Gelesen: „Zwischen uns die Flut“ von Eva Moraal

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Broschiert: 400 Seiten 
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Verlag: Oetinger Taschenbuch
(1. Mai 2015) 
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Sprache: Deutsch 
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ISBN-10: 3841503519 
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ISBN-13: 978-3841503510  
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Vom
Hersteller empfohlenes Alter:

16 – 17 Jahre

Zwei Familien, zwei Schicksale. Dazwischen eine Liebe,
die nicht sein darf. Als Nina und Max sich ineinander verlieben, steht ein
großes Geheimnis zwischen ihnen. Es wird ihre Wege auseinanderreißen und wieder
zueinanderführen. Doch die Wahrheit kann zerstörerisch sein. Sie sät Zorn, wo
Schuld gesucht wird. Und nur allzu schnell werden aus Opfern Täter. Eine
atemlose Jagd nimmt mit einer Entführung ihren Lauf, und schon bald ist klar:
Nichts ist, wie es scheint.
(Quelle: Oetinger Taschenbuch)
Nina lebt ein Leben im Geheimen. Seit ihre Schwester tot ist hat sich bei
ihr alles verändert. Unter einem falschen Namen geht sie fortan auf eine neue Schule,
aus Angst vor Terroristen und Anschlägen. Dort lernt sie Max kennen. Zunächst
können sie gar nicht miteinander, dann aber entdecken sie die Gefühle füreinander.
Doch Max ist nicht irgendwer, er ist der Sohn von Rebellen.
Hat die junge Liebe von Max und Nina überhaupt eine Chance?
Der Jugendroman „Zwischen uns die Flut“ stammt von der Autorin Eva
Moraal. Es ist das Debüt der Autorin, das mich durch einen sehr ansprechend
klingenden Klappentext sehr angesprochen hat.
Nina ist eine an sich tolle Protagonistin. Sie ist eine
sogenannte Trockene und kommt aus recht gutem Elternhaus. Nina ist ein doch
ruhiges schüchternes Mädchen, das sich bei den Bediensteten wohler fühlt als
bei den eigenen Eltern. Sie versucht zudem stark zu wirken aber immer wieder
gibt es schwache Momente bei ihr.
Max ist der Sohn von Rebellen. Er ist ein sogenannter
Nasser, der sehr temperamentvoll ist. In ihm hat sich viel Wut angestaut, die
er nur sehr schwer unter Kontrolle halten kann. Max kennt, anders als Nina,
keinen Luxus, muss damit leben was er hat.
Es gibt noch weitere Charaktere im Buch und auch diese
sind Eva Moraal soweit gut gelungen. Bei manch einem hätte ich mir aber
vielleicht doch noch ein paar mehr Informationen gewünscht.
Der Schreibstil der Autorin lässt sich sehr gut lesen.
Die Geschichte lässt sich flüssig und gut lesen, sie beschreibt die Szenen
zudem auch sehr bildhaft.
Geschildert wird das Geschehen abwechselnd aus den
Perspektiven von Nina und Max. Für beide Sichtweisen hat Eva Moraal die
Ich-Perspektive verwendet, so dass man einen sehr guten Einblick in die doch
verschiedenen Welten bekommt.
Die Handlung ist in einer gar nicht so weit entfernten
Zukunft angesiedelt. Es geht teilweise doch sehr heftig, brutal und auch gewalttätig
zu. Das Setting ist interessant und auch spannend gehalten, wobei ich auch hier
sagen muss in ein paar Situationen hätten mir mehr Informationen besser
gefallen.
Die Liebegeschichte zwischen Nina und Max ist nicht gerade
einfach. Beide kommen aus verschiedenen Welten und eigentlich dürfen die
Gefühle, die beide füreinander haben, nicht sein. Die Liebe entwickelt sich
langsam, was mir sehr gefallen hat.
Die politische Lage der Zeit hat Eva Moraal sehr gut
rübergebracht und es ist zum Teil auch heute schon so wie im Buch, was erschreckend
ist.
Das Ende hat mir sehr gut gefallen. Es passt gut zur
gesamten Handlung und wie es aussieht ist dieser Band wohl kein Einzeltitel,
sondern es soll einen weiteren Teil geben.
Zusammenfassend gesagt ist „Zwischen uns die Flut“ von Eva
Moraal ein sehr gutes Debüt der Autorin.
Die authentischen Charaktere, der gut lesbare Stil der
Autorin und eine spannende und interessante dystopische Handlung haben mir hier
wirklich unterhaltsame Lesestunden beschert.
Durchaus lesenswert!
Ich danke dem Verlag für das zugesandte Rezensionsexemplar!
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