Gelesen: „Die Falle“ von Melanie Raabe

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Gebundene Ausgabe: 352 Seiten 
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Verlag: btb Verlag (9. März 2015) 
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Sprache: Deutsch 
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ISBN-10: 3442754917 
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ISBN-13: 978-3442754915

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Sie stellt ihm eine
Falle. Aber ist er wirklich ein Mörder?
Die berühmte Bestsellerautorin Linda Conrads lebt sehr
zurückgezogen. Seit elf Jahren hat sie ihr Haus nicht mehr verlassen. Als sie
im Fernsehen den Mann zu erkennen glaubt, der vor Jahren ihre Schwester
umgebracht hat, versucht sie, ihm eine Falle zu stellen – Köder ist sie selbst.
Dass sie darüber hinaus eine schreckliche Erinnerung aus der Vergangenheit
quält, wissen nur wenige. Vor vielen Jahren hat Linda ihre jüngere Schwester
Anna in einem Blutbad vorgefunden – und den Mörder flüchten sehen. Das Gesicht
des Mörders verfolgt sie bis in ihre Träume. Deshalb ist es ein ungeheurer
Schock für sie, als sie genau dieses Gesicht eines Tages über ihren Fernseher
flimmern sieht. Grund genug für Linda, einen perfiden Plan zu schmieden – sie
wird den vermeintlichen Mörder in eine Falle locken. Doch was ist damals in der
Tatnacht tatsächlich passiert?
(Quelle: btb Verlag)
Linda hat damals vor 12 Jahren mit angesehen wie ihre
Schwester umgebracht wurde. Sie hat den Täter gesehen und verlässt seitdem ihr
Haus nicht mehr. Nur eine Handvoll Leute hat persönlichen Kontakt zu ihr. Durch
Fernsehen und Internet hält sie den Kontakt zu Außenwelt. Bis zu dem Tag an den
sie den Mörder ihrer Schwester im Fernsehen sieht. Er ist mittlerweile ein
großer Journalist und Linda fasst einen Plan. Sie will ihn in eine Falle locken
und ihn für ein Interview in ihr Haus einladen.
Der Termin ist recht schnell gefunden, doch kann das
wirklich gut gehen?
Der Roman „Die Falle“ stammt aus der Feder der Autorin
Melanie Raabe. Es ist das Debüt der Autorin, das sich jedoch nur schwer in ein
Genre einordnen lässt. Aufgrund des ansprechend klingenden Klappentextes war
ich sehr gespannt auf den Inhalt der Geschichte.
Linda ist eine 38-jährige junge Frau. Sie ist Bestsellerautorin
und hat seit nunmehr 11 Jahren ihr Haus nicht mehr verlassen. Linda ist
zielstrebig und wirkt stark. Im Inneren aber ist sie schwach und psychisch
labil, den Tod ihrer Schwester Anna hat sie nicht verkraftet. Zumal sie mit
ansehen musste wie diese umgebracht wurde. Als Leser denkt man recht schnell
Linda scheint verrückt zu sein. Doch sie verfolgt einen Plan.
Victor ist ebenso sehr gut gezeichnet. Als Leser allerdings
entwickelt man sehr schnell eine Abneigung gegen ihn. Das hat die Autorin hier
wirklich gut eingefädelt.
Der Schreibstil der Autorin ist erfrischend und lässt
sich sehr flüssig und angenehm lesen. Sie hat eine recht einfache und klare
Sprache, alles ist verständlich geschildert.
Erzählt wird das Geschehen zu einem aus der Sichtweise
von Linda. Hierfür hat Melanie Raabe die Ich-Perspektive gewählt. So kann man
sich in Linda sehr gut hineinversetzen, ihre Handlungen nachvollziehen. Abwechselnd
hierzu gibt es immer wieder Passagen aus Lindas Roman. So erfährt man als Leser
was damals mit ihrer Schwester geschehen ist.
Die Handlung an sich ist interessant gestaltet. Es war
für mich sehr schwierig das Buch in ein festes Genre einzuordnen. Mal ist es
eher ein Roman, man doch schon ein Psychothriller. Die Mischung ist auf jeden
Fall sehr gelungen.
Das Tempo im Buch steigert sich erst langsam, es geht
eher ruhig los. Dann aber hat Melanie Raabe immer wieder Wendungen eingebaut um
den Leser im Dunkeln tappen zu lassen. Es gibt Intrigen und Täuschungen, es
passt alles sehr gut zusammen. So steigert sich auch die Spannung immer mehr.
Das Ende hat mir nicht zu 100 Prozent gefallen. Es passt
zwar sehr gut zur Gesamtgeschichte, ich empfand aber, dass es doch zu viele
Zufälle gibt und so wurde ich nicht komplett zufriedengestellt.
Abschließend gesagt ist „Die Falle“ von Melanie Raabe ein
sehr guter Debütroman der Autorin.
Die gut gestalteten Charaktere, der angenehm lesbare
flüssige Stil mit einer leichten und klaren Sprache und eine Handlung, die
schon auch spannend ist, mich aber am Ende nicht komplett zufriedengestellt
hat, haben mir hier unterhaltsame Lesestunden beschert.
Durchaus lesenswert!
Ich danke dem Verlag für das zugesandte Rezensionsexemplar!
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