Gelesen: „An den Rändern der Nacht“ von Isabel Morland

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Format: Kindle Edition 
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Dateigröße: 1404 KB 
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Seitenzahl
der Print-Ausgabe:
282 Seiten 
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Verlag: Edel:eBooks
(30. April 2015) 
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Sprache: Deutsch

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Eine Frau ohne
Vergangenheit.
Ein Verbrechen ohne Namen.
Eine Liebe, die ihren Tribut fordert.
Eine junge Frau leidet an Gedächtnisverlust, spontan und aus der Not
geboren nennt sie sich „Audrey Lafayette“. Verloren und von Angst getrieben,
irrt sie durch Paris, ehe sie dank eines Zufalls eine Stelle als Hausmädchen in
einer Botschaft ergattert. Für Audrey ist dies die Chance auf einen Neuanfang.
Schon bald zieht sie die Aufmerksamkeit von gleich zwei jungen Männern auf
sich,  doch die behütete Atmophäre in ihrem neuen Zuhause trügt. Audrey
ahnt nicht im Geringsten, dass jeder in dieser Botschaft ein falsches Spiel treibt,
und nichts so ist, wie es scheint. Denn durch ihre Ankunft gerät eine sorgsam
vorbereitete Intrige ins Wanken. Ihre Verletzlichkeit, ihre Attraktivität
bringen sowohl Luc, der für den französischen Geheimdienst arbeitet, ebenso wie
Philippe, Mitglied der korsischen Mafia, dazu, ihre Aufträge zu
vernachlässigen. Zunächst kann sie sich nicht zwischen den beiden Männern
entscheiden, doch als sie mit Luc eine leidenschaftliche Liebesnacht verbringt,
eskaliert das fragile Gefüge in der Botschaft. Audrey befindet  sich
unversehens in einem mörderischen Intrigenspiel, in dem sie nicht einmal sich
selbst vertrauen kann. Denn immer noch weiß sie nicht, warum sie ihr Gedächtnis
verloren hat. Doch eine dunkle Ahnung keimt in ihr …
(Quelle: Edel eBooks)

Der Pariser Bahnhof, eine junge Frau die ohne Gedächtnis umher irrt. Wer
ist sie? Woher kommt sie und wo will sie hin? Sie weiß es nicht. Geblieben ist
ihr nur eine Tasche mit den Initialen A. L. . Sie überlegt wofür diese beiden
Buchstaben stehen könnten, kommt aber zu keinem Ergebnis.
Als sie die Frau des Botschafters von Venezuela kennenlernt nennt sie sich
kurzerhand Audrey Lafayette. Und sie bekommt eine Anstellung als Hausmädchen im
Haus des Botschafters. Dort lernt sie Luc, den Nachbarn kennen und wenig späte
tritt auch Philippe in ihr Leben. Er ist der Diener im Haus des Botschafters. Audrey
fühlt sich zu beiden irgendwie hingezogen, doch wer meint es wirklich ernst mit
ihr? Oder verfolgen beide nur ihre eigenen Ziele? Und was ist der Botschafter
für ein Mann?
Ehe Audrey sich versieht gerät sie zwischen die Fronten und die Mafia hat
auch ihre Finger mit im Spiel …
Der Roman „An den Rändern der Nacht“ stammt aus der Feder der Autorin
Isabel Morland. Es ist das Debüt der Autorin und ich wurde hier vom Klappentext
sehr angesprochen.
Audrey ist eine sehr authentisch beschrieben Person. Sie wirkt ziellos,
verschreckt und ängstlich. Sie weiß nicht wohin sie gehen soll und woher sie überhaupt
kommt. Das Leben hat ihr übel mitgespielt, sie ist ziemlich verzweifelt. Audrey
hat ihr Gedächtnis verloren und genau das berührt den Leser. Sie ist
sympathisch, auch wenn man nicht wirklich etwas über sie erfährt.
Die Männer Luc und Philippe sind beide ebenso sehr gut gestaltet. Bei
beiden ist es so, dass man, je weiter man im Buch voranschreitet, immer mehr
über sie erfährt. Zunächst sind beide eher schwammig beschrieben, doch sie
werden immer klarer und man kann sie sich als Leser sehr gut vorstellen.
Mercedes, die Frau des Botschafters, ist eine interessante Frau. Ihre Figur
macht eine Wendung durch, die ich so gar nicht erwartet hatte.
Jesus, der Boschafter von Venezuela, war mir nicht sonderlich sympathisch.
Er ist zudem auch nicht unbedingt der, für den man ihn hält.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und ich kam sehr gut durch die
Seiten. Zu Beginn wirkte es eher unstimmig auf mich, da ich nicht wirklich
wusste wohin die Reise geht. Doch das wurde rasch besser und ich wurde in den Bann
der Geschichte gezogen.
Geschildert wird das Geschehen aus unterschiedlichen Perspektiven. Dies
macht die Geschichte komplex und tiefgründig. Sie ist facettenreich und es
passiert eigentlich immer etwas.
Die Handlung an sich ist spannend, mysteriös und geheimnisvoll. Ich muss
zugeben, das Buch hat sich in eine Richtung entwickelt, die ich so rein gar
nicht erwartet habe. Nach und nach gibt es immer mehr Puzzleteile, die Audreys
wahres Leben beleuchten.
Es gibt eine Liebesgeschichte im Buch. Diese spielt sich aber nur am Rande
ab und passt so wie sie ist gut zur Gesamtgeschichte.
Als Schauplatz hat Isabel Morland Paris gewählt. Die Orte sind sehr gut
beschrieben und man kann sie sich vorstellen, so als wäre man quasi mittendrin
dabei.
Das Ende passt in meinen Augen wunderbar zur Gesamtgeschichte. Es bietet
dem Buch ein tolles Ende, löst soweit alles auf und hat mich letztlich zufrieden
zurückgelassen.

Kurz gesagt ist „An den Rändern der Nacht“ von Isabel Morland ein
gelungener Roman vor einer tollen Kulisse.
Die tiefgründig beschriebenen Charaktere, der flüssig lesbare Stil der
Autorin und eine Handlung, die spannend und geheimnisvoll ist und sich anders
entwickelt als gedacht haben mich hier gefesselt und überzeugt.
Absolut zu empfehlen!

Ich danke der Autorin und dem Verlag für das bereitgestellte eBook!

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