Gelesen: „Nacht ohne Namen“ von Jenny-Mai Nuyen


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Gebundene Ausgabe: 448 Seiten 
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Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. März
2015) 
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Sprache: Deutsch 
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ISBN-10: 3423761091 
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ISBN-13: 978-3423761093 
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Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 – 16 Jahre

Eine magische Liebe in Berlin
Manche Menschen
sind füreinander bestimmt. So wie Nicki und Canon. Sie haben ihre eigene Welt.
U-Bahnfahren in der morgengrauen Großstadt. Verstehen sich fast ohne Worte. Und
doch wissen sie nicht viel voneinander. Ihre wahren Namen zum Beispiel kennen
sie nicht. Und als Canon verschwindet, kommt Nicki einem noch viel größeren
Geheimnis in seinem Leben auf die Spur. Denn sie teilt Canon mit einem Dämon –
einem Dämon, der in üblen Schwierigkeiten steckt…
(Quelle: dtv)
Canon ist
verschwunden und Nicki ist außer sich vor Sorge um ihn. Sie beginnt ihn zu
suchen und findet plötzlich viel Blut. Da sie nicht genau weiß woher es stammt
folgt sie den Hinweisen in Canons Wohnung. So aber begibt sie sich in große
Gefahr. Sie trifft auf Tallis, er ist ihr Retter in größter Not. Und plötzlich
ist Nicki Teil einer ihr vollkommen unbekannten Welt. Die Grenzen zwischen den
Welten verschwimmen miteinander.
Doch wie weit wird
Nicki gehen? Wird sie alles riskieren?
Der Jugendroman „Nacht
ohne Namen“ stammt von der Autorin Jenny-Mai Nuyen. Für mich war dies
der erste Roman der Autorin und ich war neugierig darauf. Das Cover und der
Klappentext jedenfalls haben mich sehr angesprochen.
Nicki ist eine soweit sympathische Protagonistin. Eigentlich
heißt sie Estella und zu Beginn wirkte sie etwas einsam und verloren. Den
Verlust ihres Vaters hat Nicki eigentlich nie ganz verwunden. Mit der Zeit wird
Nicki aber stärker und beginnt über sich hinauszuwachsen. Diese Entwicklung
gefiel mir richtig gut.
Canon ist ein ziemlich ruhiger Charakter. Zu Beginn wirkt
er geheimnisvoll und erst nach und nach findet man als Leser etwas über ihn
heraus. Er und Nicki passen wirklich gut zusammen.
Auch die Nebencharaktere haben mir recht gut gefallen.
Hier sind mir besonders die Dämonen aufgefallen. Sie sind alle wirklich unterschiedlich
und gut gestaltet.
Der Schreibstil der Autorin war für mich doch
gewöhnungsbedürftig. Ich brauchte meine Zeit um wirklich im Buch anzukommen.
Der direkte Einstieg ganz ohne jegliches Vorwissen hat es für mich noch
schwieriger gemacht. Nach einiger Zeit ging es dann ganz gut und ich kann
flüssig durch die Seiten.
Die Handlung selbst bot mir nicht ganz die Spannung, die
ich erwartet habe. Von der Grundidee, das Menschen und Dämonen sich einen
Körper teilen, hat es mir sehr gut gefallen. Allerdings ließ die Umsetzung doch
etwas zu wünschen übrig. Es wirkte an einigen Stellen doch eher zäh und
langatmig. Hier wäre vielleicht doch weniger mehr gewesen.
Zum Ende hin wird es dann doch noch interessanter und
auch spannender und das letzte Drittel konnte mich doch für sich einnehmen.
Das Ende ist soweit abgeschlossen. Allerdings hat sich Jenny-Mai
Nuyen eine Hintertür offen gelassen was eine mögliche Fortsetzung angeht.
Zusammenfassend gesagt ist „Nacht ohne Namen“ von Jenny-Mai
Nuyen ein gutes Buch mit aber eindeutigen Schwächen.
Sympathische Charaktere stehen hier einem
gewöhnungsbedürftigen Stil und einer Handlung, die zwar eine tolle Grundidee
hat aber Längen aufweist, gegenüber. Das vorhandene Potential wurde hier leider
nicht ausreichend genutzt.
Schade!
Ich bedanke mich beim Verlag für das bereitgestellte Leseexemplar!
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