Gelesen: „Amy & Matthew – Was ist schon normal?“ von Cammie McGovern

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Gebundene Ausgabe: 352 Seiten 
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Verlag: Heyne Verlag (30. März
2015) 
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Sprache: Deutsch 
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ISBN-10: 3453269160 
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ISBN-13: 978-3453269163 
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Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren 
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Originaltitel: Say what you will

Die Geschichte
einer großen Liebe, die sich gegen alle Widerstände behauptet
Die 17-jährige Amy ist ein besonderes Mädchen. Sie kann
nicht sprechen und nicht ohne Hilfe laufen. Aber sie ist unglaublich klug und
wahnsinnig hübsch – zumindest in den Augen ihres Klassenkameraden Matthew, der
auch nicht so ist wie die anderen. Vor allem mit Nähe hat Matthew ein Problem.
Doch genau die sucht Amy, die genug davon hat, wie ein rohes Ei behandelt zu
werden. Im letzten Jahr der Highschool beschließt sie, dass das Leben jetzt
beginnen muss. Und sie verliebt sich in den sensiblen Matthew. Dann aber begeht
sie auf dem Abschlussball einen verhängnisvollen Fehler und verletzt Matthew
zutiefst. Wird er ihr verzeihen?
(Quelle: Heyne Verlag)
Amy ist anders als andere. Sie ist körperlich behindert,
kann nicht sprechen und sich nur mit Hilfsmittel fortbewegen. Und dennoch
findet Matthew Amy toll. Auch er ist anders, hat einige Zwangsneurosen. Nähe
ist für ihn unerträglich.
Beide besuchen das letzte Highschooljahr und für Amy
steht fest sie will jetzt mit Leben anfangen, ihre Zeit genießen. Sie verliebt
sich in Matthew, doch dann macht sie auf dem Abschlussball einen großen Fehler,
der Matthew sehr verletzt.
Kann er ihr nochmal verzeihen? Hat ihre Freundschaft eine
Chance?
Der Jugendroman „Amy & Matthew – Was ist schon normal?“ stammt aus
der Feder der Autorin Cammie McGovern. In ihrem Roman widmet sich die
Autorin einem nicht ganz einfachen Thema und ich war aufgrund des Covers schon
auch sehr gespannt darauf was mich wohl erwarten würde.
Die beiden Protagonisten Amy und Matthew sind beide schon
ungewöhnlich.
Amy leidet an Zerebralparese, ist halbseitig gelähmt,
kann nicht sprechen und sich nur mit Hilfsmitteln bewegen. Sie ist aber ein
richtig schlauer Kopf und sehr wissbegierig. Wenn sie sich nicht mit Hilfe
ihres Sprachcomputers verständigt drückt sie sich über teils poetische Worte
auf dem Papier aus. Ich persönlich habe Amy recht schnell in mein Herz
geschlossen.
Matthew ist ebenfalls nicht normal. Er hat viele
Zwangsneurosen und extreme Näher ist ihm sehr unangenehm. In Amy sieht er aber
ein normales Mädchen und komischerweise stören ihn bei ihr Dinge, die er sonst
nicht mag, rein gar nicht. Auch ihn mochte ich wirklich sehr gerne.
Weniger gemocht habe ich Amys Mutter. Sie ist
übervorsichtig und packt ihr Mädchen regelrecht in Watte.
Der Schreibstil der Autorin ist genretypisch sehr gut zu
lesen. Sie schreibt flüssig und leicht, man kommt sehr gut durch die Seiten. Ich
konnte die Gefühle der Protagonisten sehr gut nachvollziehen.
Geschildert wird das Geschehen aus wechselnden
Perspektiven. Sowohl Amy als auch Matthew schildern ihre Sichtweise und man
lernt die beiden so sehr gut kennen und ihre Handlungen nachzuvollziehen.
Die Handlung hat mir sehr gut gefallen. Es ist eine
berührende und emotionale Geschichte. Sie beginnt langsam, gemächlich und man
lernt Amy und Matthew immer besser kennen. Die Beziehung zwischen den beiden
ist ungewöhnlich und sie geht niemals über Freundschaft hinaus. Amy und Matthew
sind beide zu schüchtern, zu unsicher, sie schaffen es einfach nicht dem
jeweils anderen die Gefühle zu offenbaren.
Das Thema, welches Cammie McGovern in ihrem Roman aufgreift
ist keinesfalls einfach. Eher ist es ungewöhnlich und für mich war es auch
Neuland. Über körperliche Behinderung habe ich bisher noch nichts gelesen.
Leider schreitet die Zeit im Buch in meinen Augen zu
schnell voran. Die Zeitsprünge, haben mich allerdings doch ziemlich verwirrt
und auch gestört.
Das Ende ist richtig toll. Es passt sehr gut zur Geschichte,
wirkt nicht kitschig, ist ehrlich und ich fand es einfach sehr
zufriedenstellend.
Alles in Allem ist „Amy & Matthew – Was ist schon normal?“ von Cammie
McGovern ein toller Jugendroman.
Die ungewöhnlichen Protagonisten, der angenehm flüssig zu
lesende Stil der Autorin und eine Handlung, die emotional ist und ein recht
heikles Thema anspricht, haben mich hier bis auf kleine Schwächen sehr gut
unterhalten.
Durchaus lesenswert!
Ich bedanke mich beim Verlag für das zugesandte Rezensionsexemplar!
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