte und vor allem
nachvollziehbare Entwicklung durch. Sie wird stark, selbstbewusst und äußerst
tough.
Auch ihre Freunde Liam, Chubs und Zusume sind ebenso sehr besonders. Chubs
wir Dickerchen genannt, dabei ist er gar nicht so dick. Er liebt Bücher und ist
anderen gegenüber ein wenig misstrauisch. Zusume schweigt die ganze Zeit,
weigert sich mit anderen zu sprechen. Und Liam ist jemand der Chubs und Zusume
unbedingt beschützen möchte. Zwischen ihm und Ruby entwickelt sich eine Liebe,
die wunderbar dargestellt ist. Sie ist einfach da, das merken die beiden auch
im Laufe der Handlung.
Es gibt noch weitere Nebenfiguren, die mir ebenso sehr gut gefallen haben.
Jeder hat hier seinen Platz und gehört einfach zur Geschichte dazu.
Der Schreibstil der Autorin ist einnehmend und hat mich mitgerissen. Sie
schreibt flüssig und ich bin beinahe durch die Seiten gerast, wollte immerzu
wissen wie es weitergeht. In meinem Kopf herrschte von Beginn an ein reges
Kopfkino, da Alexandra Bracken auch sehr bildhaft alles beschreibt.
Die Handlung ist sehr spannend. Es sind zwar doch einige Seiten zu lesen,
doch im gesamten Buch kommt niemals Langeweile auf. Eher im Gegenteil, das
Tempo ist recht hoch und man ist als Leser an die Seiten gefesselt.
Die Idee hinter der Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Es wirkte frisch
auf mich, alles ist sehr detailliert und nachvollziehbar.
Das Ende ist erstaunlich. Es gab vorher eine unvorhersehbare Wendung,
welche die Handlung in eine neue Richtung gelenkt hat. Als Leser wird man hier
atemlos und mit einem doch ziemlichen Cliffhanger zurückgelassen und muss zu
Teil 2 greifen um zu erfahren wie es weitergeht.
Kurz gesagt ist „Die Überlebenden“ von Alexandra Bracken ein erstklassiger
Auftakt der dystopischen Trilogie.
Wunderbar gestaltete Charaktere, ein einnehmender Schreibstil der Autorin
und eine Handlung die spannend ist, den Leser an die Seiten fesselt und ihn am
Ende atemlos zurücklässt, haben mich hier komplett überzeugt und machen
neugierig auf mehr.
Klar zu empfehlen!
Ich danke dem Verlag für das Rezensionsexemplar!

Ein Kommentar

  1. Hallo Manja,

    freut mich, dass es dir auch gefallen hat! Mittendrin – bei den ganzen Verfolgungsjagden – fand ich es aber recht zäh und etwas unübersichttlich und auf einmal hat's mich dann gepackt. Und beim Ende muss ich dir zustimmen, es war grandios!

    Liebe Grüße,
    Nicole

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